Freitag, 30. Oktober 2026, 19.30 Uhr, Mien Dörp, mien Stadt, mien Viddel. Plattdüütsch in Wöör un Leder

Ein plattdeutscher Abend mit Geschichten, Gedichten und Liedern, die vom Gefühl, zu Hause zu sein erzählen. Zu Hause sein – wo, wie und wann? Op Platt haben sich Autorinnen und Autoren dazu Gedanken gemacht – darunter Preisträgerinnen und Preisträger im Rahmen des plattdeutschen Literaturwettbewerbs „Vertell doch mal“.

Felicitas Schröder, Thorsten Frank, Hein Hansen und Heiko Thomsen sind an diesem Abend mit ihren Kurzgeschichten aus der Anthologie „Mein Dorf, meine Stadt, mein Viertel – hier ist mein Herz zu Hause“ zu hören. Rainer Martens liest „Nix för swache Nerven“ aus der Vertell-doch-mal-Anthologie „Tohuus“, Marion Galinowski – als native speaker op Platt – stellt ihre Betrachtung „Mien Seen-Sucht“ vor.

Musikalisch umrahmt wird die Lesung vom Duo Liekedeeler – das sind Thorsten Frank und Melany Preiß – sowie von Rainer Martens mit plattdeutschen Songs zur Gitarre.

Es moderieren Ellen Balsewitsch-Oldach und Dirk-Uwe Becker von der textfabrique51.

Ort: Ditmarsia, Süderstraße 16, 25704 Meldorf

Eintritt: € 10,–, € 5,– für Kinder und Jugendliche (bis 18) oder Dauerkarte Literaturtreiben € 50,–

Vorverkauf: Peter Panter Buchladen oder Tourist-Information Mitteldithmarschen

Veranstalterin: Bürgerverein Meldorf e.V.

Foto: elbaol Verlag

Sonnabend, 31. Oktober 2026, 19.30 Uhr, Kristine Bilkau liest aus „Halbinsel“

Nur einen Sprung nach Norden, eben über die Eider, liegt die „Halbinsel“, die dem Roman von Kristine Bilkau ihren Namen gegeben hat. Dorthin zieht es eine junge Frau, die von einem Schwächeanfall jäh aus ihrem Alltag katapultiert wird, zurück zu Elternhaus und Mutter.

Viel länger als geplant wird sie dort bleiben – und am Ende nichts so zurück lassen, wie es war. In knappem, fast protokollierenden Ton erzählt Bilkau ihre Geschichte von der Begegnung zweier Generationen, die täuschend beiläufig beginnt und doch zielstrebig auf große Fragen der Zeit zusteuert. Gibt es ein Ende der Fürsorge und ein Recht auf Freiheit für Mütter? Wieviel Verantwortung tragen wir am Zustand dieser Welt? Was braucht es, um ein sinnstiftendes, erfülltes Leben führen zu können?

Kristine Bilkau verhandelt diese Themen in einer solchen Tiefe, dass der Roman sowohl als „Klimaroman“ wie als Generationengeschichte gelesen werden kann.

Kristine Bilkau, 1974 geboren, ist an der Elbe in Schleswig-Holstein aufgewachsen.

Ihr Großvater war Wattführer. Sie lebt heute mit ihrer Familie in Hamburg. Für „Halbinsel“ hat Bilkau 2025 den Belletristik-Preis der Leipziger Buchmesse erhalten. Im NDR wurde der Roman zum „Buch des Jahres“ gewählt.

Ort: Ditmarsia, Süderstraße 16, 25704 Meldorf

Eintritt: € 10,–, € 5,– für Kinder und Jugendliche (bis 18) oder Dauerkarte Literaturtreiben € 50,–

Vorverkauf: Peter Panter Buchladen oder Tourist-Information Mitteldithmarschen

Veranstalterin: Bürgerverein Meldorf e.V.

Foto: Thorsten Kirves

Freitag, 6. November 2026, 20.°° Uhr, Selim Özdogan liest aus: „Ihr kriegt uns hier nicht raus“

Lesung mit musikalischer Begleitung

Selim Özdogans neuer Roman erzählt die Geschichte einer kurdisch-türkischen Familie, die im Köln der frühen 80er-Jahre in ein besetztes Haus zieht. Baran wächst in einer Welt der Gegensätze auf. Sein Vater Merter arbeitet auf dem Bau, doch den Blaumann tauscht er freitagabends gegen die dunkelgrüne Schlaghose. Seine Großmutter Berfin spricht nur Kurdisch, aber versteht sich mit allen. Seine Mutter Damla denkt an die Berge, als sie zum ersten Mal das Meer sieht. Als Familie Konak ausgerechnet in ein besetztes Haus zieht, prallt ihre Welt auf alternative Lebensentwürfe. Zwischen Plenum, Demos und Häuserkampf entsteht eine Gemeinschaft, die es eigentlich nicht geben dürfte. Wie lange das gutgeht? Bis es ums Geld geht, denn spätestens dann hört jeder auf, ein Held zu sein.

