Freitag, 23.10.2020, 20 Uhr, Kristof Magnusson liest aus: „Ein Mann der Kunst“

Ein berühmter Maler, der zurückgezogen auf einer Burg am Rhein lebt, Kunstfreunde, die ihn verehren und ihm ein Museum bauen wollen: eine Begegnung, die die Höhen und Tiefen des Kulturbetriebs ausleuchtet, so heiter, komisch und wahr, wie es selten zu lesen ist.

KD Pratz ist ein Künstler der alten Schule, der sich jeglicher Vereinnahmung durch den Kunstbetrieb verweigert hat. Seine Bilder werden hoch gehandelt, er ist weltberühmt, hat sich aber aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Mit der Welt, verlogen wie sie ist, will er nichts zu tun haben, der eigene Nachruhm aber liegt ihm am Herzen, und so sagt er zu, den Förderverein eines Museums zu empfangen, der den geplanten Neubau ausschließlich seinen Werken widmen will.

Die Mitglieder des Museums-Fördervereins sind nicht alle einer Meinung über die Bedeutung von KD Pratz, fühlen sich aber hoch geehrt, als ihnen ein exklusives Treffen mit dem Maler und ein Besuch auf seiner fast schon legendären Burg am Rhein in Aussicht gestellt wird – und tatsächlich stattfindet. Wie die Kunstfreunde bei dieser Begegnung mit ihrem Idol nach und nach die Contenance verlieren, als der Meister ihnen die Unvollkommenheit der Welt und ihre eigene um die Ohren haut, dabei subtil die eigene Größe inszeniert, den Kunstbetrieb niedermacht und gleichzeitig behauptet – davon erzählt Kristof Magnusson mit großer Meisterschaft und leuchtet die Untiefen unseres Kulturbetriebs aus.

Kristof Magnusson ist 1976 in Hamburg als Sohn deutsch-isländischer Eltern geboren.
Nach seiner Ausbildung zum Kirchenmusiker bei der evangelischen Landeskirche Nordelbien leistete er Zivildienst mit Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in New York City in der Sozialarbeit mit Holocaustüberlebenden und Obdachlosen.

Seit dem Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und der Universität Reykjavík schreibt er Romane und Theaterstücke und übersetzt aus dem Isländischen. Er engagiert sich für Literatur in Einfacher Sprache, unterrichtet gelegentlich an Unis und kuratiert Literaturveranstaltungen.

Sein Debütroman „Zuhause“ wurde mit dem Rauriser Literaturpreis ausgezeichnet, sein Roman „Das war ich nicht“ stand auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis 2010.

 

Ort: „Ditmarsia“, Süderstr. 16, Meldorf

Eintritt: € 10,– / ermäßigt € 5,– , im Vorverkauf € 9,– bzw. € 4,–

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen

Veranstalter: Peter Panter Buchladen mit freundlicher Förderung vom Förderverein Buch – Förderverein für gedruckte Literatur e.V.

Mittwoch, 16.9.20, 20 Uhr, Moritz Kirsch liest Sarah Kirsch

Sarah Kirsch

Sarah Kirsch

Wir freuen uns, dass Moritz Kirsch aus den neu erschienen Büchern „Freie Verse“ und „Der Briefwechsel“ (mit Christa Wolf) lesen wird. Am 16.4.2020 hätte Sarah Kirsch ihren 85. Geburtstag gefeiert. Wir feiern diesen Geburtstag mit einer Lesung von Moritz Kirsch nach.

Zu ihrem 85. Geburtstag stellt nun das Dithmarscher Landesmuseum in Meldorf Sarah Kirschs Aquarelle und Collagen aus.

„Der Briefwechsel. Wir haben uns wirklich an allerhand gewöhnt“: Sarah Kirsch und Christa Wolf sind fast drei Jahrzehnte lang, von 1962 bis 1990, miteinander im Austausch: über das Schreiben, den Literaturbetrieb im Osten wie im Westen, über die Männer, die Kinder, die Arbeit im Garten und die politischen Systeme, in denen sie leben. Letztere sind es wohl, die diese Freundschaft an ein Ende bringen, nach vielen Jahren des vertrauensvollen Miteinanders.
Streng und verspielt, heiter und verzweifelt, schnoddrig und ehrlich – Sarah Kirsch und Christa Wolf beim Schreiben und Leben über die Schulter zu schauen ist ein Geschenk.

