Donnerstag, 23.9.2021, 19.30 Uhr, Kristof Magnusson liest aus: „Die billige Wohnung“ und „Das Haus am See“. Lesung in Einfacher Sprache

Das Leichte ist alles andere als leicht. Schon klar. Trotzdem haben sich 13 Autorinnen und Autoren in den vergangenen vier Jahren auf Einladung des Literaturhaus Frankfurt am Main darauf eingelassen, Geschichten in Einfacher Sprache zu schreiben. „Über 20 Millionen Menschen in Deutschland können nicht gut lesen.“ sagt Hauke Hückstädt, der Leiter des Frankfurter Literaturhauses. Und: „Alle haben ein Recht auf Kunst und Literatur.“ Daraus ist das Buch „Lies! Das Buch. Literatur in einfacher Sprache“ entstanden.

Auch Kristof Magnusson findet Einfache Sprache wichtig, deswegen hat er sogar zwei spannende Geschichten für das Buch geschrieben. Sie handeln von zwei Kriminalfällen. In „Die billige Wohnung“ erfahren wir ganz allmählich, warum diese Spitzenlage so preiswert ist – und wenn dann die Bodenheizung aufgedreht wird, jagt es einem einen Kälteschauer über den Rücken. Auch in „Das Hotel am See“, einer Fiktion über Uwe Barschels Tod, tritt das Grauen mit freundlich-verbindlicher Miene hervor.

Kristof Magnusson: „Ich schreibe Bücher. Und Theaterstücke. Die Theaterstücke sind lustig. Das hoffe ich zumindest.“

Kristof Magnusson wurde 1976 in Hamburg geboren. Er lebt in Berlin und ist Schriftsteller und Übersetzer. Nach einer Ausbildung zum Kirchenmusiker studierte er. Kristof Magnusson hat schon viele Erzählungen, Romane und Theaterstücke geschrieben und dafür Preise bekommen.

Sein Debütroman „Zuhause“ wurde mit dem Rauriser Literaturpreis ausgezeichnet, sein Roman „Das war ich nicht“ stand auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis 2010. Zuletzt stellte er in Meldorf seinen neuesten Roman „Ein Mann der Kunst“ vor.

Bitte beachten Sie die AHA – Regelungen: Abstand, Hustenhygiene und Maske. Beim Eingang, in der Pause, am Büchertisch und beim Verlassen der Veranstaltung bitten wir um 1,5 Meter Abstand, um Husten und Niesen nur in die Armbeuge und um das Tragen eines medizinischen Mund- und Nasenschutzes. Ohne dies ist eine Teilnahme an der Lesung leider nicht möglich. Während der Lesung muss der Mund- und Nasenschutz nicht getragen werden.

Auch gilt die 3G-Regelung. Eine Teilnahme an der Veranstaltung ist nur für Genesene oder mit Impf- oder Testnachweis möglich (negativer Antigen-Schnelltest nicht älter als 24 Stunden oder negativer PCR-Test nicht älter als 48 Stunden).

Wir bitten -wenn möglich- um vorherige Anmeldung und um Angabe Ihrer Kontaktdaten (Name, Adresse und Telefon). Diese Daten sind vier Wochen von uns aufzubewahren und dem Gesundheitsamt auf Verlangen zu übermitteln, sofern dies dem Zwecke der Nachverfolgung von möglichen Infektionswegen dient. Danach werden die Daten gelöscht.

 

Ort: „Ditmarsia“, Süderstr. 16, Meldorf

Eintritt: € 5,–, ermäßigt € 2,–, Soli € 10,–

Reservierung: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen oder 04832 – 95750 VHS Meldorf

Veranstalter: Peter Panter Buchladen und Verein der Volkshochschulen in Dithmarschen e.V.

Freitag, 29.10.21, 20 Uhr, Mareike Krügel liest aus: „Schwester“

Zwei Schwestern, zwei Leben.

