Judith Kuckart liest : „Wünsche“

Neuer Termin: Freitag, 11.10.2013 , 20°° Uhr im Traumausstatter, Süderstraße 9, Meldorf

Judith KuckartIn Judith Kuckarts neuem Roman „Wünsche“ geht es um drei Personen, alle Mitte vierzig, die Berufsschullehrerin Vera Conrad und die beiden Kaufhaus-Erben und Geschwister Friedrich und Meret Wünsche. Sie alle haben schon einiges an Leben hinter sich, hängen nun fest, versuchen auszubrechen und ihrem Leben eine andere Richtung zu geben. Alle drei fragen sich: Wie viel Leben habe ich noch vor mir?
Silvester in einer kleinen Stadt. „Es ist Nachmittag. Gleich werden Veras Mann Karatsch und ihr Sohn Jo Mettbrötchen schmieren, eine Platte mit, eine ohne Zwiebeln, und in einer guten Stunde werden die ersten Gäste auftauchen.“ Abends werden die Freunde in Karatschs Flachbungalow kommen, um gemeinsam den alten Film anzuschauen, den einzigen, in dem Vera als junges Mädchen aufgetreten ist. Vera Conrad, die von einem Leben als Schauspielerin geträumt hat, dann aber Lehrerin in der Provinz geworden ist.
Vera geht an diesem Silvester, ihrem 46. Geburtstag, ins Hallenbad und beschließt aus ihrem bisherigen Leben abzuhauen. Sie stiehlt einer zehn Jahre jüngeren Frau Kleidung und Ausweis und fliegt unter ihrem neuen Namen Salomé Schreiner zu ihrem Sehnsuchtsort London. Sie läuft durch die Metropole und plant ein anderes Leben: „Ab heute gilt: Es werden keine alten Filme mehr angeschaut, sondern ein neuer gedreht. Regie, Kamera, Hauptdarstellerin: ICH.“
Vera, die sich daheim wie eine „Blume ohne Duft“ fühlt, frohlockt „was für ein Vorrat an Leben liegt in der Luft“. Sie wundert sich, „wie einfach es ist in einen anderen Namen zu verschwinden. Man kann sich immer noch in Luft auflösen, selbst im 21.Jahrhundert.“

Friedrich Wünsche feiert am Tag von Veras Verschwinden die Wiedereröffnung seines Kaufhauses „Wünsche“, das er und seine Schwester Meret von den Eltern geerbt haben. Er hegt große Träume: „Neue Zeiten brechen an, indem wir die Zeit zurückdrehen.“ Was wäre ein besserer Ort für Utopien als das „Haus Wünsche“. Meret, Veras Jugendfreundin und heimliche Hauptperson in Judith Kuckarts Roman, ist auch auf der Suche nach dem richtigen Leben. „Wäre Meret in Veras Leben nicht gewesen, Vera hätte nicht gewusst, was zwischen Menschen möglich und wie es überhaupt erlaubt sein kann, dass zwei Mädchen sich so nah sind.“
Kapitel für Kapitel legt Judith Kuckart die Schichten dieser Freundschaften frei. Es sind jahrzehntelang gewachsene Beziehungen mit ihren guten, aber auch den erstarrten und fast erstickten Anteilen. Die Autorin variiert in ihrem Roman Erich Kästners Ausspruch: „Es ist nie zu spät für eine glückliche Jugend“ und thematisiert das Gewahren des Älterwerdens. „Wünsche“ erkundet, ob ein besseres Leben möglich wäre, ob man nach dem Neuanfang ein anderer ist oder nur um eine Lebenslüge leichter.
Vera und die anderen Geburtstagsgäste erwartet ein Jahr voller Veränderung.