Die „Freien Verse“ sind ein Glücksfund von neunzehn bislang völlig unbekannten Gedichten, entstanden noch in der DDR. Sie zeigen die Büchner-Preisträgerin als eine eminent politische Stimme, frei von Reim- und Denkzwängen, frei von politischer Bevormundung.

Der von Moritz Kirsch, dem Sohn der Dichterin, herausgegebene Auswahlband „Freie Verse“ enthält neunundneunzig Gedichte, in denen die Idylle fern ist, aber das Zeitgeschichtliche nah und in jeder noch so harmlos scheinenden Gedichtzeile präsent. Die poetische Beschwörung Sarah Kirschs gilt in diesem Band nicht nur der Natur, sondern auch der menschlichen Umwelt, dem gesellschaftlichen System, das uns prägt und – ob wir es wollen oder nicht – bis in den hintersten Weltwinkel verfolgt. Von besonderem Wert sind in diesem Zusammenhang neunzehn erst kürzlich auf dem Dachboden wiederentdeckte Gedichte. Ausschlaggebend, dass Sarah Kirsch sie seinerzeit zurückhielt, waren offensichtlich politische und nicht literarische Gründe. Im Lichte des unveröffentlichten lassen sich auch dem bereits veröffentlichten Werk nun noch einmal ganz neue Facetten abgewinnen.

Sarah Kirsch wurde 1935 in Limlingerode geboren und wuchs in Halberstadt auf.
Ihre ersten Gedichte veröffentlichte sie gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Lyriker Rainer Kirsch. Nach der Scheidung zog
sie nach Ost-Berlin, 1969 kam ihr Sohn Moritz zur Welt.
Wegen ihres Protestes gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann wurde sie 1976 aus der SED und dem Schriftstellerverband der DDR ausgeschlossen und von der Staatssicherheit observiert. Ein Jahr danach folgte ihre Ausbürgerung, sie zog mit ihrem Sohn Moritz nach West-Berlin, wo sie als Journalistin, Hörfunkmitarbeiterin und Übersetzerin arbeitete. Später lebte sie als freie Schriftstellerin und Malerin in Schleswig-Holstein bis zu ihrem Tod im Jahr 2003.

Moritz Kirsch, 1969 in Ostberlin geboren, mit der Mutter 1977 übergesiedelt nach Westberlin und 1983 nach Tielenhemme gezogen, hat nach dem Magisterstudium der Nordistik, Friesistik und Neueren Deutschen Literaturwissenschaft an der Universität Kiel als Übersetzer , Herausgeber und freiberuflicher Lektor gearbeitet und lebt seit 2007 wieder in Tielenhemme.

Ort: Dithmarscher Landesmuseum, Bütjestr. 4, Meldorf

Eintritt: € 10,– / ermäßigt € 5,– , im Vorverkauf € 9,– bzw. € 4,–

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen

Veranstalter: Peter Panter Buchladen & Dithmarscher Landesmuseum

 

 

Mittwoch, 19.8.20, 19 Uhr, Mike McCormack liest aus: „Ein ungewöhnlicher Roman über einen gewöhnlichen Mann“

Mike McCormack. Irish novelist and short story writer. London Photograph by David Levene. 24/3/07

Mike McCormack, geboren 1965 in London, wuchs auf einer Farm in Louisburgh im County Mayo im Westen Irlands auf. Er studierte Englische Literatur und Philosophie in Galway. Sein Debüt Getting it in the Head (1996), ein Band mit Kurzgeschichten, war ein Überraschungserfolg und New York Times Notable Book of the Year. McCormack wurde mit dem Rooney Prize für Irische Literatur ausgezeichnet. Ein ungewöhnlicher Roman über einen gewöhnlichen Mann, McCormacks fünftes Buch, erschien in Irland 2016. Mike McCormack lebt mit seiner Familie in Galway und lehrt an der dortigen Universität.

Ein ungewöhnlicher Roman über einen gewöhnlichen Mann

Marcus Conway hat sich bemüht, ein guter Mensch zu sein und doch vieles falsch gemacht, hat Erwartungen geweckt und enttäuscht, Träume gehegt und aufgegeben, fühlte sich zum Priester berufen und ist doch Ingenieur geworden. Er hat seine Frau betrogen und wiedergewonnen, er liebt seine erwachsenen Kinder, tut sich aber schwer damit zu akzeptieren, was sie so treiben. Nun steht er an einem grauen Novembertag in seiner Küche, und alles ist auf seltsame Weise anders. Er hört Radio, liest Zeitung, genau wie sonst, nur wird er das Gefühl nicht los, dass die Welt kurz vor dem Kollaps steht, und dass das irgendwie auch mit ihm zu tun hat.

