Freitag, 17. April 2026, 20 Uhr, Manfred Schlüter liest aus: „Tanze nachts auf wilden Wellen“

Manfred Schlüter legt mit „Tanze nachts auf wilden Wellen“ einen neuen Gedichtband vor – diesmal ohne eigene Illustrationen, dafür aber kongenial vom Verlag mit einem magisch dunkel nachtblauen Umschlag ausgestattet, der in seinem helleren Feld wie in Kupfer gestochene Wellen andeutet, was im Innenteil zu den Überschriften der drei Teile und einem „Abgesang“ noch variiert wird.

Unter „Die toten Geister sind nicht tot“ versammeln sich pointiert skizzierte Erinnerungen an Menschen und ihre Eigenheiten, die sie im nordisch knappen Singsang sofort geradezu plastisch vor Augen und Ohren führen.

Bei „Bin Fisch jetzt unter Fischen“ wird in die Ich-Perspektive gewechselt, mal in die des Autors mal in die eines Tieres, das wie z.B. die Möwen auch im überzeugenden Sprachrhythmus Widerspruch wagt.

„In deinem Feuer möchte ich brennen“ heißt es zum fulminanten Ende hin, das die Schöpfungen von Flora und Fauna in vielen Nuancen feiert, von schwarzhumorig lakonisch, wenn nach idyllischer Reihung von Geräuschen als letztes die Säge kreischt, bis scheinbar unverbesserlich optimistisch, wenn allen ausgestorbenen Tierarten verkündet wird, dass die Zeiger der Weltenuhr zurückgedreht werden und so alles samt ihren ausgestorbenen Existenzen von vorn beginnen kann.

Veröffentlichte Schlüter bislang hauptsächlich für Kinder und Jugendliche oder auch All-Age-Titel, wendet er sich diesmal ausschließlich an Erwachsene. Denn als Ganzes handelt es sich bei diesem Gedichtband um ein Potpourri an Rückblicken, das nicht zuletzt auch älter und altgewordene Leser und Leserinnen ansprechen wird.

Mittlerweile über 70 Jahre alt hat er längst einen eigenen erkennbaren Ton gefunden, der auch ohne zusätzliche Illustrationen einen unangestrengt weise formulierten Metaphernreichtum ausbreitet und somit reich an Sprachbildern ist, die sich schnell im Gedächtnis der Leserschaft verhaken.

Alles zusammen Dichtkunst, die preiswürdig ist… Chapeau! (Ulrich Karger, Rezension für das Online-Rezensionenarchiv Büchernachlese, [Büchernachlese-Bestenliste 2025]).

 

Ort: Traumausstatter, Süderstraße 9, 25704 Meldorf

Eintritt: € 13,– / ermäßigt € 8,– , im Vorverkauf € 12,– bzw. € 7,–

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen

Veranstalter: Peter Panter Buchladen

 

Samstag, 2. Mai 2026, 10.30 Uhr, Lesevormittag

Für wen? Grundschulkinder im Alter von 6-11
Von wem? Wir sind vier Schülerinnen der 12. Klasse der Meldorfer Gelehrtenschule
Wieviel kostet es? Natürlich nichts! Dieses Projekt wird im Rahmen eines Lernens durch Engagement durchgeführt.
Wie lange geht es? Circa 1 Stunde

Ort: Pantiquariat im Peter Panter Buchladen

Samstag, 4. April 2026, 10.30 Uhr, Lesevormittag

Für wen? Grundschulkinder im Alter von 6-11
Von wem? Wir sind vier Schülerinnen der 12. Klasse der Meldorfer Gelehrtenschule
Wieviel kostet es? Natürlich nichts! Dieses Projekt wird im Rahmen eines Lernens durch Engagement durchgeführt.
Wie lange geht es? Circa 1 Stunde

Ort: Pantiquariat im Peter Panter Buchladen

Freitag, 27. März 2026, 19 Uhr, Die Stimme der Verantwortung. Siegfried Lenz und die Politik. Szenische Lesung von und mit Reiner Schleberger und Tom Wild

