Donnerstag, 24.10.19, 20 Uhr, Susanne Mayer liest aus: „Die Dinge unseres Lebens“

Susanne Mayer Foto: Lara Huck

Susanne Mayer
Foto: Lara Huck

Wie viele Dinge sich im Laufe des Lebens und der Generationen ansammeln – das erste Kuscheltier, Liebes- und Abschiedsbriefe, Mamas Pelz, Papas Fotos aus dem Krieg, die Kollektion der Lippenstifte, ein alter Gartenhut, gilbe Dokumente, das gute Kristall. Bleibt alles übrig, wenn wir gehen. Vorbeugendes Aufräumen? Sich „sterbefein machen“, wie die Bayern sagen? Schafft kaum einer und warum auch?
Susanne Mayer verweigert sich dem Zeitgeist, das alles als Gerümpel zu entsorgen. Die gefeierte Autorin wendet sich den Dingen zu und schreibt, leicht und elegant, von dem, was sich in ihnen verdichtet. Es entsteht ein Familienporträt, das anrührend ist und tief verstörend, zum Lachen verführt und nichts weniger ist als eine poetische Geschichte der Bundesrepublik.

„Es war so etwas wie der Sommer meines Lebens. Nicht in dem Sinne, dass es der schönste gewesen wäre, der glücklichste oder auch nur der aufregendste. Es war ein Sommer, in dem sich die Jahre des vorangegangenen Lebens unerwartet zusammenballten, verdichteten zu einer Essenz von dem, was war und noch davor gewesen war. Ich verbrachte in diesem Sommer, der einer der ersten Sommer des neuen Jahrtausends war, viele Wochenenden in dem Haus meiner Mutter, in dem wir aufwuchsen, es war ein schönes Haus am Rande einer mittelgroßen Stadt mit Blick .“

Susanne Mayer, geboren 1952, ist Kulturreporterin und Literaturkritikerin der Wochenzeitung Die Zeit. Sie studierte an den Universitäten Bonn, Freiburg, Oxford und Ann Arbor und promovierte 1985 an der Universität Freiburg im Fach Anglistik. Ab 1983 war sie zunächst Volontärin, dann Redakteurin der Stuttgarter Zeitung. 1986 wechselte sie zur Hamburger Wochenzeitung Die Zeit, bei der sie im Literaturressort tätig ist. Zu ihren Themen-Schwerpunkten gehört auch die Familienpolitik. Sie hat zwei Söhne und lebt in Hamburg. 2005 erschien ihr erfolgreiches Buch „Deutschland armes Kinderland. Wie die Egogesellschaft unsere Zukunft verspielt – Plädoyer für eine neue Familienkultur“. Im Feuilleton der Zeit erscheint ihre Kolumne „Männer!“

Für ihre Arbeiten wurde sie 1985 mit dem Theodor-Wolff-Preis sowie 1990 und erneut 1994 mit dem Emma-Journalistinnen-Preis ausgezeichnet.

Ort: „Traumausstatter“, Süderstr. 9, Meldorf
Eintritt: Vorverkauf: € 9,00 / 5,00 ermäßigt, Abendkasse € 10,00 / 5,00
Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Dienstag, 12.11.19, 29 Uhr, Jan Christophersen liest aus: „Ein anständiger Mensch“

Was bedeutet Anstand in der Liebe? Und wer hilft uns, wenn wir schuldlos schuldig werden?

Steen Friis ist studierter Philosoph und öffentlicher Intellektueller: Als Autor mehrerer Bestseller zu Fragen des Anstands wird er von der Presse zitiert, sobald die richtige Haltung zum aktuellen Weltgeschehen zur Debatte steht. In dieser Rolle fühlt Steen sich wohl – bis die Ereignisse weniger Tage all seine Werte infrage stellen. Mit seiner Frau und einem befreundeten Paar verbringt er ein Wochenende in seinem dänischen Inseldomizil. Man plaudert und geht gemeinsam in die Pilze, und ganz beiläufig erinnert seine Frau ihn an ein altes Versprechen: sich gegenseitig auch in der Liebe die größtmögliche Freiheit zu lassen. Noch bevor Steen sich über die ganze Tragweite dieses Gesprächs bewusst wird, geschieht ein Unglück, an dem er sich allein schuldig wähnt und das nicht nur sein Ego, sondern sein gesamtes Weltbild zu erschüttern droht.

