Montag, 12.8.19, 19 Uhr, Nina Lykke liest aus „Aufruhr in mittleren Jahren“

Ingrid und Jan sind rund fünfzig und seit fünfundzwanzig Jahren verheiratet. Sie leben in einem Vorort von Oslo, sie ist Lehrerin, er Ministerialbeamter, vor kurzem wurde er befördert. Es geht ihnen gut, aber ihr Leben gerät aus dem Ruder.
Ingrid erträgt die Motivationsgespräche des Rektors, wäscht zuhause die Unterhosen ihrer fast erwachsenen Jungs und fühlt sich für alles verantwortlich. Seit einer Weile überkommen sie Mordgelüste.
Jan schlittert derweil in eine Affäre mit der jüngeren Arbeitskollegin Hanne.

Mit grandioser Beobachtung, Verve und bösem Witz erzählt Nina Lykke von Versuchungen, von täglicher Überforderung und von einem Familienzerfall im Schleudertempo.

Wenn man Antennen für das Satirische und die Sorgen des wohlhabenden Mittelstands hat, dann ist „Aufruhr in mittleren Jahren“ mit seiner glasscherbenklaren Sprache ein geradezu entspannendes Buch. Nina Lykke stellte ihm ein Zitat des schwedischen Ministerpräsidenten Tage Erlander von 1956 voran: „Es gibt eine Unzufriedenheit, die ich die Unzufriedenheit der hohen Erwartungen nennen möchte.“

Matthias Hannemann, FAZ

Man kann Aufruhr in mittleren Jahren als Mixtur von Wohlbekanntem mit einem dem neuen Zeitgeist von Entschleunigung, „Flow“ und Achtsamkeit geschuldeten Seitenblick lesen. Lykke lässt ihren Figuren viel Raum und den Lesern Zeit, ihre unterschiedlichen Gemütszustände und Handlungsmotivationen nachzuvollziehen.

Liane Schüller, Literaturkritik.de

Nina Lykke wurde 1965 geboren. Ihr Debüt Orgien, og andre fortellinger (2010) war für den norwegischen Jugendkritikerpreis nominiert. Ihren Durchbruch hatte Lykke mit ihrem Roman Aufruhr in mittleren Jahren (2016), der in Norwegen eines der am meisten besprochenen Bücher des Jahres war, den norwegischen Jugendkritikerpreis gewann und in Norwegens größtem Bücherklub zum Buch des Monats gekürt wurde.

Ort: Altes Rathaus, Enge Str. 5, Garding

Eintritt: € 7,–.

Veranstalter: Förderverein für Kunst und Kultur Eiderstedt e.V. in Kooperation mit dem Literaturhaus Schleswig-Holstein, Büchertisch: Peter Panter Buchladen

Der Literatursommer Norwegen 2019 wird gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Schleswig-Holstein, vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein und von Norwegian Literature Abroad (Frankfurter Buchmesse 2019 Norway Guest of Honour).

Freitag, 20.9.19, 20 Uhr, Birgit Vanderbeke spricht über: Fermentieren. Von chemischen, ökologischen, kulinarischen, politischen und sozialen Gärprozessen

Birgit Vanderbeke, geboren 1956 im brandenburgischen Dahme, lebt im Süden Frankreichs. Für „Das Muschelessen“ wurde sie mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Daneben erhielt sie u.a. den Kranichsteiner und den Solothurner Literaturpreis sowie den Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster. Zuletzt erschien von ihr „Alle, die vor uns da waren“, das sie Anfang 2019 auch in Meldorf vorstellte.


Birgit Vanderbeke lebt und kocht und isst seit Jahrzehnten in Südfrankreich (Okzitanien) – und schreibt auch darüber.

Fast ebenso lange kennt sie Meldorf und die hiesige Kohl- und Sauerkraut-Tradition, über die sie ebenfalls schon geschrieben hat.

Birgit Vanderbeke wird von chemischen, ökologischen, kulinarischen, politischen und sozialen Gärprozessen sprechen, wie sie diese in Frankreich und Deutschland wahrnimmt und erlebt.