Hartmut Wilmes (Kölnische Rundschau) sagt über Judith Kuckart:
„ Judith Kuckart schlüpft scheinbar federleicht in die Haut ihrer Figuren. Sie kann das Wichtige ganz leise sagen, das Gefühlvolle beiläufig in einer Sprache von zärtlicher Unerbittlichkeit.“

aus der Begründung zum Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis 2012:
„ Judith Kuckarts innovativer und originärer Schreibstil hat die zeitgenössische Literatur mit ungewöhnlichen und unverzichtbaren Impulsen bereichert.“

Zum Werk:

Judith Kuckart greift oft Themen der Zeitgeschichte auf. In ihrem Debütroman „Wahl der Waffen“ geht es um das Abtauchen einer Studentin in den politischen Untergrund der RAF. „Die schöne Frau“ greift ein Kapitel des Nationalsozialismus auf, die rassistische Zuchtanstalt Lebensborn. In „Lenas Liebe“ wird ein Besuch in Auschwitz erzählt und gezeigt, wie die Shoah ins Leben heutiger Deutscher hineinwirkt. Auch der Roman „Kaiserstraße“ ist ein Stück sorgsam rekonstruierter Zeitgeschichte und zugleich ein großer Zeitroman über die 1950er und 1960er Jahre in der Bundesrepublik.

Zur Autorin:

Judith Kuckart, geboren 1959 in Schwelm/Westfalen, lebt in Berlin und Zürich. Sie ist Schriftstellerin und Theaterregisseurin. 1984 gründete sie in Berlin das Tanz-Theater Skoronel. Ihr erster Roman „Wahl der Waffen“ erschien 1990. Fünf weitere Romane: „Die schöne Frau“, „Der Bibliothekar“, „Lenas Liebe“, dessen Verfilmung 2012 in die Kinos kam, „Kaiserstraße“ und „Die Verdächtige“ und ein Erzählungsband „Die Autorenwitwe“ folgten. Im Frühjahr 2013 erschien ihr neuer Roman „Wünsche“. Daneben veröffentlichte sie Theaterstücke, Hörspiele und Radio-Features, und schrieb mit Schulklassen in Zürich und Hamburg einen „Schulhausroman“ und ein Krimi-Hörspiel. Judith Kuckart wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Annette-von- Droste-Hülshoff-Preis 2012.

Eine Veranstaltung vom Peter Panter Buchladen

Eintritt:
Vorverkauf: Euro 7/ ermäßigt Euro 3,50
Abendkasse: Euro 8/ ermäßigt Euro 4
Kartenvorbestellungen ab sofort: 04832-4104 / FAX 04832-5244

Vins Gallico liest aus “ Respekt “

Vins Gallico Der Autor Vins Gallico stellt sein Buch „Respekt“, in Italien als bester Erstlingskrimi ausgezeichnet, erstmals auf einer Lesereise in Deutschland vor.
Am Freitag, dem 13.9.2013,  20°° Uhr, macht er Station im Peter Panter Buchladen.
Eine heiße Augustnacht. Zwei Männer bewegen sich schemenhaft in der Dunkelheit der Hügel des Aspromonte. Im Kofferraum ihres Croma knurrt ein Hund und versucht zu entkommen. Sie packen ihn und binden ihm in Benzin getauchte Stofffetzen an den Schwanz. Der Auftrag von Don Rocco, dem abgetauchten Mafiaboss, war klar: »Gebt dem Hund Feuer und jagt ihn in den Wald oberhalb von Agatea, in ein paar Minuten wird dort alles in Flammen stehen!«
Aber die beiden Brandstifter sind nicht die Einzigen, die sich in der Finsternis des Aspromonte verstecken – irgendetwas läuft dramatisch schief bei ihrem Plan, der doch so einfach schien. So werden ein paar Tage später, als die Ordnungshüter den Brandschaden begutachten, die verkohlten Leichen von zwei Unbekannten entdeckt.
Als Tina Romeo, eigentlich Sportjournalistin des Provinzblatts, mit der Berichterstattung beauftragt wird und vor Ort erscheint, ist sie überzeugt, dass es sich um einen tragischen Unfall handelt. Sie ahnt nicht, dass sie kurz darauf selbst ins Zentrum einer Fehde zwischen alten Rivalen geraten wird, einer Intrige um Macht und Geld, die ihr Leben – und nicht nur ihres – völlig aus den Fugen bringen wird.
Tina Romeo erkennt, dass sie es mit der ’Ndrangheta zu tun hat, der mächstigsten Mafia-Organisation Europas. Sie recherchiert, schreibt und kämpft, macht die Angelegenheit immer mehr zu ihrer eigenen, aber sie weiß nicht, dass sie benutzt wird. So treibt die Geschichte ihrem furiosen Finale in den Bergen Kalabriens entgegen.
Widerstandsleistung gegen die Verhältnisse
»Respekt« ist ein Erstlingsroman, eine Art Widerstandsleistung gegen die Verhältnisse. Respekt gebührt auch dem Verlag, der Assoziation A, die sich an dieses starke Buch gewagt hat, es ist mit Herzblut geschrieben und in ihm pulsiert die Liebe zum Genre. Respetto.
Alf Mayer : „Kalabrien und die Ndrangheta“ aus CULTurMAG
Schlicht und einfach der beeindruckendste Roman zum Thema Ndrangheta. Ein kleiner, aber feiner Diamant im deutschen Bücherfrühling 2013.
Christian Koch
Vom Popkorn bis zum Respekt
Vins Gallico wurde 1976 in Melito di Porto Salvo in der Provinz Reggio Calabria geboren. Er arbeitete u.a. als Popkornverkäufer, Barmann und Uni-Dozent und verbrachte sieben Jahre in Deutschland. Heute lebt er als Buchhändler, Lektor und Autor in Rom. In Italien hat er sich bereits einen Namen mit Kurzgeschichten gemacht, für die er mehrere Preise erhielt. »feuerfangen« ist sein erster Roman. Vins Gallico wurde 2010 mit dem Premio Belgioioso Giallo für den besten italienischen Krimi-Erstling ausgezeichnet. 2011 wurde er für den Premio Letterario Edoardo Kihlgren nominiert, mit dem das beste italienischsprachige Erstlingswerk ausgezeichnet wird – und kam unter die drei Finalisten.