„Ein anständiger Mensch verspricht eine jener Neuerscheinungen des sich anbahnenden Bücherherbstes zu sein, die größer sind und herausragen.“ Lübecker Nachrichten

Jan Christophersen, 1974 in Flensburg geboren, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er erhielt mehrere Stipendien, u.a. ein Aufenthaltsstipendium im Künstlerdorf Schöppingen und im Kloster Cismar sowie ein Stipendium der Akademie der Künste zu Berlin. Er ist verheiratet mit der Autorin Mareike Krügel und lebt mit ihr und den Kindern in der Nähe von Schleswig. Sein erster Roman Schneetage wurde 2009 mit dem Debütpreis des Buddenbrookhauses ausgezeichnet.

Ort: Peter Panter Buchladen, Zingelstr, 12, Meldorf

Eintritt: Vorverkauf: € 9,–, ermäßigt € 4,50

Abendkasse: € 10,–, ermäßigt € 5,–

Kartenvorbestellung: 04832 – 4104

Donnerstag, 26.9.18, 19.30 Uhr, Britta Bendixen liest aus: „Das Geheimnis der Anhalterin“

In Flensburg wird die schrecklich zugerichtete Leiche eines verwitweten Pensionärs gefunden. Die Kommissare Andresen und Weichert ermitteln und kommen einer jungen Frau auf die Spur, die sich in der Nähe des Tatorts aufgehalten hat. Wie sich herausstellt, wurde sie als Anhalterin mitgenommen.
Kristina Wilbert und ihre Freunde sind auf dem Weg zu einer Hochzeitsfeier in Berlin, als sie auf die junge Frau treffen und sich um sie kümmern. Kurz nach der Ankunft in der Hauptstadt ist Kristina plötzlich verschwunden.

Als Zugabe wird Frau Bendixen an diesem mörderischen Kellerabend aus ihrer Sammlung einiger Kurzkrimis „Mitten ins Herz“ lesen. Ihre Flensburger Kommissare Andresen & Weichert ermitteln in drei neuen Fällen.

Vorstellung der Autorin:
Britta Bendixen wuchs in Fensburg auf und machte dort eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten. 2012 begann sie, sich intensiv mit dem Handwerk des Schreibens zu beschäftigen und selbst Geschichten zu erfinden.
Ihr erster Regionalkrimi „Höllisch heiß“ wurde 2014 vom Boyens Buchverlag veröffentlich. 2017 folgte „Der Kuss des Panthers“. Seit 2014 ist sie Mitglied des Flensburger Autorentreffs. Britta Bendixen lebt mit ihrem Mann, den beiden Töchtern und zwei Katzen in Handewitt bei Flensburg.

Karten sind im Vorverkauf in begrenzter Anzahl in der VHS Meldorf-Geschäftsstelle und im Peter Panter Buchladen erhältlich.
Vorverkauf: 9,00 €, Abendkasse: 10,00 €

Ort: Domcafé (Gewölbekeller), Südermarkt 4, Meldorf

Veranstalter: Volkshochschule Meldorf und Peter Panter Buchladen

Sonnabend, 21.9.19, 11 Uhr, Workshop Fermentieren mit Birgit Vanderbeke

Birgit Vanderbeke, geboren 1956 im brandenburgischen Dahme, lebt im Süden Frankreichs. Für „Das Muschelessen“ wurde sie mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Daneben erhielt sie u.a. den Kranichsteiner und den Solothurner Literaturpreis sowie den Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster. Zuletzt erschien von ihr „Alle, die vor uns da waren“, das sie Anfang 2019 auch in Meldorf vorstellte.

Birgit Vanderbeke lebt und kocht und isst seit Jahrzehnten in Südfrankreich (Okzitanien) – und schreibt auch darüber.

Fast ebenso lange kennt sie Meldorf und die hiesige Kohl- und Sauerkraut-Tradition, über die sie ebenfalls schon geschrieben hat.

Birgit Vanderbeke wird von chemischen, ökologischen, kulinarischen, politischen und sozialen Gärprozessen sprechen, wie sie diese in Frankreich und Deutschland wahrnimmt und erlebt.