Marcus Conway erinnert sich an sein Leben mit der Präzision eines Ingenieurs und dem feinen Gespür eines Dichters. Mike McCormacks ungewöhnlicher Roman über einen gewöhnlichen Mann entfaltet einen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann. Er schärft den Blick für das scheinbar Alltägliche und zeigt, dass die vielleicht einzig angemessene Reaktion auf unser Dasein das Staunen ist.

Lesung der deutschen Textstellen: Christian Kämpfer, Moderation: Dr. André Schwarck

Ort: „Ditmarsia“, Süderstr. 16, Meldorf

Eintritt: € 10,– / ermäßigt € 5,– , im Vorverkauf € 9,– bzw. € 4,–

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen

Veranstalter: Peter Panter Buchladen und Kunstverein Heide in Kooperation mit dem Literaturhaus Schleswig-Holstein.

Der Literatursommer Irland 2020 wird gefördert vom Land Schleswig-Holstein, dem Landesbeauftragten für politische Bildung SH, Culture Ireland, der Botschaft Irlands und der Förde Sparkasse.

Mittwoch, 8.4.20 bis Sonntag, 3.5.20, Mariana Leky liest aus: „Was man von hier aus sehen kann“

Mariana Leky liest für unabhängige Buchläden. Sie hat dieses Video und und unseren Leser*innen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an sie und an den Dumont Verlag für diese tolle Idee!Der Dumont Verlag schreibt dazu: "Vor wenigen Tagen hat sich Mariana Leky mit dem Wunsch bei uns gemeldet, den Buchhandel in irgendeiner Form zu unterstützen bzw. Ihnen eine kleine Freude zu machen. Das ist aus der Ferne und im Einzelfall natürlich nur schwerlich möglich – letztendlich haben wir aber doch eine Idee gehabt: Mariana Leky hat ein Kapitel aus »Was man von hier aus sehen kann« eingelesen (zum ersten Mal »in eine Telefonkamera hinein«), spricht anschließend noch eine aktuelle Buchempfehlung aus… und weist die Zuschauer*innen … darauf hin, dass das Buch »in der Buchhandlung Ihres Vertrauens auf Sie wartet«.Wir wünschen Euch viel Vergnügen!#stayhome #supportyourlocal

Gepostet von Peter Panter Buchladen am Mittwoch, 8. April 2020

Dieser Link führt Euch auf unsere facebook-Seite, auf der das Video zu sehen ist.

Freitag, 20.3.20, 20 Uhr, Neunter Meldorfer Poetry-Slam ist leider abgesagt

Leider aus aktuellem Anlass abgesagt. Eintrittkarten können zurückgegeben oder beim nächsten Poetry Slam verwendet werden.

Poetry Slams sind moderne Dichterwettkämpfe, wie es sie ganz ähnlich schon im alten Griechenland und im Mittelalter gab. Auf den Poetry Slam-Bühnen sieht man gelebte Literatur, Texte, die von den Dichtern selbst geschrieben und oft sogar auswendig performt werden.

Das Publikum entscheidet dann per Applaus über den besten Dichter des Abends. Poetry Slam ist Spiel mit der Sprache. Ob Lyrik, Rap, Freestyle, Poesie oder Geschichten, alles ist Slam Poetry, wenn es gesprochen und vorgetragen wird.

Poetry Slam bietet Slampoeten und Autoren eine Plattform um mit- und gegeneinander um die Gunst des Publikums zu kämpfen. Teilnehmen kann jeder, in sechs Minuten pro Runde fast alles ist erlaubt. Nur selbstgeschrieben müssen die Texte sein.

Moderiert wird der neunte Meldorfer Poetry Slam von Selina Seemann, eine der bekanntesten Slampoetinnen Norddeutschlands. Zugesagt haben bisher: Alina Jacobs, Hermann Luther, Kai Runge und Nadia Ulrich.