Siegfried Lenz´ großen literarischen Erfolgen »Deutschstunde« und »Heimatmuseum« ging ein umfangreiches und vielseitiges Schaffenswerk für das Radio voraus. Im Jahr 2024 erschienen endlich die größtenteils in den 1950er-Jahren entstandenen »Rundfunkstücke« in Buchform: drei Bände mit 150 Essays, Rezensionen, Features, Reiseberichten und Hörspielen. 2000 Seiten Text gingen aus der fünfjährigen Recherche des Medienhistorikers Hans-Ulrich Wagner hervor, die eine ganz neue Seite des Autors ans Licht bringt. Auch Lenz-Kenner können ihn hier noch mal neu entdecken. Die Beiträge, die er vor allem für den NDR verfasste, sind präzise beobachtet, satirisch zugespitzt und überraschend zeitkritisch. Vielerorts findet man in den Rundfunkmanuskripten bereits Spuren seiner späteren Werke. Hier zeigt sich Lenz als junger Literat, der sich begeistert mit gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Fragen auseinandersetzt. Zu seinem 100. Geburtstag, den Siegfried Lenz am 17. März 2026 gefeiert hätte, lesen Tom Wild und Reiner Schleberger eine abwechslungsreiche Auswahl aus den »Rundfunkstücken«. Reiner Schleberger und Tom Wild sind Schauspieler aus dem Schleswig-Holsteinischen Landestheater und Sinfonieorchester. Dithmarscher Landesmuseum, Domstraße 3, 25704 Meldorf Eintritt: € 13,00, ermäßigt € 8,00, im Vorverkauf € 12,00, ermäßigt € 7,00 Eine Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Schleswig-Holstein liest Siegfried Lenz“, gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Schleswig-Holstein und dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Schleswsig-Holstein. Veranstalter: Peter Panter Buchladen in Kooperation mit dem Literaturhaus Schleswig-Holstein, dem Schleswig-Holsteinischen Landestheater und mit Unterstützung des Kunstvereins Heide e.V. Copyright Fotos: Siegfried-Lenz-Stiftung, Thomas Wild und Henrik Matzen

Freitag, 6. März 2026, 20 Uhr, Florian Knöppler liest aus: „Mit dem ersten Licht“

Arne hat eine liebevolle Familie, gute Freunde und allen Grund, mit seinem Leben zufrieden zu sein. Und doch ist er in einer tiefen Einsamkeit gefangen. Erst als er die faszinierende Laura kennenlernt, gelingt es ihm, sich aus seinem Schneckenhaus zu befreien. Zum ersten Mal in seinem Leben spürt er echte Nähe. Doch er ahnt nicht, womit Laura zu kämpfen hat. So ist es fast zu spät, als Arne erkennt, dass nicht nur er auf Laura angewiesen ist, sondern auch sie seine Unterstützung braucht.

Florian Knöppler sagt zu seinem Roman: „Die Figuren arrangieren sich nicht damit, wenn sie Unglück erfahren, sie kämpfen und versuchen einander zu helfen. Ich möchte daran glauben, dass man vieles überwinden kann, dass ein gutes und oft glückliches Leben möglich ist, trotz der Dinge, die uns immer wieder zugemutet werden.“

Florian Knöppler erzählt einfühlsam vom Wunsch, Einsamkeit und Traurigkeit hinter sich zu lassen.

Florian Knöppler studierte Romanistik, Germanistik und Philosophie in Bonn und Bologna. Nach der anschließenden Ausbildung zum Redakteur arbeitete er für verschiedene Radio- und Fernsehsender und schrieb Zeitungsreportagen. Mittlerweile lebt er auf einem Hof in Schleswig-Holstein. Bislang sind die Romane „Kronsnest“, „Habichtland“ und „Südfall“ erschienen.

 

Dithmarscher Landesmuseum, Domstraße 3, 25704 Meldorf

Eintritt: € 13,00, ermäßigt € 8,00, im Vorverkauf € 12,00, ermäßigt € 7,00

Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Freitag, 20. Februar 2026, 20 Uhr, Kristof Magnusson liest aus: „Eine Reise ans Ende der Geschichte“

Der große Traum vom Abenteuer: Ein Spionageroman von Kristof Magnusson

Der große neue Roman von Kristof Magnusson erzählt von einer Zeit, als alles möglich erschien und doch vieles tragikomisch schief ging: Ein Doppelagent will in Kasachstan ein letztes großes Ding drehen, ein Dichter hofft auf das Abenteuer seines Lebens und eine Italienischlehrerin versucht, das Schlimmste zu verhindern.