Ein Unfall stellt die entscheidende Frage: Welches ist das richtige?
Iulia lässt sich aufs Sofa ihrer Schwester fallen. Sie hat nicht allzu oft darauf gesessen, viel zu selten eigentlich. Wo ist sie in letzter Zeit gewesen, warum haben Lone und sie sich nicht viel öfter getroffen? Die Antworten auf diese Fragen muss sie allein finden. Lone liegt nach einem Unfall im Koma, und Iulia springt für sie ein und klappert die Adressen der Frauen ab, die Hebammenbetreuung brauchen. Sie beginnt nachzudenken, über ihre Familie und die Männer, über Vertrauen und die gemeinsamen Erlebnisse – nicht zuletzt auch über das Leben, das sie selbst seit Jahren führt: als Frau des Pastors und Angestellte in einer Sparkasse.

„Schwester“ erzählt von dem schmerzlichen Abgleich zweier Leben und einer Heldin, die zunächst tastend, dann immer entschlossener ihren Weg sucht.

Mareike Krügel ist 1977 in Kiel geboren, studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Seit 2003 hat sie vier Romane und einen Kinderroman veröffentlicht. Sie lebt bei Schleswig.

Mareike Krügel erhielt zahlreiche Stipendien, u.a. in der Villa Decius in Krakau, und ist Mitglied im PEN Deutschland. Im Jahr 2003 bekam sie den Förderpreis der Stadt Hamburg und wurde 2006 mit dem Friedrich-Hebbel-Preis ausgezeichnet.

Bitte beachten Sie die AHA – Regelungen: Abstand, Hustenhygiene und Alltagsmaske. Beim Eingang, in der Pause, am Büchertisch und beim Verlassen der Veranstaltung bitten wir um 1,5 Meter Abstand, um Husten und Niesen nur in die Armbeuge und um das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes. Ohne diese ist eine Teilnahme an der Lesung leider nicht möglich. Während der Lesung muss der Mund- und Nasenschutz nicht getragen werden.

Auch gilt die 3G-Regelung. Eine Teilnahme an der Veranstaltung ist nur für Genesene oder mit Impf- oder Testnachweis möglich (negativer Antigen-Schnelltest nicht älter als 24 Stunden oder negativer PCR-Test nicht älter als 48 Stunden).

Da die Teilnehmer*innenzahl auf 70 begrenzt ist, bitten wir -wenn möglich- um vorherige Anmeldung und um Angabe Ihrer Kontaktdaten (Name, Adresse und Telefon). Diese Daten sind vier Wochen von uns aufzubewahren und dem Gesundheitsamt auf Verlangen zu übermitteln, sofern dies dem Zwecke der Nachverfolgung von möglichen Infektionswegen dient. Danach werden die Daten gelöscht.

Ort: „Ditmarsia“, Süderstr. 16, Meldorf

Eintritt: € 10,–, ermäßigt € 5,–, im Vorverkauf € 9,–, ermäßigt € 4,–

Reservierung ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen

Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Dienstag, 17.8.21, 19 Uhr, Literatursommer Schleswig-Holstein 2021 Schleswig-Holstein, „Das Land zwischen den Meeren“. Gespräch und Lesung mit Jana Scheerer und Anne Müller

In beiden Romanen wird das Thema Verlust mit feinsinnigem Humor und vor traumhafter norddeutscher Kulisse verarbeitet. Jana Scheerers Roman »Das Meer in meinem Zimmer« spielt auf einer Hallig im norddeutschen Wattenmeer. Anne Müllers »Zwei Wochen im Juni« ist an der Ostseeküste in der Nähe von Kappeln angesiedelt.

„Das Meer in meinem Zimmer“

Als Jolandas Vater Pax kurz vor ihrem Abitur stirbt, kann ihre Mutter es nicht fassen. Jolanda muss ins Krankenhaus, um nachzufragen, ob er wirklich tot ist. Es stimmt – Ex um drei Uhr dreiundzwanzig, wird ihr mitgeteilt. Doch ihre Mutter weigert sich, seinen Tod zu akzeptieren. Verwirrt und wie gelähmt spielen Jolanda und ihre jüngere Schwester Lilli das Spiel mit. Aber die künstliche Normalität ist brüchig. Erinnerungen an das Leben mit Pax holen Jolanda ein: Die Nordseepension, die er betrieb, ohne je einen Gast zu haben.