 

Anhand des Fermentierens wird deutlich, welche Auswirkungen die Art der Lebensmittelzubereitung auf unser Leben hat. Beim Fermentieren entsteht Unabhängigkeit, da man ohne zu kochen – also komplett stromfrei – und ohne irgendwelche Zusatzkosten Lebensmittel konservieren kann, ohne dass diese an Nährwert verlieren, im Gegenteil, sie gewinnen durch diese Methode noch erheblich.

Und wenn man etwas auf gesunde und wohlschmeckende Weise konservieren kann, ohne dass es etwas kostet, macht das natürlich unabhängig vom Kaufen–Müssen: Einmal eingemacht bietet der Keller: Kimchi oder diverses Sauerkraut (sehr hübsch ist eine Mischung aus Weiß- und Rotkohl – die „Choucroute Rosée“), Sellerie, Karotten oder Rettich. Das heißt, man ist auf der Stelle nicht mehr der „ideale“ Konsument, zumal man sehr schnell merkt, wie unangenehm einkaufen ist.

Mit den fermentierten Fruchtkefir-Limonaden ist es eher noch drastischer, weil im Haushalt die Plastikflaschen entfallen, also geht auch die Müllmenge gewaltig herunter.

Birgit Vanderbeke berichtet auch von der französischen Null-Abfall-Bewegung, in der tatsächlich fermentiert wird, was das Zeug hält. Auch Zahnpasta, Rasiercreme und Waschpulver wird selber hergestellt. Die Franzosen sind da wieder lustvoller und subversiver dabei als die Deutschen, deren grüne Tradition eher protestantisch ist, also weniger vergnügt, weil es doch immer ein bisschen wehtun muss.

Wieviel Lebensfreude es dagegen macht, seine eigene (zuckerfreie und noch dazu gesunde) Limonade zu brauen und koreanisches Sauerkraut einzulegen, kann man am 21.9. im Workshop erleben.

Ort: Peter Panter Buchladen, Zingelstr. 12, Meldorf

Eintritt: Workshop: € 5,–.

Veranstalter: Peter Panter Buchladen mit Unterstützung der Stadt Meldorf und der Quinzaine Franco-allemande d‘Occitanie.

 

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Freitag, 20.9.19, 20 Uhr, Birgit Vanderbeke spricht über: Fermentieren. Von chemischen, ökologischen, kulinarischen, politischen und sozialen Gärprozessen

Birgit Vanderbeke, geboren 1956 im brandenburgischen Dahme, lebt im Süden Frankreichs. Für „Das Muschelessen“ wurde sie mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Daneben erhielt sie u.a. den Kranichsteiner und den Solothurner Literaturpreis sowie den Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster. Zuletzt erschien von ihr „Alle, die vor uns da waren“, das sie Anfang 2019 auch in Meldorf vorstellte.


Birgit Vanderbeke lebt und kocht und isst seit Jahrzehnten in Südfrankreich (Okzitanien) – und schreibt auch darüber.

Fast ebenso lange kennt sie Meldorf und die hiesige Kohl- und Sauerkraut-Tradition, über die sie ebenfalls schon geschrieben hat.

Birgit Vanderbeke wird von chemischen, ökologischen, kulinarischen, politischen und sozialen Gärprozessen sprechen, wie sie diese in Frankreich und Deutschland wahrnimmt und erlebt.

 

Anhand des Fermentierens wird deutlich, welche Auswirkungen die Art der Lebensmittelzubereitung auf unser Leben hat. Beim Fermentieren entsteht Unabhängigkeit, da man ohne zu kochen – also komplett stromfrei – und ohne irgendwelche Zusatzkosten Lebensmittel konservieren kann, ohne dass diese an Nährwert verlieren, im Gegenteil, sie gewinnen durch diese Methode noch erheblich.

Und wenn man etwas auf gesunde und wohlschmeckende Weise konservieren kann, ohne dass es etwas kostet, macht das natürlich unabhängig vom Kaufen–Müssen: Einmal eingemacht bietet der Keller: Kimchi oder diverses Sauerkraut (sehr hübsch ist eine Mischung aus Weiß- und Rotkohl – die „Choucroute Rosée“), Sellerie, Karotten oder Rettich. Das heißt, man ist auf der Stelle nicht mehr der „ideale“ Konsument, zumal man sehr schnell merkt, wie unangenehm einkaufen ist.