Lust, selber auf der Bühne zu stehen? Anmeldung und Infos unter


Freitag, den 20.03.2020

Location: Theater im Forum der Gemeinschaftsschule, Promenade 22, 25704 Meldorf
Einlass: 19:15
Beginn: 20:00
Eintritt: € 12 / ermäßigt 5

Vorverkauf ab sofort: im Peter Panter Buchladen 04832 – 4104 oder

Veranstalter: Peter Panter Buchladen & Gemeinschaftsschule Meldorf

Sonnabend, 7.3.20, 20 Uhr, Judith Arlt & Boris Guckelsberger „Text & Tango“

Judith Arlt liest aus „friedas gangarten“ – Boris Guckelsberger umspielt auf der Gitarre mit Tangos von Astor Piazolla und Roland Dyens

„Die Idee, einen Text zu schreiben, der formal mit der Zahl von 111 Jahren spielt – 111 Texte mit jeweils 111 Wörtern – gefällt mir gut. Die Verknappung als Stilprinzip mündet so folgerichtig in die Wertschätzung des Assoziationsraums, den die Texte eröffnen. Sie wirken wie vielschichtige, in vielen Farben leuchtende Facetten, in denen Frieda, das Du der Erzählerin, in das Buch tritt. Es geht um ihr Leben, ihre Vorfahren und Verwandten, ihre Liebe zum sorgfältigen Handwerk und die Verbindung zur Kunst. Viele der Texte funkeln regelrecht und lösen im Leser vielerlei Gedanken und Bilder aus, wirken mit ihren Pointierungen erhellend…

Die Texte erwecken eine Vielfalt von Eindrücken: Trauer um die bedrohte Existenz eines guten Handwerks, Anteilnahme an einer alternden Frau, die sich von ihrem heute anachronistisch wirkenden Beruf verabschiedet, Bewunderung für ihren unabhängigen, mutigen Berufsweg, ihre Gangart!, und für ihre Kreativität und die Vielfalt und Qualität ihrer Schuhe. In manchen Texten erwachen die Dinge zu eigenem Leben: Den Schuhen gehört das Haus!“ (Barbara Handwerker)

Judith Arlt ist geboren in Liestal, Schweiz. Studierte Slavistik und Germanistik. Lebte und arbeitete lange in Warschau und Berlin, heute in Meldorf am Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer. War 2016 Halligschreiberin auf Hooge. Sie schreibt, spricht, denkt, träumt und veröffentlicht in deutscher und polnischer Sprache.

Boris Guckelsberger studierte Konzertgitarre, Komposition und Musiktheorie. Neben seinen Konzertauftritten arbeitet der Gitarrist mit verschiedenen Verlagen und dem NDR zusammen und ist an der Dithmarscher Musikschule als Gitarrenlehrer sowie in der studienvorbereitenden Ausbildung tätig.  In seinen Konzertprogrammen verbindet er die Leidenschaft und Ausdruckskraft solistischer Flamencomusik mit der Tiefe und Tonschönheit der klassischen Konzertgitarre. Dabei spannt Guckelsberger einen Bogen um verschiedenste Stile von Flamenco, Tango, zeitgenössischer Musik über Romantik und Klassik bis zum Barock.  Sein Wissen um Struktur und Dramaturgie der Musik macht er sich bei der Interpretation der Werke zunutze und vermittelt es unmittelbar und mitreißend an das Publikum.

Sonnabend, 7. März 2020, 20 Uhr

Ort: „Traumausstatter“. Süderstr. 9, Meldorf

Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 5 Euro, im Vorverkauf 9 bzw. 4 Euro

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104

Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Freitag, 21.2.20, 20 Uhr, Judith Kuckart liest aus: „Kein Sturm, nur Wetter“

Die Autorin Judith Kuckart, Berlin, März 2019

Sonntagabend, Flughafen Tegel: Im Café in der Abflughalle kommt sie mit einem Mann ins Gespräch. Robert Sturm ist sechsunddreißig, achtzehn Jahre jünger als sie. Er ist auf dem Weg nach Sibirien. Am Ende ihrer und seiner Arbeitswoche wird er zurückkommen. Darauf wartet sie …
Als sie mit achtzehn 1981 nach Westberlin kam und Medizin studierte, lernte sie Viktor kennen, der doppelt so alt war wie sie. Er war die andere, die politische Generation und eröffnete ihr die Welt. Er selbst jedoch blieb ihr verschlossen. Das Leben mit Viktor war ein Abenteuer, aber eines, dessen
Gefahren sie nicht teilten. Mit sechsunddreißig – inzwischen in Neurobiologie
promoviert – trifft sie zur Jahrtausendwende Johann. Er ist so alt wie sie.
Gemeinsam hangeln sie sich durch ihre Liebe; prekär sind nicht nur ihre
Arbeitsbiografien.
Samstagvormittag, wieder Flughafen Tegel: Sechs Tage lang haben ihr Alltag und ihre Erinnerungen sich verwoben und einander zu erklären versucht.
Warum sind die Männer in ihrem Leben immer sechsunddreißig? Ist sie noch die, an die sie sich erinnert? Oder ist sie, die sich in Sachen Gehirn auskennt, eigentlich das, was sie vergessen hat?