Jana Scheerer, geboren 1978 in Bochum, lebt in Berlin. Sie wurde 2004 für ihr erstes Buch „Mein Vater, sein Schwein und ich“ mit dem Literaturpreis Prenzlauer Berg ausgezeichnet. „Mein innerer Elvis“ wurde für den Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg nominiert und mit dem LUCHS ausgezeichnet. „Das Meer in meinem Zimmer“ ist ihr drittes Buch bei Schöffling & Co.

Zwei Wochen im Juni“

Ada liebt ihr Elternhaus an der Ostsee mit dem herrlichen Bauerngarten, doch nun heißt es, Abschied nehmen. Nach dem Tod der Mutter muss Gragaard verkauft werden. Zusammen mit ihrer Schwester Toni räumt sie Haus und Bootsschuppen aus, und eine Reise in die Vergangenheit beginnt: Da sind die Abendkleider der Mutter, die die rauschenden Sommerfeste wiederaufleben lassen und die glücklichen Tage, bevor der Vater die Familie verließ. Und da sind die Ölporträts, die der russische Maler Maxim, um dessen Aufmerksamkeit die Mädchen buhlten, einst von ihnen angefertigt hat. Als sie im Sekretär einen Brief der Mutter an sie beide finden, fasst Ada endlich den Mut, sich ihren Sehnsüchten zu stellen, und aus dem Abschied wird ein Aufbruch.

Anne Müller wuchs in Schleswig-Holstein auf und lebt heute in Berlin. Nach dem Studium der Theater- und Literaturwissenschaften arbeitete sie zunächst als Radiojournalistin, dann als Drehbuchautorin.

Bitte beachten Sie die AHA – Regelungen: Abstand, Hustenhygiene und Maske. Beim Eingang, in der Pause, am Büchertisch und beim Verlassen der Veranstaltung bitten wir um 1,5 Meter Abstand, um Husten und Niesen nur in die Armbeuge und um das Tragen eines medizinischen Mund- und Nasenschutzes. Ohne dies ist eine Teilnahme an der Lesung leider nicht möglich. Während der Lesung muss der Mund- und Nasenschutz nicht getragen werden.


Da die Teilnehmer*innenzahl auf 70 begrenzt ist, bitten wir -wenn möglich- um vorherige Anmeldung und um Angabe Ihrer Kontaktdaten (Name, Adresse und Telefon). Diese Daten sind vier Wochen von uns aufzubewahren und dem Gesundheitsamt auf Verlangen zu übermitteln, sofern dies dem Zwecke der Nachverfolgung von möglichen Infektionswegen dient. Danach werden die Daten gelöscht.

 

Ort: „Ditmarsia“, Süderstr. 16, Meldorf

Eintritt: € 8,– / ermäßigt € 4,–

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen

Veranstalter: Peter Panter Buchladen und Kunstverein Heide in Kooperation mit dem Literaturhaus Schleswig-Holstein.

Der Literatursommer Schleswig-Holstein 2021 wird gefördert vom Land Schleswig-Holstein, dem Landesbeauftragten für politische Bildung SH, der Förde Sparkasse und von Neustart Kultur.

Freitag, 13.8.21, 20 Uhr, Andreas Heineke liest aus: „Fälschung à la Provence“

Andreas HeinekeAuf Einladung des Peter Panter Buchladens stellt Andreas Heineke seinen neuen Kriminalroman „Fälschung à la Provence“ am Freitag, den 13.8.2021, um 20°° Uhr in der Ditmarsia vor.

Eigentlich lebt Dorfgendarm Pascal Chevrier in der Provence, weil er die regionale Küche und das ruhige, pittoreske Leben schätzt. Doch die Idylle findet ein jähes Ende, als im Picasso-Schloss eine junge Kunsthistorikerin ermordet aufgefunden wird. In exklusiven Kreisen sucht Chevrier nach Hinweisen und trifft auf exzentrische Kunstsammler und Galeristen, die alle mehr oder weniger verdächtig wirken. Aber nicht nur der verzwickte Fall in der spätsommerlichen Hitze des Luberon treibt ihm den Schweiß auf die Stirn. Audrey von der Police nationale, für die er mehr als kollegiale Gefühle hegt, macht alles noch viel komplizierter…

Nach „Tod à la Provence“ und „Versuchung à la Provence“ ist dies sein dritter Kriminalfall um Pascal Chevrier.