Eintritt:
Vorverkauf: Euro 7/ ermäßigt Euro 3,50
Abendkasse: Euro 8/ ermäßigt Euro 4
Kartenvorbestellungen ab sofort: 04832-4104 / FAX 04832-5244

Eine Veranstaltung vom Peter Panter Buchladen

Lutz van Dijk liest aus: „ African Kids“ und „Niemand wird mich töten“

Lutz van Dijk

Lutz van Dijk

Am Dienstag, dem 27.8.2013, liest um 20°° Uhr der deutsch-niederländische Autor Lutz van Dijk aus seinen neuesten Büchern „ African Kids und „Niemand wird mich
töten“. Zudem wird er einen zehn- minütigen Film zeigen über das HOKISA-Kinder-projekt in Südafrika. Diese Veranstaltung ist gedacht für Erwachsene und auch für Jugendliche und findet in Zusammenarbeit mit dem Friedrich-Bödecker-Kreis und dem Land Schleswig-Holstein statt.

„African Kids“ ist ein Text-Bildband über das Leben von Kindern und Jugendlichen im Township Masiphumelele bei Kapstadt. In vielen Fotos und Geschichten wird ihr oft harter Alltag lebendig, aber auch ihre Lebenslust, ihr Humor und ihre Zuversicht. Auch „African Kids“ träumen von einem selbstbestimmten Leben, in dem Liebe, Freundschaft und Vertrauen die Hauptrolle spielen.

„Niemand wird mich töten“ ist die wahre Geschichte von Mbu Maloni, der 17 Jahre alt ist und in Südafrika lebt. Es ist die Geschichte einer Kindheit, die nie eine war. Aber auch die eines erstaunlichen Jungen, der immer entschlossen war, sich die Chance für einen eigenen Weg zu erkämpfen.

Lutz van Dijk, 1955 in West-Berlin geboren, war zunächst Sonderschullehrer. Aus seinem politisch-pädagogischen Engagement in der Friedensbewegung und seiner Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus entfaltete sich eine rege publizistische Tätigkeit. Mittlerweile ist er Autor vieler Bücher , für die er 2001 mit dem „Gustav-Heinemann-Friedenspreis“ ausgezeichnet wurde.

Anfang 2001 gründete er zusammen mit der Südafrikanerin Karin Chubb die Hilfsorganisation HOKISA ( Home for Kids in South Africa). Diese Organisation kümmert sich um von AIDS betroffene Kinder und Jugendliche, die ihre Eltern durch AIDS verloren haben oder selbst infiziert sind. Zwanzig Kinder finden hier in zwei Häusern Betreuung und Schutz.