Die Musikerin Dila Yavuz interpretiert zentrale Songs aus dem Buch und setzt am Klavier Akzente, sodass Literatur und Klang zu einem Gesamterlebnis verschmelzen.

Ein Abend über Herkunft, Widerstand, Musik und Zusammenhalt.

Selim Özdogan, geboren 1971, hat seit seinem Debütroman „Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist, zahlreiche Romane, Erzählungen und Hörbücher veröffentlicht. Er hat dafür verschiedene Preise erhalten, 2016 wurde er zum Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb eingeladen.

Sich beschreibt er so: „Ich habe viel auf Bühnen gelesen, viel Musik gehört und viel Yoga gemacht.“

Ort: Ditmarsia, Süderstraße 16, 25704 Meldorf

Eintritt: € 10,–, € 5,– für Kinder und Jugendliche (bis 18) oder Dauerkarte Literaturtreiben € 50,–

Vorverkauf: Peter Panter Buchladen oder Tourist-Information Mitteldithmarschen

Veranstalterin: Bürgerverein Meldorf e.V.

Foto: Lucie Ella

Sonnabend, 7. November 2026, 19.30 Uhr, Teodora Thoma: New Adult – Was ist das eigentlich?

Lesung und Diskussion

Der schwächelnde Buchmarkt kann sich seit zwei, drei Jahren über Rettung von unerwarteter Seite freuen: viele, meist sehr junge Frauen finden es wieder cool, Bücher zu lesen und zu sammeln. Der Stoff, den sie verschlingen, wird als „New Adult“ und „Romance“ bezeichnet. Was sind das für Geschichten, die zwischen den meist sehr aufwendig gestalteten Buchdeckeln stecken?

Was haben sich AutorInnen und LeserInnen im Netz zu erzählen? Warum enthalten Bücher Triggerwarnungen?

Um dem Reiz dieser Gattung auf die Spur zu kommen, wird die junge Autorin Teodora Thoma Kostproben aus ihrer druckfrischen Neuerscheinung „The Secret Identity of a Broken Girl“ geben. Im Anschluss an die Leserunde sind LeserInnen zum Austausch mit der Autorin und ihrer Lektorin Anne Rudolph eingeladen.

Teodora Thoma geb. 1997, hat Literaturwissenschaften studiert und war unter anderem als Verlagslektorin tätig. Sie erfand schon immer gern Geschichten, mit unerwarteten Wendungen und den ganz großen Gefühlen. Heute lebt und arbeitet die Autorin im Münsterland.

Ort: Ditmarsia, Süderstraße 16, 25704 Meldorf

Eintritt: € 10,–, € 5,– für Kinder und Jugendliche (bis 18) oder Dauerkarte Literaturtreiben € 50,–

Vorverkauf: Peter Panter Buchladen oder Tourist-Information Mitteldithmarschen

Veranstalterin: Bürgerverein Meldorf e.V.

Foto: Julia Löhning

Mittwoch, 11. November 2026, 19.30 Uhr Gedi, Geda, Gedichte – Zum 100. Geburtstag von James Krüss

Im Mai 2025 waren sieben Dichter*innen auf den Spuren von James Krüss unterwegs.

Auf Helgoland. Wo sonst. Sie haben sich – anlässlich seines 100. Geburtstages – mit der Lyrik des Meisters beschäftigt und eigene Texte geschrieben: Gedi, Geda, Gedichte – Reimlichkeiten für Klein und Groß. Da wird lustvoll mit Sprache gespielt. Schlunder und Folle tauchen auf,

Dakrele und Morsch. Ein Käpt’n fliegt mit seiner Lummenschar nach Gibraltar, das Seepferd klappert mit den Hufen, und eine untergegangene Sonne wird zum Trocknen aufgehängt.

Da tuscheln die Muscheln, und seltsame Inseltiere zeigen sich: Seeschäferhunde zum Beispiel, Kegelbahnrobben und Seesternschnuppen.

Der Atrium Verlag hat aus diesen Reimlichkeiten ein Buch gemacht.

Und drei der sieben Dichter und Dichterinnen lesen, erzählen und stellen das Buch vor: Mona Harry, Uwe Michael Gutzschhahn und Manfred Schlüter.

Ort: Ditmarscher Landemuseum, Domstraße 3, 25704 Meldorf

Eintritt: € 10,–, € 5,– für Kinder und Jugendliche (bis 18) oder Dauerkarte Literaturtreiben € 50,–

Vorverkauf: Peter Panter Buchladen oder Tourist-Information Mitteldithmarschen

Veranstalterin: Bürgerverein Meldorf e.V.