Den Ort der Handlung hat Andreas Heineke bewußt gewählt. Seit Jahren verbringt er so viel Zeit wie möglich in der Provence.

Andreas Heineke hat jahrelang in der Musikbranche und fürs überregionale Fernsehen gearbeitet.

Seit 2012 arbeitet er vor allem als Fernsehjournalist beim NDR, „eine schöne, aber zeitraubende Arbeit“. Er drehte zum Beispiel am 23.4.2012, am internationalen Welttag des Buches, einen Film über den Peter Panter Buchladen anlässlich einer Lesung mit Frank Schulz.

2012 erschien sein erstes Sachbuch über das Hamburger Kinderhospiz Sternenbrücke „Ein Regenbogen zu den Sternen“.

Sein Roman „Der Sound der Provence“ erschien im gleichen Jahr und 2015 das Buch „Sie haben ihr Baby am Airport vergessen“ in Kooperation mit Maryam Komeyli. 2016 verfasste er zusammen mit Vera Kaesemann „Liebe kälter als der Tod – Einem Narzissten verfallen“.

Andreas Heineke lebt mit seiner Familie in Dithmarschen.

Bitte beachten Sie die AHA – Regelungen: Abstand, Hustenhygiene und Maske. Beim Eingang, in der Pause, am Büchertisch und beim Verlassen der Veranstaltung bitten wir um 1,5 Meter Abstand, um Husten und Niesen nur in die Armbeuge und um das Tragen eines medizinischen Mund- und Nasenschutzes. Ohne dies ist eine Teilnahme an der Lesung leider nicht möglich. Während der Lesung muss der Mund- und Nasenschutz nicht getragen werden.

Da die Teilnehmer*innenzahl auf 100 begrenzt ist, bitten wir -wenn möglich- um vorherige Anmeldung und um Angabe Ihrer Kontaktdaten (Name, Adresse und Telefon). Diese Daten sind vier Wochen von uns aufzubewahren und dem Gesundheitsamt auf Verlangen zu übermitteln, sofern dies dem Zwecke der Nachverfolgung von möglichen Infektionswegen dient. Danach werden die Daten gelöscht.

 

Ort: „Ditmarsia“, Süderstr. 16, Meldorf

Eintritt: € 10,–, ermäßigt € 5,–, im Vorverkauf € 9,– / ermäßigt € 4,–

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen

Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Freitag, 23.10.2020, 20 Uhr, Kristof Magnusson liest aus: „Ein Mann der Kunst“

Ein berühmter Maler, der zurückgezogen auf einer Burg am Rhein lebt, Kunstfreunde, die ihn verehren und ihm ein Museum bauen wollen: eine Begegnung, die die Höhen und Tiefen des Kulturbetriebs ausleuchtet, so heiter, komisch und wahr, wie es selten zu lesen ist.

KD Pratz ist ein Künstler der alten Schule, der sich jeglicher Vereinnahmung durch den Kunstbetrieb verweigert hat. Seine Bilder werden hoch gehandelt, er ist weltberühmt, hat sich aber aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Mit der Welt, verlogen wie sie ist, will er nichts zu tun haben, der eigene Nachruhm aber liegt ihm am Herzen, und so sagt er zu, den Förderverein eines Museums zu empfangen, der den geplanten Neubau ausschließlich seinen Werken widmen will.

Die Mitglieder des Museums-Fördervereins sind nicht alle einer Meinung über die Bedeutung von KD Pratz, fühlen sich aber hoch geehrt, als ihnen ein exklusives Treffen mit dem Maler und ein Besuch auf seiner fast schon legendären Burg am Rhein in Aussicht gestellt wird – und tatsächlich stattfindet. Wie die Kunstfreunde bei dieser Begegnung mit ihrem Idol nach und nach die Contenance verlieren, als der Meister ihnen die Unvollkommenheit der Welt und ihre eigene um die Ohren haut, dabei subtil die eigene Größe inszeniert, den Kunstbetrieb niedermacht und gleichzeitig behauptet – davon erzählt Kristof Magnusson mit großer Meisterschaft und leuchtet die Untiefen unseres Kulturbetriebs aus.