Judith Kuckart liest in Meldorf aus ihrem neuen Roman „ Kein Sturm, nur Wetter“,
über den die Presse lobend schreibt:
Dieser Roman setzt dem gängigen Bild eines erfolgreichen Frauenlebens – Liebe, Kinder und Karriere – die viel gelassenere Variante einer Existenz entgegen,  in der nicht reale Errungenschaften im Vordergrund stehen, sondern eine reiche Fantasie.«
Ulrike Sàrkàny, LESART

»In intensiven Bildern zeigt Judith Kuckart, wie das, was wir vergessen haben, uns zu dem macht, was wir sind. […] Ihre Gedanken sind oft düster, doch ihre Sprache leuchtet.«
Manfred Papst, NEUE ZÜRCHER ZEITUNG

»Es gibt wenige, die sich an Sinnfragen so zielsicher heranzuschreiben wissen wie Judith Kuckart.« DIE ZEIT

Judith Kuckart, geboren 1959 in Schwelm (Westfalen), lebt als Autorin und Regisseurin in Berlin und Zürich. Sie veröffentlichte bei DuMont den Roman ›Lenas Liebe‹ (2002), der 2012 verfilmt wurde, den Erzählband ›Die Autorenwitwe‹ (2003), die Neuausgabe ihres Romans ›Der Bibliothekar‹ (2004) sowie die Romane ›Kaiserstraße‹ (2006), ›Die Verdächtige‹ (2008), ›Wünsche‹ (2013), ›Dass man durch Belgien muss auf dem Weg zum Glück‹ (2015) und ›Kein Sturm, nur Wetter‹ (2019). Judith Kuckart wurde mit zahl-
reichen Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnet.

Freitag, 21. Februar 2020, 20 Uhr

Ort: „Traumausstatter“. Süderstr. 9, Meldorf

Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 5 Euro, im Vorverkauf 9 bzw. 4 Euro

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104

Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Sonntag, 16.2.20, 11 Uhr, Feridun Zaimoglu liest aus: „Die Geschichte der Frau“

Der Schriftsteller Feridun Zaimoglu zu Gast in der WDR Sendung «WestArt live» am 27.03.2017 in Köln (Nordrhein-Westfalen). Foto: Horst Galuschka/dpa | Verwendung weltweit

Der Förderverein für Kunst und Kultur Eiderstedt (FKE) hat in seiner Reihe Sonntagsmatineen unter dem Motto „Kunst und …“ den Schriftsteller Feridun Zaimoglu eingeladen. Er spricht anhand seines Buches „Die Geschichte der Frau“ über das Schreiben als männlicher Autor aus weiblicher Sicht und liest aus seinem Werk.

Ein literarisches Abenteuer, ein großer Gesang, ein feministisches Manifest: Feridun Zaimoglus neuer Roman ist ein unverfrorenes Bekenntnis zur Notwendigkeit einer neuen Menschheitserzählung – aus der Sicht der Frau.

Ort: Altes Rathaus, Enge Str. 5, 25836 Garding

Eintritt 7,00 Euro.

Veranstalter: Förderverein für Kunst und Kultur Eiderstedt e.V., den Büchertisch betreut Peter Panter.

Dienstag, 12.11.19, 29 Uhr, Jan Christophersen liest aus: „Ein anständiger Mensch“

Was bedeutet Anstand in der Liebe? Und wer hilft uns, wenn wir schuldlos schuldig werden?

Steen Friis ist studierter Philosoph und öffentlicher Intellektueller: Als Autor mehrerer Bestseller zu Fragen des Anstands wird er von der Presse zitiert, sobald die richtige Haltung zum aktuellen Weltgeschehen zur Debatte steht. In dieser Rolle fühlt Steen sich wohl – bis die Ereignisse weniger Tage all seine Werte infrage stellen. Mit seiner Frau und einem befreundeten Paar verbringt er ein Wochenende in seinem dänischen Inseldomizil. Man plaudert und geht gemeinsam in die Pilze, und ganz beiläufig erinnert seine Frau ihn an ein altes Versprechen: sich gegenseitig auch in der Liebe die größtmögliche Freiheit zu lassen. Noch bevor Steen sich über die ganze Tragweite dieses Gesprächs bewusst wird, geschieht ein Unglück, an dem er sich allein schuldig wähnt und das nicht nur sein Ego, sondern sein gesamtes Weltbild zu erschüttern droht.