Ort: Peter Panter Buchladen, Zingelstr. 12, 25704 Meldorf

Eintritt: Vorverkauf: Euro 7 / ermäßigt 3,50
Abendkasse: Euro 8 / ermäßigt 4 ,00

Kartenvorbestellungen ab sofort: Telefon: 04832 – 4104
FAX 04832 – 5244 ; Homepage: http:// peterpanter.de

Eine Veranstaltung des Peter Panter Buchladens in Zusammenarbeit mit dem Friedrich-Bödecker-Kreis und dem Land Schleswig-Holstein

With a little help from my friends

Kacheln für PanterDer Verdacht, in Dithmarschen gäbe es wenig Kulturelles, hält sich hartnäckig. Dass dies völlig haltlos ist, davon kann man sich am 23. November in der Meldorfer Ditmarsia überzeugen.

Denn an diesem Tag treffen sich viele KünstlerInnen unter dem Titel „Kachel-Abend“ und geben mit ihren unterschiedlichen Beiträgen und einem insgesamt vierstündigen Programm einen Eindruck der großen Vielfalt und Besonderheit dessen, was man in dieser Region an Kunst zu hören und sehen bekommen kann.

Ob es der Komponist und Gitarrist Boris Guckelsberger ist, die Autoren Heiner Egge und Werner Wichern, die Meldorfer Theatergruppe, der Chor „Die Glorreichen Chorleichen“, die Sänger Gabriela Hotsch und Rainer vom Feld, Heidi Rufener, der Gitarrist Uwe Eschner oder das Chörchen… alle KünstlerInnen spiegeln die Vielfalt und Lebendigkeit des kulturellen Lebens an der Westküste zwischen Elbe und Eider.

Die Veranstaltung steht auch im Zeichen der Unterstützung. Ganz im Sinne der Liedzeile des berühmten Beatles-Songs „With a little help from my friends“ treten die KünstlerInnen als Helfer des Peter Panter Buchladens auf, der nach einem schweren Wasserschaden sein Domizil in der Zingelstaße verlassen musste und nun hoffentlich bald wieder dorthin zurückkehren kann. Es ist auch eine Anerkennung des großen Engagements der beiden Inhaber Alexander Kühnl und Jan Klabunde für die Region.

Und nicht nur die KünstlerInnen, auch die Gäste tragen an diesem Abend dazu bei, einen baldigen Umzug möglich zu machen. Für die Veranstaltung wird es vorab Karten geben. Am „Kachel-Abend“ selbst können als zusätzliche Hilfe einzelne zu Scherben gebrochene Kacheln gegen eine Spende erworben und signiert werden, die dann im neuen alten Peter Panter Buchladen künstlerisch zu einem Mosaik gestaltet werden.

Karten im Vorverkauf bei Schuh-Sport Carstensen und im Peter Panter Buchladen (Exil).

Plakatsponsoren: Viva naturkost, Naturbau Meldorf, Lüüd, Ziffix

Veröffentlicht unter Termin

Datenschutz und Datenmissbrauch – Zensus 2011

Vortrag und Diskussion

Kulturkneipe Bornholdt, Zingelstr. 14
22. Juni 2011, 19.°° Uhr
Eintritt: frei, gerne Spende

Eine Veranstaltung von Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, Peter Panter Buchladen und Attac Dithmarschen

Katharina Nocun spricht: Über die sogenannte Volkszählung Zensus 2011, über Datenschutz und Datenmissbrauch und den Zustand der Bürgerrechte in Deutschland

Inhalt:
Hallo!! Ja, sie!

Hat Ihre Wohnung ein WC? Badewanne oder Dusche?
Sind Sie arbeitslos? Nicht arbeitslos, aber arbeitssuchend? Oder sind Sie eine nicht zu aktivierende Person?
Wann haben Sie Ihr letztes eheähnliches Verhältnis begonnen? Haben Sie einen Migrationshintergrund?
Welche Religionszugehörigkeit haben Sie? Sind Sie in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht?

Das sind nur einige wenige Fragen aus der Datenerhebung, die unter der Bezeichnung „Zensus 2011“ in allen Ländern der EU durchgeführt wird, in Deutschland sind die Volkszähler seit dem 9. Mai unterwegs.

Wozu braucht ein Amt für Statistik Einblick in Ihre ganz privaten Lebensumstände? Warum wird erneut jeder Einwohner, jedes Haus, jede Wohnung mit einer Identifikationsnummer versehen, obwohl das Bundesverfassungsgericht das ausdrücklich untersagt hat?