 

Anhand des Fermentierens wird deutlich, welche Auswirkungen die Art der Lebensmittelzubereitung auf unser Leben hat. Beim Fermentieren entsteht Unabhängigkeit, da man ohne zu kochen – also komplett stromfrei – und ohne irgendwelche Zusatzkosten Lebensmittel konservieren kann, ohne dass diese an Nährwert verlieren, im Gegenteil, sie gewinnen durch diese Methode noch erheblich.

Und wenn man etwas auf gesunde und wohlschmeckende Weise konservieren kann, ohne dass es etwas kostet, macht das natürlich unabhängig vom Kaufen–Müssen: Einmal eingemacht bietet der Keller: Kimchi oder diverses Sauerkraut (sehr hübsch ist eine Mischung aus Weiß- und Rotkohl – die „Choucroute Rosée“), Sellerie, Karotten oder Rettich. Das heißt, man ist auf der Stelle nicht mehr der „ideale“ Konsument, zumal man sehr schnell merkt, wie unangenehm einkaufen ist.

Mit den fermentierten Fruchtkefir-Limonaden ist es eher noch drastischer, weil im Haushalt die Plastikflaschen entfallen, also geht auch die Müllmenge gewaltig herunter.

Birgit Vanderbeke berichtet auch von der französischen Null-Abfall-Bewegung, in der tatsächlich fermentiert wird, was das Zeug hält. Auch Zahnpasta, Rasiercreme und Waschpulver wird selber hergestellt. Die Franzosen sind da wieder lustvoller und subversiver dabei als die Deutschen, deren grüne Tradition eher protestantisch ist, also weniger vergnügt, weil es doch immer ein bisschen wehtun muss.

Wieviel Lebensfreude es dagegen macht, seine eigene (zuckerfreie und noch dazu gesunde) Limonade zu brauen und koreanisches Sauerkraut einzulegen, kann man am 21.9. im Workshop erleben.

Ort: „Traumausstatter“. Süderstr. 9, Meldorf

Eintritt: Vortrag: € 10,–, ermäßigt 5,–, im Vorverkauf: € 9,–, ermäßigt 4,–, Workshop: € 5,–.

Veranstalter: Peter Panter Buchladen mit Unterstützung der Stadt Meldorf und der Quinzaine Franco-allemande d‘Occitanie.

Mittwoch, 31.7.19, 19 Uhr, Tomas Espedal liest aus: „Bergeners“ (im Rahmen des Literatursommers Schleswig-Holstein)

Lesung der deutschen Texte von Werner Klockow. Sigrid Engeler übersetzt.

Wie in seinen bisher auf Deutsch erschienenen Prosawerken „Wider die Natur“, „Wider die Kunst“ und „Gehen“ verdichtet Tomas Espedal auch in „Bergeners“ mit großer literarischer Intensität spannende Einblicke in sein Leben.

Bergeners ist eine ungewöhnliche Liebeserklärung an den zwischen Bergen und Fjorden gelegenen Heimatort Tomas Espedals. Die Erzählung beginnt im extravaganten The Standard Hotel in New York und endet im Berliner Askanischen Hof, denn immer wieder versucht Tomas Espedal zu fliehen: vor dem Trubel um seine Person nach dem Erscheinen der Bücher Karl Ove Knausgårds, dessen literarischer Lehrer und Weggefährte er ist, vor der Einsamkeit, nachdem seine Freundin ihn verließ, vor sich selbst.

Jedoch zieht es ihn immer wieder in seinen Heimatort, den Ort, an dem seine Erinnerungen verwurzelt sind, zurück nach Bergen. Intim und unmittelbar wie noch nie, erzählt er von seinem wilden und poetischen Leben.

»Seine klare präzise Prosa hat etwas seltsam Berauschendes und macht Lust auf das wilde poetische Leben, von dem dieser außergewöhnliche Dichter in jedem seiner Bücher erzählt.«
Andrea Gerk, ndr.de

Tomas Espedal ist 1961 in Bergen geboren und gab sein literarisches Debüt 1988 mit dem Roman En vill flukt av parfymer (Eine wilde Flucht vor dem Parfüm). Seither veröffentlichte er zahlreiche, mit vielen Preisen ausgezeichnete Romane und gilt neben seinem Freund Karl Ove Knausgård als einer der wichtigsten Schriftsteller Skandinaviens.