Sonnabend, 14. November 2026, 19.30 Uhr, Poetry Slam DeLuxe

Champions League der Wortkunst

Jung und Alt sind begeistert. Dieses Format kennt keine Altersklassen, nicht auf der Bühne und erst recht nicht im Publikum:

Poetry Slam Deluxe bedeutet Champions League der Wortkunst, bei dem nicht nur tiefsinnige Lyrik, sondern auch lustige, sarkastische oder nachdenkliche Texte und mehr zu hören sind. Hochdekorierte Vertreterinnen und Vertreter des Kult-Formats kämpfen mit ernsten und komischen Texten, gereimt und erzählt um die Gunst des Publikums und den Einzug in das Finale.

Moderieren wird den Poetry Slam Deluxe die zweimalige schleswig-holsteinische Landesvizemeisterin Selina Seemann.

Folgende Wortkünstler gehen an den Start:

Mona Harry, Landesmeisterin SH 2021,

Jann Wattjes, Landesmeister NRW und Hamburg,

Gülay Bayraktar, Finalistin Eulenspiegel Reloaded Slam, Halbfinalistin Landesmeisterschaft SH,

Börn Katzur, Finalist der deutschsprachigen Meisterschaften

Ort: Ditmarsia, Süderstraße 16, 25704 Meldorf

Eintritt: € 10,–, € 5,– für Kinder und Jugendliche (bis 18) oder Dauerkarte Literaturtreiben € 50,–

Vorverkauf: Peter Panter Buchladen oder Tourist-Information Mitteldithmarschen

Veranstalterin: Bürgerverein Meldorf e.V. mit Unterstützung des Peter Panter Buchladen

Foto von Selina Seemann: assembleART

Montag, 14. September 2026, 19.30 Uhr, Marion Döbert liest aus: „Wildes Lesen“ und „Im Westen nichts Neues“

Vorsicht bissige Bücher!

Eine Lesung mit Nebenwirkungen

Marion Döbert liest zum Weltalphabetisierungstag 2026

Es gibt Menschen, die wollen gerne lesen, aber können es nicht.

Und es gibt Menschen, die können lesen, aber die wollen keine Bücher.

Die Autorin Marion Döbert liest für alle – aus Büchern und über Bücher, die höchst gefährlich sind.

Sie liest aus ihrem Roman „Wildes Lesen“, das von einem Diktator erzählt, der das Lesen verbieten will. Im zweiten Teil der Veranstaltung liest Marion Döbert aus dem Roman „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque, das sie in einfache Sprache übersetzt hat. Dieser Roman wurde von den Nationalsozialisten 1933 verboten und verbrannt.

Bücher können „beißen und stechen“ oder wachrütteln wie ein „Faustschlag auf den Schädel“ oder wie eine „Axt für das gefrorene Meer in uns“.

Bücher sind also sehr gefährlich. Die Teilnahme an der Lesung erfolgt daher auf eigene Gefahr!

(die Zitate stammen von Franz Kafka)

Ort: Ditmarsia, Süderstraße 16, 25704 Meldorf

Eintritt: frei

Veranstalter: Volkshochschulen in Dithmarschen e.V. mit Unterstuützung des Peter Panter Buchladens

Dienstag, 21. Juli 2026, 19 Uhr, Malte Borsdorf liest aus: „Frau Schebesta räumt die Welt auf“

Frau Schebesta ist gut“, sagt Oma Gitte. „Sie macht die Welt etwas besser.“ Meine Oma weiß nicht genau wie, aber Frau Schebesta räumt die Welt auf. Sagt sie. Sie sucht nach Bomben. Überall. Bomben und Patronen. Aus den Kriegen. Sie liegen in der Erde.


Wenn Artjom mit den anderen Jungs ,tolle Bienen’ zündet, dann schaut Lou, dass sie nach Hause kommt; zu ihrem Vater, der für ein Bestattungsinstitut arbeitet, und Oma Gitte, die meistens am Fenster ihrer Wohnung sitzt. Eines Tages kommt Frau Schebesta in die Schule und erzählt von ihrem Job. Sie ist Bombenentschärferin. In Kiel und den umliegenden Dörfern, einst wichtige Einflugschneise der Bomber im Zweiten Weltkrieg, hat sie immer noch reichlich Arbeit, die sie just Lou und Artjom zeigen will. Oma Gitte findet ein Praktikum beim Kampfmittelräumdienst gefährlich, ist sie doch von ihren Kriegserlebnissen noch traumatisiert. Doch die Neugierde der Jugendlichen ist, wen wundert’s, entfacht, und schon sitzen sie im Panzerfahrzeug neben Frau Schebesta. Tatsächlich muss bald eine Weltkriegsbombe entschärft werden, und am Ende ist nichts mehr so, wie es war…

Den Schauplatz im Norden Deutschlands und die jugendliche Erzählstimme teilt sich Malte Borsdorfs viel gelobtes Debüt Flutgebiet mit seinem neuen Roman, der sich vermeintlich leichtfüßig mit Schwerwiegendem befasst: den Altlasten des Krieges. Ein bewegendes und gerade wieder sehr aktuelles Buch !