Anfang der 90er Jahre ist die Welt eine Verheißung und Jakob Dreiser mittendrin: Der junge Dichter wird in Rom für sein Werk gefeiert, der Kalte Krieg ist endlich Geschichte und die russische Botschaft lädt zum Gartenfest mit Krimsekt und Piroggen. Die Welt strebt nach Frieden und Glück – und diesmal scheint sie es ernst zu meinen. Dieter Germeshausen dagegen kann sein Pech kaum fassen. Jahrelang war er Geheimdienstmitarbeiter und Doppelagent, nun muss er dringend untertauchen. Ausgerechnet jetzt, wo er zum ersten Mal verliebt ist. Germeshausen braucht einen Plan, so viel steht fest. Und er braucht Jakob Dreiser. Denn für seinen großen Coup gibt es keine bessere Tarnung als einen international gefeierten Dichter. Eine herrlich turbulente Geschichte über Sehnsüchte, Täuschungen und das Scheitern im Moment der vermeintlichen Freiheit. Kristof Magnusson verwandelt eine Zeit historischer Umbrüche in einen unvergleichlichen Abenteuerroman.

„Niemand versprüht so viel Optimismus und Heiterkeit wie Kristof Magnusson. Ein glänzender Erzähler, der seine Figuren liebt.“ Isabel Bogdan

„Im nächsten Leben werde ich Spionin! In der Zwischenzeit kann ich nur empfehlen, ›Eine Reise ans Ende der Geschichte‹ zu lesen. Klug, witzig, einfach toll!“ Caroline Wahl

„Wäre Kristof Magnussons Literatur ein Wetterphänomen, wären wir im April: erst Heiterkeit, dann ein Donner, dann Kälteeinbruch, und am Ende sitzt man da mit kurzen Ärmeln und findet es die fantastischste Zeit des Jahres.“ Saša Stanišić

Kristof Magnusson ist in Hamburg geboren, er schreibt Romane, Theaterstücke, übersetzt aus dem Isländischen und engagiert sich für Literatur in einfacher Sprache. Sein Theaterstück „Männerhort“ wurde mit Elyas M’Barek und Christoph Maria Herbst für das Kino verfilmt, 2023 wurde er mit dem Rom-Preis der Villa Massimo ausgezeichnet. Kristof Magnusson ist SPIEGEL-Bestsellerautor, zuletzt erschien sein gefeierter Roman »Ein Mann der Kunst«. Kristof Magnusson lebt in Berlin.

Ort: Ditmarsia, Süderstraße 16, 25704 Meldorf

Eintritt: € 13,– / ermäßigt € 8,– , im Vorverkauf € 12,– bzw. € 7,–

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen

Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Samstag, 7. Februar 2026, 10.30 Uhr, Lesevormittag

Für wen? Grundschulkinder im Alter von 6-11
Von wem? Wir sind vier Schülerinnen der 12. Klasse der Meldorfer Gelehrtenschule
Wieviel kostet es? Natürlich nichts! Dieses Projekt wird im Rahmen eines Lernens durch Engagement durchgeführt.
Wie lange geht es? Circa 1 Stunde

Ort: Pantiquariat im Peter Panter Buchladen

Samstag, 20. Dezember 2025, 15 Uhr, Lesenachmittag


Für wen? Grundschulkinder im Alter von 6-11
Von wem? Wir sind vier Schülerinnen der 12. Klasse der Meldorfer Gelehrtenschule
Wieviel kostet es? Natürlich nichts! Dieses Projekt wird im Rahmen eines Lernens durch Engagement durchgeführt
Wie lange geht es? Circa 1 Stunde

Anmeldung unter:

Freitag, 26. September 2025, 20 Uhr, Umes Arunagirinathan liest aus: „Grenzen akzeptieren wir nicht“

Foto: © Yvonne Schmedemann

Er nennt sich kurz „Dr. Umes“, floh mit zwölf Jahren unbegleitet vor dem Bürgerkrieg aus seiner Heimat Sri Lanka, studierte in Lübeck Medizin und ist Herzchirurg in Bremen. Gemeinsam mit der im März verstorbenen Hamburger Autorin Peggy Parnass hat er ein Buch geschrieben: „Grenzen akzeptieren wir nicht“.