Ort: „Ditmarsia“, Süderstr. 16, Meldorf

Eintritt: € 10,– / ermäßigt € 5,– , im Vorverkauf € 9,– bzw. € 4,–

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen

Veranstalter: Peter Panter Buchladen und Kunstverein Heide in Kooperation mit dem Literaturhaus Schleswig-Holstein

Der Literatursommer Norwegen 2019 wird gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Schleswig-Holstein, vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein und von Norwegian Literature Abroad (Frankfurter Buchmesse 2019 Norway Guest of Honour).

Freitag, 21.6.19, 20 Uhr, Feridun Zaimoglu liest aus: „Die Geschichte der Frau“ (in Kooperation mit der Textfabrique51)

Der Schriftsteller Feridun Zaimoglu zu Gast in der WDR Sendung «WestArt live» am 27.03.2017 in Köln (Nordrhein-Westfalen). Foto: Horst Galuschka/dpa | Verwendung weltweit

Ein literarisches Abenteuer, ein großer Gesang, ein feministisches Manifest: Feridun Zaimoglus neuer Roman ist ein unverfrorenes Bekenntnis zur Notwendigkeit einer neuen Menschheitserzählung – aus der Sicht der Frau.

Dieses Buch erzählt eine unerhörte Geschichte. Es lässt zehn außerordentliche Frauen zur Sprache kommen vom Zeitalter der Heroen bis in die Gegenwart. Es sind Menschen, deren Sicht auf die Dinge nicht überliefert wurde. Weil Männer geboten, die Wahrheit tilgten und die Lüge zur Sage verdichteten. Diesen Frauen war es vorbehalten, schweigend unsichtbar zu bleiben oder dekorativ im Bild zu stehen. Doch nun sprechen sie – klar und laut, wie eine abgefeuerte Kugel.

Feridun Zaimoglu zeigt sich in seinem neuen Roman erneut als ein Meister der Vielstimmigkeit. Was ihm dabei gelingt, ist ein regelrechtes Wunder. Die Figuren dieses Buches klingen nicht nur lebendig – sie werden es: von Antigone über Judith bis Valerie Solanas. Kraftvoll, poetisch und subversiv. Kein Friedensangebot. Keine Schmeichelei. Tabula Rasa!

Feridun Zaimoglu ist 1964 im anatolischen Bolu geboren, lebt seit seinem sechsten Lebensmonat in Deutschland. Er studierte Kunst und Humanmedizin in Kiel und schreibt für Die Welt, die Frankfurter Rundschau, Die Zeit und die FAZ. 2002 erhielt er den Hebbel-Preis, 2003 den Preis der Jury beim Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt und 2005 den Adelbert-von Chamisso-Preis. Zahlreiche weitere Preise folgten, u.a. der Grimmelshausen-Preis (2007), der Corine-Preis (2008), der Jakob-Wassermann Literaturpreis (2010) sowie der Preis der Literaturhäuser (2012). 2016 erhielt er den Berliner Literaturpreis sowie die Ehrenprofessur des Landes Schleswig-Holstein.

Ort: „Ditmarsia“, Süderstr. 16, Meldorf

Eintritt: € 10,– / ermäßigt € 5,– , im Vorverkauf € 9,– bzw. € 4,–

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen

Veranstalter: Peter Panter Buchladen und Textfabrique51

Mittwoch, 5.6.19, 19.30 Uhr, Werner Hajek liest aus „Bernsteinjäger“

Entscheidend ist, dass man in diesen Momenten das Glück erkennt. Dass man dann den Mut hat, den alten Pfad zu verlassen, ohne zu wissen, wo es hingeht.“ (Knut Rudloff)

Schon als Kind hat sich Knut Rudloff mit dem Bernsteinvirus infiziert, der Leidenschaft für das „Gold des Nordens“. Aus der Faszination für das magische Material werden Beruf und Berufung. Bei der Jagd nach den schönsten Steinen und dem elegantesten Schmuck trifft der erfolgreiche Bernsteinhändler auf gewiefte Kollegen und geniale Designer, auf Schmuggler und Diebe, auf Glücksritter und Wissenschaftler. Und am Ende des Weges steht die Begegnung mit sich selbst und mit dem, was wirklich wichtig ist.

Mit Empathie, Humor und Nachdenklichkeit erzählt uns der Journalist Werner Hajek von den Stationen eines bewegten, manchmal abenteuerlichen Lebens.