Veröffentlicht unter Termin

Gerd Wohlenberg liest aus: „Bin bei mein Willem bis Mitternacht. Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus in Meldorf“

Buchvorstellung und Lesung

Kulturkneipe Bornholdt, Zingelstr. 14

24. Mai 2011, 20.°° Uhr

Spende für den Arbeitskreis Widerstand und Verfolgung im nationalsozialistischen Dithmarschen

Gerd Wohlenberg stellt sein Buch über Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus in Meldorf vor.
Dieses soll den Leser und die Leserin anregen, selber aktiv zu werden. Um zu verstehen, warum ein Volk sich zu solchermaßen krudem Zeug öffentlich bekennen kann, müssen wir uns mit seiner Geschichte vornehmlich der Zeit des Nationalsozialismus befassen. Schleswig-Holstein galt als Kernland Nordischer Rasse. Das Plattdeutsche erzeugte nicht nur emotionale Verbundenheit, sondern ließ auch die nationalsozialistischen Inhalte weniger brutal klingen. „Ist von Schleswig-Holstein im Allgemeinen schon bekannt, dass es dem Nationalsozialismus stärker zugetan war, als alle anderen Regionen des Deutschen Reiches, so stellt wiederum Dithmarschen innerhalb Schleswig-Holsteins gewissermaßen einen braunen ‚Leuchtturm‘ dar. Kaum sonst in Schleswig-Holstein wurde der Nationalsozialismus so freudig und früh herbeigesehnt wie hier, kaum anderswo wurde er so intensiv aufgenommen und verinnerlicht und kaum anderswo, das gilt sogar für das ‚Nachzüglerland‘ Schleswig-Holstein insgesamt, das sich hiermit sehr viel Zeit gelassen hat, so spät ‚aufgearbeitet‘ wie hier.“ (Aus dem Vorwort zum Ausstellungskatalog „Ganz Deutschland ist ein Koog – Dithmarschen im Nationalsozialismus“, 2008)

Das Buch ist ein Versuch einer Aufarbeitung des Nationalsozialismus in Meldorf. Es ist als Ermunterung gedacht, selbst zu forschen, und bietet Aktionsvorschläge, wie z.B. einen Stadtrundgang und was man heute tun kann. Die Widerstandskämpfer, Opfer und Täter bekommen so Augenmerk.

Feleboga: Norwegische Volksmusik und Tänze

Konzert im Bornholdt, Zingelstraße 14


16. Februar 2009, 20.°° Uhr


Auf Einladung des Peter Panter Buchladens sind Feleboga bei der „Norwegen-Woche“ im Bornholdt zu Gast.

Feleboga besteht aus Elizabeth Gaver und Hans-Hinrich Thedens. Elizabeth ist Amerikanerin und Hans-Hinrich ist Dithmarscher, aber beide leben in Norwegen und spielen Musik aus dem Tovdal in der Provinz Ost-Agder. Dort lebt der Hardangerfiedler Salve Austenå, bei dem beide spielen gelernt haben, und dessen Repertoire von kraftvoller Tanzmusik sie wahrscheinlich besser kennen als irgendjemand sonst.


Feleboga spielen Konzerte und geben Tanzkurse. Hans-Hinrich arbeitet am norwegischen Volksmusikarchiv an der Universität Oslo und hat seine Doktorarbeit über Salve Austenå und die Musik im Tovdal geschrieben. Er hält gerne Vorlesungen über norwegische Volksmusik und norwegische Tänze.

Elizabeth arbeitet als Musikerin hauptsächlich mit früher Musik und spielt Barockgeige und mittelalterliche Fiedeln. Seit 1992 gehört sie zum Ensemble Sequentia. Recherchen für Sequentias Programm mit Göttersagen aus der Edda führten sie nach Norwegen.

Elizabeth und Hans-Hinrich waren beide Mitglieder der Gruppe Chateau Neuf Spelemannslag, die oft im Ausland unterwegs war. Als Feleboga haben sie Konzerte, Gesprächskonzerte und Tanzkurse in Norwegen, Schweden, Polen, den USA und in Thailand gegeben. In Deutschland sind sie u.a. beim Tanz und Folkfest in Rudolstadt aufgetreten.