„Ein anständiger Mensch verspricht eine jener Neuerscheinungen des sich anbahnenden Bücherherbstes zu sein, die größer sind und herausragen.“ Lübecker Nachrichten

Jan Christophersen, 1974 in Flensburg geboren, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er erhielt mehrere Stipendien, u.a. ein Aufenthaltsstipendium im Künstlerdorf Schöppingen und im Kloster Cismar sowie ein Stipendium der Akademie der Künste zu Berlin. Er ist verheiratet mit der Autorin Mareike Krügel und lebt mit ihr und den Kindern in der Nähe von Schleswig. Sein erster Roman Schneetage wurde 2009 mit dem Debütpreis des Buddenbrookhauses ausgezeichnet.

Ort: Peter Panter Buchladen, Zingelstr, 12, Meldorf

Eintritt: Vorverkauf: € 9,–, ermäßigt € 4,50

Abendkasse: € 10,–, ermäßigt € 5,–

Kartenvorbestellung: 04832 – 4104

Donnerstag, 24.10.19, 20 Uhr, Susanne Mayer liest aus: „Die Dinge unseres Lebens“

Susanne Mayer Foto: Lara Huck

Susanne Mayer
Foto: Lara Huck

Wie viele Dinge sich im Laufe des Lebens und der Generationen ansammeln – das erste Kuscheltier, Liebes- und Abschiedsbriefe, Mamas Pelz, Papas Fotos aus dem Krieg, die Kollektion der Lippenstifte, ein alter Gartenhut, gilbe Dokumente, das gute Kristall. Bleibt alles übrig, wenn wir gehen. Vorbeugendes Aufräumen? Sich „sterbefein machen“, wie die Bayern sagen? Schafft kaum einer und warum auch?
Susanne Mayer verweigert sich dem Zeitgeist, das alles als Gerümpel zu entsorgen. Die gefeierte Autorin wendet sich den Dingen zu und schreibt, leicht und elegant, von dem, was sich in ihnen verdichtet. Es entsteht ein Familienporträt, das anrührend ist und tief verstörend, zum Lachen verführt und nichts weniger ist als eine poetische Geschichte der Bundesrepublik.

„Es war so etwas wie der Sommer meines Lebens. Nicht in dem Sinne, dass es der schönste gewesen wäre, der glücklichste oder auch nur der aufregendste. Es war ein Sommer, in dem sich die Jahre des vorangegangenen Lebens unerwartet zusammenballten, verdichteten zu einer Essenz von dem, was war und noch davor gewesen war. Ich verbrachte in diesem Sommer, der einer der ersten Sommer des neuen Jahrtausends war, viele Wochenenden in dem Haus meiner Mutter, in dem wir aufwuchsen, es war ein schönes Haus am Rande einer mittelgroßen Stadt mit Blick .“

Susanne Mayer, geboren 1952, ist Kulturreporterin und Literaturkritikerin der Wochenzeitung Die Zeit. Sie studierte an den Universitäten Bonn, Freiburg, Oxford und Ann Arbor und promovierte 1985 an der Universität Freiburg im Fach Anglistik. Ab 1983 war sie zunächst Volontärin, dann Redakteurin der Stuttgarter Zeitung. 1986 wechselte sie zur Hamburger Wochenzeitung Die Zeit, bei der sie im Literaturressort tätig ist. Zu ihren Themen-Schwerpunkten gehört auch die Familienpolitik. Sie hat zwei Söhne und lebt in Hamburg. 2005 erschien ihr erfolgreiches Buch „Deutschland armes Kinderland. Wie die Egogesellschaft unsere Zukunft verspielt – Plädoyer für eine neue Familienkultur“. Im Feuilleton der Zeit erscheint ihre Kolumne „Männer!“

Für ihre Arbeiten wurde sie 1985 mit dem Theodor-Wolff-Preis sowie 1990 und erneut 1994 mit dem Emma-Journalistinnen-Preis ausgezeichnet.

Ort: „Traumausstatter“, Süderstr. 9, Meldorf
Eintritt: Vorverkauf: € 9,00 / 5,00 ermäßigt, Abendkasse € 10,00 / 5,00
Veranstalter: Peter Panter Buchladen