 

Werner Hajek ist freier Journalist und beschäftigt sich mit den Themen PR, Soziales, Kultur, Tourismus und Lokales an der Westküste. Er hat lange Zeit in Dithmarschen gelebt und dabei auch Knut Rudloff kennengelernt.

 

Ort: Kulturkneipe Bornholdt, Zingelstr. 14, Meldorf

Eintritt: € 5,–

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen

Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Donnerstag, 23.5.19, 20 Uhr, Heiner Egge liest aus: „Winterreise in den Süden“

Die Liebesgeschichte von Doris und Klaus Groth

Heiner Egge kommt von Klaus Groth nicht los, aber in seinem neuen Buch hat er nun Frau Groth in den Mittelpunkt gestellt. Denn was wäre der Dichter ohne seine Frau? Die Reise geht nach Menton(e) an die französische Riviera. Dort verbrachten Klaus und Doris den Winter 1876/77. Keine heitere Zeit damals im Beau Rivage, eher von Sorgen und Melancholie gezeichnet. Ein stilles Abschiednehmen, denn Doris Groth, geb. Finke, Weinhändlerstochter aus Bremen, litt an einer Affektion der Lunge.

Egge hat diese Reise nachgezeichnet, ja, er ist selber ans Mittelmeer gereist, 142 Jahre später. Aus diesem Wechselspiel zwischen dem heutigen Erzähler und dem damaligen Geschehen entwickelt sich die Spannung des Romans. Ein Buch voller Begegnungen und mit einem überraschenden Ausgang.

Heiner Egge, 70, bittet Klaus Groth, 200, von seinem Denkmal herab.

Ort: „Traumausstatter“. Süderstr. 9, Meldorf

Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 5 Euro, im Vorverkauf 9 bzw. 4 Euro

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104

Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Freitag, 17.5.19, 20 Uhr, Moritz Kirsch liest Sarah Kirsch

Sarah Kirsch

Sarah Kirsch

Wir freuen uns, dass Moritz Kirsch aus Texten seiner Mutter Sarah Kirsch lesen wird. Am 16.4.2019 hätte Sarah Kirsch ihren 84.Geburtstag gefeiert. Wir feiern diesen Geburtstag mit einer Lesung von Moritz Kirsch nach!

Sarah Kirsch wurde 1935 in Limlingerode im Norden Thüringens als Ingrid Bernstein geboren und wuchs in Halberstadt auf. Nach Abschluss ihres Biologiestudiums in Halle studierte sie Literatur am Johannes R. Becher Institut in Leipzig.
Ihre ersten Gedichte veröffentlichte sie gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Lyriker Rainer Kirsch, mit dem sie von 1960 bis 1968 verheiratet war. Nach der Scheidung zog Kirsch nach Ost-Berlin, 1969 kam ihr Sohn Moritz zur Welt kam (Vater: Karl Mickel).
Schon 1960 nahm sie das Vornamen-Pseudonym Sarah an, um damit gegen die Verfolgung und Massenvernichtung der Juden in der Nazizeit zu protestieren. Wegen ihres Protestes gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann wurde sie 1976 aus der SED und dem Schriftstellerverband der DDR ausgeschlossen und von der Staatssicherheit observiert. Ein Jahr danach folgte ihre Ausbürgerung, sie zog mit ihrem Sohn Moritz nach West-Berlin, wo sie als Journalistin, Hörfunkmitarbeiterin und Übersetzerin arbeitete. Später lebte sie als freie Schriftstellerin und Malerin in Schleswig-Holstein bis zu ihrem Tod im Jahr 2003.

Moritz Kirsch, 1969 in Ostberlin geboren, mit der Mutter 1977 übergesiedelt nach Westberlin und 1983 nach Tielenhemme gezogen, hat nach dem Magisterstudium der Nordistik, Friesistik und Neueren Deutschen Literaturwissenschaft an der Universität Kiel als Übersetzer , Herausgeber und freiberuflicher Lektor gearbeitet und lebt seit 2007 wieder in Tielenhemme.