Kristof Magnusson ist 1976 in Hamburg als Sohn deutsch-isländischer Eltern geboren.
Nach seiner Ausbildung zum Kirchenmusiker bei der evangelischen Landeskirche Nordelbien leistete er Zivildienst mit Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in New York City in der Sozialarbeit mit Holocaustüberlebenden und Obdachlosen.

Seit dem Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und der Universität Reykjavík schreibt er Romane und Theaterstücke und übersetzt aus dem Isländischen. Er engagiert sich für Literatur in Einfacher Sprache, unterrichtet gelegentlich an Unis und kuratiert Literaturveranstaltungen.

Sein Debütroman „Zuhause“ wurde mit dem Rauriser Literaturpreis ausgezeichnet, sein Roman „Das war ich nicht“ stand auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis 2010.

 

Ort: „Ditmarsia“, Süderstr. 16, Meldorf

Eintritt: € 10,– / ermäßigt € 5,– , im Vorverkauf € 9,– bzw. € 4,–

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen

Veranstalter: Peter Panter Buchladen mit freundlicher Förderung vom Förderverein Buch – Förderverein für gedruckte Literatur e.V.

Donnerstag, 17.9.20, 11 Uhr Ausstellung „Aquarelle“ von Sarah Kirsch

Sarah Kirsch

Sarah Kirsch

Sarah Kirsch gilt als bedeutendste deutsche Lyrikerin der letzten Jahrzehnte. Dass sie nicht nur Dichterin, sondern auch Malerin war, ist weniger bekannt, doch dieser Teil ihres Schaffens war ihr immer sehr wichtig. Sie sagte einmal: „Beim Schreiben hast du doch manchmal Zeiten, wo du rumhängst und wo du depressiv werden kannst, aber seit ich male, geht´s mir besser. Das ist so, als ob man sich was gönnt.“ Ihre heiteren, farbigen Aquarelle sind der Kontrapunkt zu ihrem lyrischen Schaffen, beim Malen vergaß sie Zeit und Raum. „Beim Malen bin ich weggetreten. Manchmal tranceartig, und habe andere Wahrnehmungen. Da kannst du mich fragen wie ich heiß und ich weiß es wahrscheinlich nicht.“

Zu ihrem 85. Geburtstag stellt nun das Dithmarscher Landesmuseum in Meldorf Sarah Kirschs Aquarelle und Collagen aus.

Sarah Kirsch wurde 1935 in Limlingerode geboren und wuchs in Halberstadt auf.
Ihre ersten Gedichte veröffentlichte sie gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Lyriker Rainer Kirsch. Nach der Scheidung zog
sie nach Ost-Berlin, 1969 kam ihr Sohn Moritz zur Welt.
Wegen ihres Protestes gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann wurde sie 1976 aus der SED und dem Schriftstellerverband der DDR ausgeschlossen und von der Staatssicherheit observiert. Ein Jahr danach folgte ihre Ausbürgerung, sie zog mit ihrem Sohn Moritz nach West-Berlin, wo sie als Journalistin, Hörfunkmitarbeiterin und Übersetzerin arbeitete. Später lebte sie als freie Schriftstellerin und Malerin in Schleswig-Holstein bis zu ihrem Tod im Jahr 2003.

Ort: Dithmarscher Landesmuseum, Bütjestr. 4, Meldorf

17.9. – 28.10. 2020

Di – Fr 11 bis 16.30 Uhr, So 11 bis 16 Uhr

Eintritt: € 3,–

Veranstalter: Peter Panter Buchladen & Dithmarscher Landesmuseum

Mittwoch, 16.9.20, 20 Uhr, Moritz Kirsch liest Sarah Kirsch

Sarah Kirsch

Sarah Kirsch

Wir freuen uns, dass Moritz Kirsch aus den neu erschienen Büchern „Freie Verse“ und „Der Briefwechsel“ (mit Christa Wolf) lesen wird. Am 16.4.2020 hätte Sarah Kirsch ihren 85. Geburtstag gefeiert. Wir feiern diesen Geburtstag mit einer Lesung von Moritz Kirsch nach.