Umes Arunagirinathan und Peggy Parnass trennten fünfzig Lebensjahre, die Hautfarbe, das Geschlecht und auch sonst eine ganze Menge. Doch entscheidend ist, was sie verband. Beide erlebten die tiefgreifende Erfahrung von Flucht und Vertreibung. Peggy wurde von ihrer Mutter 1939 auf einem Kindertransport nach Schweden geschickt, um sie vor der NS-Verfolgung zu retten. Umes kam als 13-jähriger unbegleiteter Flüchtling aus Sri Lanka nach Deutschland. Bei beiden verursacht dieses Schicksal viel Leid, aber löst auch den tiefen Wunsch aus, die Welt besser zu machen. Statt zu resignieren, widmen sie ihr Leben dem Kampf gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung, Ausbeutung und Diskriminierung. Aus Peggy Parnass‘ zahlreichen Texten und den Begegnungen mit Umes Arunagirinathan ist das Porträt zweier außergewöhnlicher Lebenswege entstanden, das Perspektiven beider Generationen auf zentrale Themen wie Freundschaft, Hass, Mut, Fremdsein und Identität eröffnet.

 

Dr. med. Umes Arunagirinathan hat nach seiner Flucht eine neue Heimat in Hamburg gefunden. Er studierte Medizin in Lübeck, war Assistenzarzt am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und ist heute Facharzt für Herzchirurgie. Seine Bücher zu gesellschaftspolitischen und medizinischen Themen sind Bestseller. Er ist beliebter Gast in Talkshows und bei Lesungen.

„Umes ist der Tollste, ein ganz toller Chirurg. Er hat dermaßen viel zu erzählen. (…) Ein positives Kerlchen, dermaßen freundlich & mit sonniger Ausstrahlung. Er ist ein so tolles Vorbild für viele. Wenn er schon in Deiner Nähe ist, geht’s Dir gut. Er hat das gewisse Etwas. Er ist ein Botschafter.“ (Anke Engelke)

 

Ort: Ditmarsia, Süderstraße 16, 25704 Meldorf

Eintritt: € 13,00, ermäßigt € 8,00, im Vorverkauf € 12,00, ermäßigt € 7,00

Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Freitag, 15. August 2025, 19 Uhr, Elin Anna Labba liest aus: „Das Echo der Sommer“

Foto: © Erik Abel

Vor einem Panorama überwältigender Natur – drei unnachgiebige Frauen einer sámischen Familie kämpfen um ihre Heimat

Jedes Jahr im Frühling kehren sie nach dem Winter in ihr „Sommerland“ am See im Nordwesten Schwedens zurück. Doch in diesem Frühjahr ist alles anders: Als die dreizehnjährige Iŋgá mit den Rentieren, Mutter und Tante das Tal erreicht, ist ihr Dorf versunken. Birken, Hütten, das Hab und Gut der Familie und vor allem das Grab des Vaters – alles unter Wasser, rücksichtslos geopfert für die Wasserkraftproduktion und den Profit der Städte im Süden. Es beginnt ein jahrzehntelanger Kampf gegen die Mächtigen des Landes, der nicht nur die drei Frauen, sondern das ganze sámische Dorf vor eine Zerreißprobe stellt.

Elin Anna Labba erzählt die weitgehend unbekannte Geschichte ihrer Gemeinschaft und schafft ein unvergessliches Zeugnis für das Recht auf Selbstbestimmung und die tiefe Verbundenheit von Mensch und Natur. Ein hochaktueller Roman von ungeheuer erzählerischer Kraft.

Elin Anna Labba ist 1980 im nordschwedischen Kiruna geboren, sie ist eine schwedisch-sámische Journalistin und Autorin. Sie studierte Journalistik an der Universität Göteborg, bevor sie 2020 ihr erstes Buch zur Zwangsumsiedlung der Sámi schrieb, um die eigene Familiengeschichte besser zu verstehen. In der Kategorie Sachbuch gewann sie damit den wichtigsten schwedischen Buchpreis, den August-Preis, sowie 2021 den renommierten Norrlands-Literaturpreis. „Das Echo der Sommer“ ist ihr erster Roman. Elin Anna Labba arbeitet heute für das sámische Schriftstellerzentrum Tjállegoahte und lebt in Jokkmokk.

 

Ort: Ditmarsia, Süderstraße 16, 25704 Meldorf

Eintritt: € 13,– / ermäßigt € 8,– , im Vorverkauf € 12,– bzw. € 7,–

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen

Veranstalter: Peter Panter Buchladen und Kunstverein Heide in Kooperation mit dem Literaturhaus Schleswig-Holstein im Rahmen des Literatursommers 2025.