Ort: „Ditmarsia“, Süderstr. 16, Meldorf

Eintritt: € 10,– / ermäßigt € 5,– , im Vorverkauf € 9,– bzw. € 4,–

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen

Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Sonnabend, 4.5.19, 20 Uhr, Andreas Heineke liest aus: „ Versuchung à la Provence“

Andreas HeinekeAuf Einladung des Peter Panter Buchladens stellt Andreas Heineke seinen neuen Kriminalroman „Versuchung à la Provence“ am Samstag, den 4.5.2019, um 20°° Uhr im Bornholdt vor.

Es ist eine Premierenlesung, die auch entsprechend gefeiert wird.
Endlich Frühjahr in der Provence. In den malerischen Orten im Luberon bereiten sich die Restaurants auf die Touristenströme vor, da macht eine Schreckensmeldung die Runde: Fünf abgetrennte Finger wurden an Starköche verschickt, die allesamt einer Gourmet-Bruderschaft angehören. Ohne Rücksicht auf den Tierschutz kochen deren Mitglieder barbarisch zubereitete Menüs für die Oberschicht. Die örtlichen Tierschutzorganisationen kämpfen seit Jahren gegen die Männer, doch morden sie auch für ihre Überzeugung? Dorfgendarm Pascal Chevrier muss in einem Fall ermitteln, der bis weit in die Anfänge der Gourmetküche zurückreicht.

Den Ort der Handlung hat Andreas Heineke bewußt gewählt. Seit Jahren verbringt er so viel Zeit wie möglich in der Provence.

 

Andreas Heineke hat jahrelang in der Musikbranche und fürs überregionale Fernsehen gearbeitet.

Seit 2012 arbeitet er vor allem als Fernsehjournalist beim NDR, „eine schöne, aber zeitraubende Arbeit“. Er drehte zum Beispiel am 23.4.2012, am internationalen Welttag des Buches, einen Film über den Peter Panter Buchladen anlässlich einer Lesung mit Frank Schulz.

2012 erschien sein erstes Sachbuch über das Hamburger Kinderhospiz Sternenbrücke „Ein Regenbogen zu den Sternen“.

Sein Roman „Der Sound der Provence“ erschien im gleichen Jahr und 2015 das Buch „Sie haben ihr Baby am Airport vergessen“ in Kooperation mit Maryam Komeyli. 2016 verfasste er zusammen mit Vera Kaesemann „Liebe kälter als der Tod – Einem Narzissten verfallen“.

Andreas Heineke lebt mit seiner Familie in Dithmarschen.

Ort: Kulturkneipe Bornholdt, Zingelstr. 14, 25704 Meldorf

Eintritt: € 10,– / ermäßigt € 5,– , im Vorverkauf € 9,– bzw. € 4,–

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen

Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Sonnabend, 27.4.19, 20 Uhr, Jazz & Crime: Henrik Siebold und Thomas Nintemann

Ein musikalischer Krimi-Abend mit Henrik Siebold und Thomas Nintemann (Saxophon).

Diesmal scheinen die Dinge klar zu sein: Ein junger Mann hat eine Frau auf einem Hamburger S-Bahnhof vor einen Zug gestoßen. Die Suche nach dem Motiv führt in die Welt der Manga – also der ideale Fall für Kenjiro Takeda, japanischer Inspektor und zur Zeit als Hospitant bei der Hamburger Mordkommission.

Dann aber zieht der siebzehnjährige Simon sein Geständnis zurück und der Inspektor und seine deutsche Kollegin Claudia Harms müssen ihn wieder gehen lassen. Doch wo immer der Junge auftaucht, passieren weitere Todesfälle… ist am Ende doch alles anders und die beiden Ermittler sind einer politischen Intrige auf der Spur?

Inspektor Takeda ist einer der interessantesten Ermittler, die im Moment in der deutschen Krimiszene unterwegs sind, urteilte die Berliner Buchhändlerin und Krimi-Expertin Cornelia Hüppe.

Der japanische Ermittler ist nicht nur ein umsichtiger Kriminalist, sondern dazu auch Meister der Teezeremonie, Kampfkünstler und leidenschaftlicher Jazz-Saxophonist. Die Hamburger „Welt“ fand den dritten Fall des Polizistengespanns Takeda/Harms „so spannend, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag.“

Und die Stuttgarter Zeitung lobte besonders den Zusammenprall der deutschen und japanischen Kultur, der in den inzwischen drei Takeda-Romanen auf oft amüsante Art geschildert wird.