Mit den fermentierten Fruchtkefir-Limonaden ist es eher noch drastischer, weil im Haushalt die Plastikflaschen entfallen, also geht auch die Müllmenge gewaltig herunter.

Birgit Vanderbeke berichtet auch von der französischen Null-Abfall-Bewegung, in der tatsächlich fermentiert wird, was das Zeug hält. Auch Zahnpasta, Rasiercreme und Waschpulver wird selber hergestellt. Die Franzosen sind da wieder lustvoller und subversiver dabei als die Deutschen, deren grüne Tradition eher protestantisch ist, also weniger vergnügt, weil es doch immer ein bisschen wehtun muss.

Wieviel Lebensfreude es dagegen macht, seine eigene (zuckerfreie und noch dazu gesunde) Limonade zu brauen und koreanisches Sauerkraut einzulegen, kann man am 21.9. im Workshop erleben.

Ort: „Traumausstatter“. Süderstr. 9, Meldorf

Eintritt: Vortrag: € 10,–, ermäßigt 5,–, im Vorverkauf: € 9,–, ermäßigt 4,–, Workshop: € 5,–.

Veranstalter: Peter Panter Buchladen mit Unterstützung der Stadt Meldorf und der Quinzaine Franco-allemande d‘Occitanie.

Montag, 12.8.19, 19 Uhr, Nina Lykke liest aus „Aufruhr in mittleren Jahren“

Ingrid und Jan sind rund fünfzig und seit fünfundzwanzig Jahren verheiratet. Sie leben in einem Vorort von Oslo, sie ist Lehrerin, er Ministerialbeamter, vor kurzem wurde er befördert. Es geht ihnen gut, aber ihr Leben gerät aus dem Ruder.
Ingrid erträgt die Motivationsgespräche des Rektors, wäscht zuhause die Unterhosen ihrer fast erwachsenen Jungs und fühlt sich für alles verantwortlich. Seit einer Weile überkommen sie Mordgelüste.
Jan schlittert derweil in eine Affäre mit der jüngeren Arbeitskollegin Hanne.

Mit grandioser Beobachtung, Verve und bösem Witz erzählt Nina Lykke von Versuchungen, von täglicher Überforderung und von einem Familienzerfall im Schleudertempo.

Wenn man Antennen für das Satirische und die Sorgen des wohlhabenden Mittelstands hat, dann ist „Aufruhr in mittleren Jahren“ mit seiner glasscherbenklaren Sprache ein geradezu entspannendes Buch. Nina Lykke stellte ihm ein Zitat des schwedischen Ministerpräsidenten Tage Erlander von 1956 voran: „Es gibt eine Unzufriedenheit, die ich die Unzufriedenheit der hohen Erwartungen nennen möchte.“

Matthias Hannemann, FAZ

Man kann Aufruhr in mittleren Jahren als Mixtur von Wohlbekanntem mit einem dem neuen Zeitgeist von Entschleunigung, „Flow“ und Achtsamkeit geschuldeten Seitenblick lesen. Lykke lässt ihren Figuren viel Raum und den Lesern Zeit, ihre unterschiedlichen Gemütszustände und Handlungsmotivationen nachzuvollziehen.

Liane Schüller, Literaturkritik.de

Nina Lykke wurde 1965 geboren. Ihr Debüt Orgien, og andre fortellinger (2010) war für den norwegischen Jugendkritikerpreis nominiert. Ihren Durchbruch hatte Lykke mit ihrem Roman Aufruhr in mittleren Jahren (2016), der in Norwegen eines der am meisten besprochenen Bücher des Jahres war, den norwegischen Jugendkritikerpreis gewann und in Norwegens größtem Bücherklub zum Buch des Monats gekürt wurde.

Ort: Altes Rathaus, Enge Str. 5, Garding

Eintritt: € 7,–.

Veranstalter: Förderverein für Kunst und Kultur Eiderstedt e.V. in Kooperation mit dem Literaturhaus Schleswig-Holstein, Büchertisch: Peter Panter Buchladen

Der Literatursommer Norwegen 2019 wird gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Schleswig-Holstein, vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein und von Norwegian Literature Abroad (Frankfurter Buchmesse 2019 Norway Guest of Honour).