Zu ihrem 85. Geburtstag stellt nun das Dithmarscher Landesmuseum in Meldorf Sarah Kirschs Aquarelle und Collagen aus.

„Der Briefwechsel. Wir haben uns wirklich an allerhand gewöhnt“: Sarah Kirsch und Christa Wolf sind fast drei Jahrzehnte lang, von 1962 bis 1990, miteinander im Austausch: über das Schreiben, den Literaturbetrieb im Osten wie im Westen, über die Männer, die Kinder, die Arbeit im Garten und die politischen Systeme, in denen sie leben. Letztere sind es wohl, die diese Freundschaft an ein Ende bringen, nach vielen Jahren des vertrauensvollen Miteinanders.
Streng und verspielt, heiter und verzweifelt, schnoddrig und ehrlich – Sarah Kirsch und Christa Wolf beim Schreiben und Leben über die Schulter zu schauen ist ein Geschenk.

Die „Freien Verse“ sind ein Glücksfund von neunzehn bislang völlig unbekannten Gedichten, entstanden noch in der DDR. Sie zeigen die Büchner-Preisträgerin als eine eminent politische Stimme, frei von Reim- und Denkzwängen, frei von politischer Bevormundung.

Der von Moritz Kirsch, dem Sohn der Dichterin, herausgegebene Auswahlband „Freie Verse“ enthält neunundneunzig Gedichte, in denen die Idylle fern ist, aber das Zeitgeschichtliche nah und in jeder noch so harmlos scheinenden Gedichtzeile präsent. Die poetische Beschwörung Sarah Kirschs gilt in diesem Band nicht nur der Natur, sondern auch der menschlichen Umwelt, dem gesellschaftlichen System, das uns prägt und – ob wir es wollen oder nicht – bis in den hintersten Weltwinkel verfolgt. Von besonderem Wert sind in diesem Zusammenhang neunzehn erst kürzlich auf dem Dachboden wiederentdeckte Gedichte. Ausschlaggebend, dass Sarah Kirsch sie seinerzeit zurückhielt, waren offensichtlich politische und nicht literarische Gründe. Im Lichte des unveröffentlichten lassen sich auch dem bereits veröffentlichten Werk nun noch einmal ganz neue Facetten abgewinnen.

Sarah Kirsch wurde 1935 in Limlingerode geboren und wuchs in Halberstadt auf.
Ihre ersten Gedichte veröffentlichte sie gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Lyriker Rainer Kirsch. Nach der Scheidung zog
sie nach Ost-Berlin, 1969 kam ihr Sohn Moritz zur Welt.
Wegen ihres Protestes gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann wurde sie 1976 aus der SED und dem Schriftstellerverband der DDR ausgeschlossen und von der Staatssicherheit observiert. Ein Jahr danach folgte ihre Ausbürgerung, sie zog mit ihrem Sohn Moritz nach West-Berlin, wo sie als Journalistin, Hörfunkmitarbeiterin und Übersetzerin arbeitete. Später lebte sie als freie Schriftstellerin und Malerin in Schleswig-Holstein bis zu ihrem Tod im Jahr 2003.

Moritz Kirsch, 1969 in Ostberlin geboren, mit der Mutter 1977 übergesiedelt nach Westberlin und 1983 nach Tielenhemme gezogen, hat nach dem Magisterstudium der Nordistik, Friesistik und Neueren Deutschen Literaturwissenschaft an der Universität Kiel als Übersetzer , Herausgeber und freiberuflicher Lektor gearbeitet und lebt seit 2007 wieder in Tielenhemme.

Ort: Dithmarscher Landesmuseum, Bütjestr. 4, Meldorf

Eintritt: € 10,– / ermäßigt € 5,– , im Vorverkauf € 9,– bzw. € 4,–

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen

Veranstalter: Peter Panter Buchladen & Dithmarscher Landesmuseum

 

 

Mittwoch, 19.8.20, 19 Uhr, Mike McCormack liest aus: „Ein ungewöhnlicher Roman über einen gewöhnlichen Mann“

Mike McCormack. Irish novelist and short story writer. London Photograph by David Levene. 24/3/07

Mike McCormack, geboren 1965 in London, wuchs auf einer Farm in Louisburgh im County Mayo im Westen Irlands auf. Er studierte Englische Literatur und Philosophie in Galway. Sein Debüt Getting it in the Head (1996), ein Band mit Kurzgeschichten, war ein Überraschungserfolg und New York Times Notable Book of the Year. McCormack wurde mit dem Rooney Prize für Irische Literatur ausgezeichnet. Ein ungewöhnlicher Roman über einen gewöhnlichen Mann, McCormacks fünftes Buch, erschien in Irland 2016. Mike McCormack lebt mit seiner Familie in Galway und lehrt an der dortigen Universität.