Henrik Siebold ist Schriftsteller aus Hamburg, der viele Jahre in Japan gelebt hat. Unter verschiedenen Pseudonymen hat er zahlreiche Erwachsenenromane und Jugendbücher geschrieben.

Die Lesung wird von Thomas Nintemann am Saxophon begleitet. Der Hamburger Rechtsanwalt und Musiker ist dem Jazz seit über 30 Jahren in verschiedenen Formationen verbunden, hat sich unter anderem bei Jiggs Wigham und Karolina Strassmayer fortgebildet. Aktuell setzt er sich auf dem Tenor- und dem Sopransax intensiv mit der Musik von John Coltrane auseinander – und ist damit ganz auf den Spuren von Inspektor Takeda, der ebenfalls ein glühender Coltrane-Verehrer ist.

 

Kultur.Wind.Mühle, Süder-Kirchweg 2a, 25704 Nordermeldorf (Thalingburen)

Eintritt € 15,–, Mitglieder 10,–.

Veranstalter: jazzcoast.di, Dithmarscher Jazzinitative e.V.

Vorverkauf: Tel. 04832 – 6000832

Sonnabend, 30.3.19, 20 Uhr, Judith Arlt & Boris Guckelsberger: „Hooger Nüsse“

Judith Arlt liest aus „Hooger Nüsse“ – Boris Guckelsberger umspielt auf der Gitarre mit feurigen spanischen Klängen.

Eine Hallig ist eine Marschinsel. Nicht oder nur wenig geschützt, wird sie bei Sturmflut überschwemmt. Dann ist Landunter – im wahrsten Sinne des Wortes. Hooge ist die zweitgrößte der zehn Halligen im Nordfriesischen Wattenmeer und als einzige von einem Steindeich umgeben. Alle 100 Meter haben die Deicharbeiter eine Nummer in den Stein gemeißelt, 110 insgesamt.

Diesem Rhythmus folgt die Erzählerin und Protagonistin. Sie ist von Beruf Aerokartografin und hat ihre Dunkelkammer im Taunus für unbestimmte Zeit verlassen. Ihr geschultes Auge sieht die Landschaft, die Menschen und ihre Beziehungen als geometrisches Muster im Auf und Ab der Tide. Als die Zeitläufte auch noch eine afghanische Familie nach Hooge bringen, prallen mehrere Welten aufeinander – im Kopf und in der Wirklichkeit. Menschen aus den Bergen und der Wüste treffen auf das Wasser und die Hooger.

Ein außergewöhnlicher Text – streng strukturiert in einzelnen literarischen Schritten. Jede der 110 Textseiten besteht aus 100 Wörtern, jedes Wort entspricht genau einem Meter auf der Deichlinie rund um die Hallig Hooge.

Judith Arlt ist geboren in Liestal, Schweiz. Studierte Slavistik und Germanistik. Lebte und arbeitete lange in Warschau und Berlin, heute in Meldorf am Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer. War 2016 Halligschreiberin auf Hooge. Sie schreibt, spricht, denkt, träumt und veröffentlicht in deutscher und polnischer Sprache.

Boris Guckelsberger studierte Konzertgitarre, Komposition und Musiktheorie. Neben seinen Konzertauftritten arbeitet der Gitarrist mit verschiedenen Verlagen und dem NDR zusammen und ist an der Dithmarscher Musikschule als Gitarrenlehrer sowie in der studienvorbereitenden Ausbildung tätig.  In seinen Konzertprogrammen verbindet er die Leidenschaft und Ausdruckskraft solistischer Flamencomusik mit der Tiefe und Tonschönheit der klassischen Konzertgitarre. Dabei spannt Guckelsberger einen Bogen um verschiedenste Stile von Flamenco, Tango, zeitgenössischer Musik über Romantik und Klassik bis zum Barock.  Sein Wissen um Struktur und Dramaturgie der Musik macht er sich bei der Interpretation der Werke zunutze und vermittelt es unmittelbar und mitreißend an das Publikum.

30. März 2019, 20 Uhr

Ort: „Traumausstatter“. Süderstr. 9, Meldorf

Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 5 Euro, im Vorverkauf 9 bzw. 4 Euro

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104

Veranstalter: Peter Panter Buchladen