Das Konzertprogramm besteht aus älteren und neuen norwegischen Instrumentalstücken, die über viele Generationen weitergegeben und geformt worden sind. Die älteren Gangar- (Schreittanz) und Springar (Springtanz) -Stücke stammen aus dem 18. Und 19. Jahrhundert, die Walzer, Rheinländer und Polkas aus dem 19. Und 20. Jahrhundert. Dazu kommen Tanzlieder und Verse aus der gleichen Region, aus der Salve Austenå stammt, und einige Stücke aus anderen Regionen Südnorwegens.


Elizabeth und Hans-Hinrich spielen auf zwei Hardangergeigen aus dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts. Diese Instrumente haben außer den vier Spielsaiten auch 4 Resonanzsaiten, die ihnen ihren wunderbar leichten und schwebenden Klang verleihen. Außerdem sind sie reich mit Mustern und Einlagen aus Perlmutt und Knochen verziert, und die Schnecken sind kunstvoll als Löwen- und Frauenkopf geschnitzt.

Karl-Martin Hentschel: Es bleibe Licht

Buchvorstellung und Diskussion über 100 % Ökostrom für Europa ohne Klimaabkommen
Altes Pastorat zu Meldorf, Papenstr. 2
10. Dezember 2010, 19.°° Uhr

Eine Veranstaltung von Agenda 21 für Meldorf e.V., Bündnis90/Die Grünen und Peter Panter Buchladen
Karl-Martin Hentschel entwirft in seinem Buch eine Strategie, wie der Strombedarf in Europa zu 100 % durch Erneuerbare Energien gedeckt werden kann. Er sagt „spätestens im Jahr 2050, in Deutschland schon 2040, vielleicht sogar 2030, und dazu brauchen wir nicht mal ein Klimaabkommen“.
Der UN-Weltklimarat mahnt die Reduktion der Kohlendioxidemissionen in den Industriestaaten um 80% bis 90% an, und das eher heute als morgen.
Das kann nur gelingen, wenn wir unsere gesamte Energieversorgung auf Erneuerbare Energien umstellen. „Es bleibe Licht“ beschreibt eine präzise Reiseroute, auf der dieses Ziel erreicht werden kann.
Im Zentrum des Buches steht die Versorgung mit elektrischem Strom, der zu einer wichtigen Lebensader der Menschheit geworden ist. Kenntnisreich und anschaulich widmet sich Karl-Martin Hentschel vielen Fragen zur Energiewende.
Im Gespräch mit Bernd Voß (Bündnis 90/Die Grünen) wird der Autor sein Buch vorstellen.

Max Schön, der Präsident der Deutschen Gesellschaft Club of Rome, schreibt über „Es bleibe Licht“: „ Die Frage ist nicht mehr ‚ob‘ eine Energiewende möglich ist, sondern nur noch ‚wie‘ die Umstellung auf Erneuerbare Energien gestaltet werden sollte. Dieses Buch zeigt die Handlungsmöglichkeiten auf, die bereits jetzt zur Disposition stehen. Absolut lesenswert!“

Karl-Martin Hentschel war 14 Jahre Abgeordneter und bis zum Jahr 2009 acht Jahre Fraktionsvorsitzender der Grünen im Landtag Schleswig-Holstein. Heute lebt er als freier Autor in der Nähe von Kiel und ist als Vorsitzender des Kreisverbandes der Grünen in Plön tätig. Er beteiligte sich an der Gründung der GAL in Hamburg, war im Gemeinderat und im Landesvorstand aktiv und erarbeitete Konzepte für eine grüne Wirtschafts-und Energiepolitik. Karl-Martin Hentschel ist Mitglied in der Gewerkschaft VERDI , Attac, BUND, Mehr Demokratie e.V., Verein UWW (Umschalten Windstrom Wedel).

Hartwig Hansen: Bevor die Liebe verlorengeht…

Vortrag über respektvolle Kommunikation in Beziehungen im Domcafé (Gewölbekeller), Südermarkt 4
Eine Veranstaltung der Volkshochschule Meldorf und des Peter Panter Buchladens.