Mittwoch, 31.7.19, 19 Uhr, Tomas Espedal liest aus: „Bergeners“ (im Rahmen des Literatursommers Schleswig-Holstein)

Lesung der deutschen Texte von Werner Klockow. Sigrid Engeler übersetzt.

Wie in seinen bisher auf Deutsch erschienenen Prosawerken „Wider die Natur“, „Wider die Kunst“ und „Gehen“ verdichtet Tomas Espedal auch in „Bergeners“ mit großer literarischer Intensität spannende Einblicke in sein Leben.

Bergeners ist eine ungewöhnliche Liebeserklärung an den zwischen Bergen und Fjorden gelegenen Heimatort Tomas Espedals. Die Erzählung beginnt im extravaganten The Standard Hotel in New York und endet im Berliner Askanischen Hof, denn immer wieder versucht Tomas Espedal zu fliehen: vor dem Trubel um seine Person nach dem Erscheinen der Bücher Karl Ove Knausgårds, dessen literarischer Lehrer und Weggefährte er ist, vor der Einsamkeit, nachdem seine Freundin ihn verließ, vor sich selbst.

Jedoch zieht es ihn immer wieder in seinen Heimatort, den Ort, an dem seine Erinnerungen verwurzelt sind, zurück nach Bergen. Intim und unmittelbar wie noch nie, erzählt er von seinem wilden und poetischen Leben.

»Seine klare präzise Prosa hat etwas seltsam Berauschendes und macht Lust auf das wilde poetische Leben, von dem dieser außergewöhnliche Dichter in jedem seiner Bücher erzählt.«
Andrea Gerk, ndr.de

Tomas Espedal ist 1961 in Bergen geboren und gab sein literarisches Debüt 1988 mit dem Roman En vill flukt av parfymer (Eine wilde Flucht vor dem Parfüm). Seither veröffentlichte er zahlreiche, mit vielen Preisen ausgezeichnete Romane und gilt neben seinem Freund Karl Ove Knausgård als einer der wichtigsten Schriftsteller Skandinaviens.

Ort: „Ditmarsia“, Süderstr. 16, Meldorf

Eintritt: € 10,– / ermäßigt € 5,– , im Vorverkauf € 9,– bzw. € 4,–

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen

Veranstalter: Peter Panter Buchladen und Kunstverein Heide in Kooperation mit dem Literaturhaus Schleswig-Holstein

Der Literatursommer Norwegen 2019 wird gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Schleswig-Holstein, vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein und von Norwegian Literature Abroad (Frankfurter Buchmesse 2019 Norway Guest of Honour).

Freitag, 21.6.19, 20 Uhr, Feridun Zaimoglu liest aus: „Die Geschichte der Frau“ (in Kooperation mit der Textfabrique51)

Der Schriftsteller Feridun Zaimoglu zu Gast in der WDR Sendung «WestArt live» am 27.03.2017 in Köln (Nordrhein-Westfalen). Foto: Horst Galuschka/dpa | Verwendung weltweit

Ein literarisches Abenteuer, ein großer Gesang, ein feministisches Manifest: Feridun Zaimoglus neuer Roman ist ein unverfrorenes Bekenntnis zur Notwendigkeit einer neuen Menschheitserzählung – aus der Sicht der Frau.

Dieses Buch erzählt eine unerhörte Geschichte. Es lässt zehn außerordentliche Frauen zur Sprache kommen vom Zeitalter der Heroen bis in die Gegenwart. Es sind Menschen, deren Sicht auf die Dinge nicht überliefert wurde. Weil Männer geboten, die Wahrheit tilgten und die Lüge zur Sage verdichteten. Diesen Frauen war es vorbehalten, schweigend unsichtbar zu bleiben oder dekorativ im Bild zu stehen. Doch nun sprechen sie – klar und laut, wie eine abgefeuerte Kugel.