Malte Borsdorf ist 1981 geboren, wuchs in Tirol auf und verbrachte mehrere Jahre in Wien, lebt heute in Kiel. Mit dem Romanprojekt Flutgebiet war er Teilnehmer der Autorenwerkstatt Prosa des Literarischen Colloquiums Berlin und der Schreibwerkstatt der Jürgen Ponto-Stiftung im Herrenhaus Edenkoben. 2019 ist der Roman im Müry Salzmann Verlag erschienen, war nominiert für den Literaturpreis Alpha und liegt in 3. Auflage vor. Für sein neues Buch Frau Schebesta räumt die Welt auf erhielt er u. a. ein Werkstipendium des deutschen Literaturfonds.

Ort: Ditmarsia, Süderstraße 16, 25704 Meldorf

Eintritt: € 13,–, ermäßigt € 8,–, im Vorverkauf € 12,–, ermäßigt € 7,–

Veranstalter: Kunstverein Heide e.V. und Peter Panter Buchladen in Kooperation mit dem Literaturhaus Schleswig-Holstein im Rahmen des Literatursommers 2026.

Dienstag, 7. Juli 2026, 19 Uhr, Uta Franck liest aus: „Wie ich zur Spökenkiekerin wurde. Erinnerungen an Meldorf“

Die Zeit vergeht, aber unsere Erinnerungen bleiben.

Uta Franck hat in den letzten Jahrzehnten viele Geschichten und Episoden aus ihrer Kindheit und Jugend in Meldorf sowie ihren Studienjahren in Kiel niedergeschrieben, die es wert sind erzählt zu werden.

„Im Sommer 1958 war ich 15 Jahre alt. Ein Junge aus einer Klasse über mir, neu an unserer Schule, platzte in mein Leben. Er klingelte bei uns und fragte meine Mutter, ob er mit mir spazieren gehen dürfe. „Das muss meine Tochter selbst entscheiden“, antwortete diese. Total überrascht willigte ich ein.
Wir spazierten den Sieben- Brücken-Weg entlang und unterhielten uns. Dann versuchte er einen Kuss zu platzieren. Der explodierte laut an meinem Ohr. Nun reichte es mir. Ich sagte, er solle sich zum Teufel scheren.

Von da an beobachtete ich diesen Jungen auf dem Schulhof. Er gefiel mir wider Erwarten ziemlich gut. So lud ich ihn ein halbes Jahr später zu unserem Klassenfest in der Dithmarscher Bucht am Hafen ein. Wir tanzten wunderbar miteinander. „Marina, Marina, Marina…“ Nach diesem Schlager wirbelten wir umeinander.

Wir gingen vom Hafen zu Fuß nach Hause. In der Stadt angekommen tanzten wir die Roggen- und Zingelstraße ausgelassen hinunter. Herrliche verliebte Monate begannen!“

Uta Franck wurde 1942 in Meldorf geboren. Sie studierte Biologie in Kiel, Köln und Frankfurt am Main. Dreißig Jahre arbeitete sie als Lehrerin an einem Gymnasium, seitdem ist sie freie Schriftstellerin. Sie veröffentlichte mehrere Gedicht- und Kurzprosabände, Märchen- und Sagenbücher, vier Romane und ihre Autobiografie. Zur Zeit ist sie für einige Monate wieder in Meldorf zu Hause. „Meldorf war ideal zum Aufwachsen“, sagt sie. „Hier habe ich meine Kraft gefunden, und der Stadt will ich nun etwas zurückgeben.“ Ihr neues Buch ist ein literarischer Gruß an die eigene Vergangenheit.

Ort: Traumausstatter, Süderstraße 9, 25704 Meldorf

Eintritt: € 13,–, ermäßigt € 8,–, im Vorverkauf € 12,–, ermäßigt € 7,–

Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Samstag, 13. Juni 2026, 10.30 Uhr, Lesevormittag

Für wen? Grundschulkinder im Alter von 6-11
Von wem? Wir sind vier Schülerinnen der 12. Klasse der Meldorfer Gelehrtenschule
Wieviel kostet es? Natürlich nichts! Dieses Projekt wird im Rahmen eines Lernens durch Engagement durchgeführt.
Wie lange geht es? Circa 1 Stunde

Ort: Pantiquariat im Peter Panter Buchladen