11. November 2010, 19.30 Uhr
Nicht die „große Liebe“, sondern vielmehr der gegenseitige Respekt ist entscheidend für das Gelingen und die Dauer einer Partnerschaft. Oder noch deutlicher: Ohne Respekt ist alles nichts! Und das gilt nicht nur für den Ehealltag Der Hamburger Paar- und Familientherapeut Hartwig Hansen fasst seine Erfahrungen in dem Satz zusammen: „Lieben ist schöner als Siegen.“ Er beschreibt in seinen Büchern die „zehn Gebote des Respekts“ und berichtet von Schlüsselszenen aus seiner Praxis, in der Paare daran arbeiten, Achtung und Liebe wiederzufinden. Neugierige erwartet ein informativer und gleichzeitig humorvoller Abend.

Hartwig Hansen ist Diplompsychologe, Paar- und Familientherapeut sowie Autor. Er lebt und arbeitet in Hamburg. Hansen ist 1957 geboren, war lange Jahre Geschäftsführer des Bonner Psychiatrie-Verlages. Heute ist er Redaktionsmitglied des „Brückenschlag – Zeitschrift für Sozialpsychiatie, Literatur, Kunst“.

Hierba Buena: Musica bohemia

Konzert in der Ditmarsia, Süderstr. 16
1. Oktober 2009, 20.°° Uhr

„Hierba buena“ wollen nach ihrem letzten Programm „Tangos y Canciones“ jetzt das neue Programm „Musica bohemia“ ihrem Meldorfer Publikum vorstellen.

Sonnica Yepes (Gesang) und Thomas Hanz (Gitarre) erzählen mit ihren auf spanisch gesungenen Liedern Geschichten aus dem Alltag, von der Liebe und dem Leben an sich. Man muß kein Spanisch verstehen, um den Herzschmerz, die Melancholie, die Sehnsucht und die Trauer aus den Liedern herauszuhören.
Charmant führen die Künstler in jedes ihrer Stücke ein. Mit knappen Erzählungen, Kommentaren oder mimischen Darbietungen, die ein enormes schauspielerischen Talent verraten.

Sonnica Yepes und Thomas Hanz präsentieren „Musica bohemia“ mit viel Einfühlungsvermögen und einem faszinierenden Dialog zwischen Jazz-Stimme und klassischer Gitarre: Betörend, schön, mit fein abgeschmeckten Prisen von Tango, Samba und Jazz ergibt sich ein feuriger und würziger Geschmack, frisch, aber auch scharf, ein Geschmack von dem man nicht genug bekommen kann.

Sonnica Yepes ist Tochter einer Schauspieler-Familie aus Madrid und studierte Jazz-Gesang und Musiktheater an der Folkwang-Schule in Essen. Sie ist zusammen mit Thomas Hanz als Duo „Hierba buena“ Preisträgerin beim internationalen Wettbewerb „Voice and Guitar“ in Völklingen 2004 und Preisträgerin des niedersächsischen „Jazz In“ 2008.
Im Mai trat sie in Madrid auf als Schauspielerin im Theaterstück von Monica Cano „Que felices son los perros en la playa“. Sie lebt seit 1999 im Ruhrgebiet.

Thomas Hanz studierte ebenfalls an der Folkwang-Schule in Essen und absolvierte sein Gitarren-Konzertexamen an der Musikhochschule Köln bei Professor Roberto Aussel. Er ist seit 1998 künstlerischer Leiter und Initiator des „Gitarrenfestivals Ruhr“. Musikalisch ist er in mehreren Formationen unterwegs. Als Solist, im Duo mit „Hierba buena“ oder mit Kirchenorgel , im Gitarrenquartett „somos quatro“ und im Tango-Sextett „Un Tango mas“.

Pressestimmen:

– „Der dunkel gekleidete Instrumentalist und die in blutrotem Gewand auftretende spanische Sängerin mit ihrem tiefschwarzem Haar boten äußerlich einen reizvollen Kontrast, atmeten aber in ihrer sensiblen Musikalität gepaart mit Virtuosität völlig im Gleichkang, verwandelten ihre Intonationen mit Charme und Esprit zu zauberhaften tiefsinnigen Szenarien. Die wie aus einem gemeinsamen langen Atem kunstvoll gestalteten Szenarien großer Gefühle endeten mit großem Applaus.“ – Rheinische Post –