Feridun Zaimoglu zeigt sich in seinem neuen Roman erneut als ein Meister der Vielstimmigkeit. Was ihm dabei gelingt, ist ein regelrechtes Wunder. Die Figuren dieses Buches klingen nicht nur lebendig – sie werden es: von Antigone über Judith bis Valerie Solanas. Kraftvoll, poetisch und subversiv. Kein Friedensangebot. Keine Schmeichelei. Tabula Rasa!

Feridun Zaimoglu ist 1964 im anatolischen Bolu geboren, lebt seit seinem sechsten Lebensmonat in Deutschland. Er studierte Kunst und Humanmedizin in Kiel und schreibt für Die Welt, die Frankfurter Rundschau, Die Zeit und die FAZ. 2002 erhielt er den Hebbel-Preis, 2003 den Preis der Jury beim Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt und 2005 den Adelbert-von Chamisso-Preis. Zahlreiche weitere Preise folgten, u.a. der Grimmelshausen-Preis (2007), der Corine-Preis (2008), der Jakob-Wassermann Literaturpreis (2010) sowie der Preis der Literaturhäuser (2012). 2016 erhielt er den Berliner Literaturpreis sowie die Ehrenprofessur des Landes Schleswig-Holstein.

Ort: „Ditmarsia“, Süderstr. 16, Meldorf

Eintritt: € 10,– / ermäßigt € 5,– , im Vorverkauf € 9,– bzw. € 4,–

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen

Veranstalter: Peter Panter Buchladen und Textfabrique51

Mittwoch, 5.6.19, 19.30 Uhr, Werner Hajek liest aus „Bernsteinjäger“

Entscheidend ist, dass man in diesen Momenten das Glück erkennt. Dass man dann den Mut hat, den alten Pfad zu verlassen, ohne zu wissen, wo es hingeht.“ (Knut Rudloff)

Schon als Kind hat sich Knut Rudloff mit dem Bernsteinvirus infiziert, der Leidenschaft für das „Gold des Nordens“. Aus der Faszination für das magische Material werden Beruf und Berufung. Bei der Jagd nach den schönsten Steinen und dem elegantesten Schmuck trifft der erfolgreiche Bernsteinhändler auf gewiefte Kollegen und geniale Designer, auf Schmuggler und Diebe, auf Glücksritter und Wissenschaftler. Und am Ende des Weges steht die Begegnung mit sich selbst und mit dem, was wirklich wichtig ist.

Mit Empathie, Humor und Nachdenklichkeit erzählt uns der Journalist Werner Hajek von den Stationen eines bewegten, manchmal abenteuerlichen Lebens.

 

Werner Hajek ist freier Journalist und beschäftigt sich mit den Themen PR, Soziales, Kultur, Tourismus und Lokales an der Westküste. Er hat lange Zeit in Dithmarschen gelebt und dabei auch Knut Rudloff kennengelernt.

 

Ort: Kulturkneipe Bornholdt, Zingelstr. 14, Meldorf

Eintritt: € 5,–

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen

Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Donnerstag, 23.5.19, 20 Uhr, Heiner Egge liest aus: „Winterreise in den Süden“

Die Liebesgeschichte von Doris und Klaus Groth

Heiner Egge kommt von Klaus Groth nicht los, aber in seinem neuen Buch hat er nun Frau Groth in den Mittelpunkt gestellt. Denn was wäre der Dichter ohne seine Frau? Die Reise geht nach Menton(e) an die französische Riviera. Dort verbrachten Klaus und Doris den Winter 1876/77. Keine heitere Zeit damals im Beau Rivage, eher von Sorgen und Melancholie gezeichnet. Ein stilles Abschiednehmen, denn Doris Groth, geb. Finke, Weinhändlerstochter aus Bremen, litt an einer Affektion der Lunge.

Egge hat diese Reise nachgezeichnet, ja, er ist selber ans Mittelmeer gereist, 142 Jahre später. Aus diesem Wechselspiel zwischen dem heutigen Erzähler und dem damaligen Geschehen entwickelt sich die Spannung des Romans. Ein Buch voller Begegnungen und mit einem überraschenden Ausgang.

Heiner Egge, 70, bittet Klaus Groth, 200, von seinem Denkmal herab.

Ort: „Traumausstatter“. Süderstr. 9, Meldorf

Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 5 Euro, im Vorverkauf 9 bzw. 4 Euro

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104

Veranstalter: Peter Panter Buchladen