Ein ungewöhnlicher Roman über einen gewöhnlichen Mann

Marcus Conway hat sich bemüht, ein guter Mensch zu sein und doch vieles falsch gemacht, hat Erwartungen geweckt und enttäuscht, Träume gehegt und aufgegeben, fühlte sich zum Priester berufen und ist doch Ingenieur geworden. Er hat seine Frau betrogen und wiedergewonnen, er liebt seine erwachsenen Kinder, tut sich aber schwer damit zu akzeptieren, was sie so treiben. Nun steht er an einem grauen Novembertag in seiner Küche, und alles ist auf seltsame Weise anders. Er hört Radio, liest Zeitung, genau wie sonst, nur wird er das Gefühl nicht los, dass die Welt kurz vor dem Kollaps steht, und dass das irgendwie auch mit ihm zu tun hat.

Marcus Conway erinnert sich an sein Leben mit der Präzision eines Ingenieurs und dem feinen Gespür eines Dichters. Mike McCormacks ungewöhnlicher Roman über einen gewöhnlichen Mann entfaltet einen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann. Er schärft den Blick für das scheinbar Alltägliche und zeigt, dass die vielleicht einzig angemessene Reaktion auf unser Dasein das Staunen ist.

Lesung der deutschen Textstellen: Christian Kämpfer, Moderation: Dr. André Schwarck

Ort: „Ditmarsia“, Süderstr. 16, Meldorf

Eintritt: € 10,– / ermäßigt € 5,– , im Vorverkauf € 9,– bzw. € 4,–

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen

Veranstalter: Peter Panter Buchladen und Kunstverein Heide in Kooperation mit dem Literaturhaus Schleswig-Holstein.

Der Literatursommer Irland 2020 wird gefördert vom Land Schleswig-Holstein, dem Landesbeauftragten für politische Bildung SH, Culture Ireland, der Botschaft Irlands und der Förde Sparkasse.

Mittwoch, 8.4.20 bis Sonntag, 3.5.20, Mariana Leky liest aus: „Was man von hier aus sehen kann“

Mariana Leky liest für unabhängige Buchläden. Sie hat dieses Video und und unseren Leser*innen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an sie und an den Dumont Verlag für diese tolle Idee!Der Dumont Verlag schreibt dazu: "Vor wenigen Tagen hat sich Mariana Leky mit dem Wunsch bei uns gemeldet, den Buchhandel in irgendeiner Form zu unterstützen bzw. Ihnen eine kleine Freude zu machen. Das ist aus der Ferne und im Einzelfall natürlich nur schwerlich möglich – letztendlich haben wir aber doch eine Idee gehabt: Mariana Leky hat ein Kapitel aus »Was man von hier aus sehen kann« eingelesen (zum ersten Mal »in eine Telefonkamera hinein«), spricht anschließend noch eine aktuelle Buchempfehlung aus… und weist die Zuschauer*innen … darauf hin, dass das Buch »in der Buchhandlung Ihres Vertrauens auf Sie wartet«.Wir wünschen Euch viel Vergnügen!#stayhome #supportyourlocal

Gepostet von Peter Panter Buchladen am Mittwoch, 8. April 2020

Dieser Link führt Euch auf unsere facebook-Seite, auf der das Video zu sehen ist.

Sonntag, 3.5.20, 11 Uhr, Verkaufsoffener Sonntag

Am 3. Mai ist der verkaufsoffene Sonntag als Ersatz für die Meldorf-Woche. Wir haben von 11 – 17 Uhr geöffnet. Es gibt viel Zeit, Bücher anzusehen und Bücher, Kaffee oder Wein zu kaufen.

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