Mittwoch, 8.4.20 bis Sonntag, 3.5.20, Mariana Leky liest aus: „Was man von hier aus sehen kann“

Mariana Leky liest für unabhängige Buchläden. Sie hat dieses Video und und unseren Leser*innen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an sie und an den Dumont Verlag für diese tolle Idee!Der Dumont Verlag schreibt dazu: "Vor wenigen Tagen hat sich Mariana Leky mit dem Wunsch bei uns gemeldet, den Buchhandel in irgendeiner Form zu unterstützen bzw. Ihnen eine kleine Freude zu machen. Das ist aus der Ferne und im Einzelfall natürlich nur schwerlich möglich – letztendlich haben wir aber doch eine Idee gehabt: Mariana Leky hat ein Kapitel aus »Was man von hier aus sehen kann« eingelesen (zum ersten Mal »in eine Telefonkamera hinein«), spricht anschließend noch eine aktuelle Buchempfehlung aus… und weist die Zuschauer*innen … darauf hin, dass das Buch »in der Buchhandlung Ihres Vertrauens auf Sie wartet«.Wir wünschen Euch viel Vergnügen!#stayhome #supportyourlocal

Gepostet von Peter Panter Buchladen am Mittwoch, 8. April 2020

Dieser Link führt Euch auf unsere facebook-Seite, auf der das Video zu sehen ist.

Freitag, 20.3.20, 20 Uhr, Neunter Meldorfer Poetry-Slam ist leider abgesagt

Leider aus aktuellem Anlass abgesagt. Eintrittkarten können zurückgegeben oder beim nächsten Poetry Slam verwendet werden.

Poetry Slams sind moderne Dichterwettkämpfe, wie es sie ganz ähnlich schon im alten Griechenland und im Mittelalter gab. Auf den Poetry Slam-Bühnen sieht man gelebte Literatur, Texte, die von den Dichtern selbst geschrieben und oft sogar auswendig performt werden.

Das Publikum entscheidet dann per Applaus über den besten Dichter des Abends. Poetry Slam ist Spiel mit der Sprache. Ob Lyrik, Rap, Freestyle, Poesie oder Geschichten, alles ist Slam Poetry, wenn es gesprochen und vorgetragen wird.

Poetry Slam bietet Slampoeten und Autoren eine Plattform um mit- und gegeneinander um die Gunst des Publikums zu kämpfen. Teilnehmen kann jeder, in sechs Minuten pro Runde fast alles ist erlaubt. Nur selbstgeschrieben müssen die Texte sein.

Moderiert wird der neunte Meldorfer Poetry Slam von Selina Seemann, eine der bekanntesten Slampoetinnen Norddeutschlands. Zugesagt haben bisher: Alina Jacobs, Hermann Luther, Kai Runge und Nadia Ulrich.

Lust, selber auf der Bühne zu stehen? Anmeldung und Infos unter


Freitag, den 20.03.2020

Location: Theater im Forum der Gemeinschaftsschule, Promenade 22, 25704 Meldorf
Einlass: 19:15
Beginn: 20:00
Eintritt: € 12 / ermäßigt 5

Vorverkauf ab sofort: im Peter Panter Buchladen 04832 – 4104 oder

Veranstalter: Peter Panter Buchladen & Gemeinschaftsschule Meldorf

Sonnabend, 7.3.20, 20 Uhr, Judith Arlt & Boris Guckelsberger „Text & Tango“

Judith Arlt liest aus „friedas gangarten“ – Boris Guckelsberger umspielt auf der Gitarre mit Tangos von Astor Piazolla und Roland Dyens

„Die Idee, einen Text zu schreiben, der formal mit der Zahl von 111 Jahren spielt – 111 Texte mit jeweils 111 Wörtern – gefällt mir gut. Die Verknappung als Stilprinzip mündet so folgerichtig in die Wertschätzung des Assoziationsraums, den die Texte eröffnen. Sie wirken wie vielschichtige, in vielen Farben leuchtende Facetten, in denen Frieda, das Du der Erzählerin, in das Buch tritt. Es geht um ihr Leben, ihre Vorfahren und Verwandten, ihre Liebe zum sorgfältigen Handwerk und die Verbindung zur Kunst. Viele der Texte funkeln regelrecht und lösen im Leser vielerlei Gedanken und Bilder aus, wirken mit ihren Pointierungen erhellend…

Die Texte erwecken eine Vielfalt von Eindrücken: Trauer um die bedrohte Existenz eines guten Handwerks, Anteilnahme an einer alternden Frau, die sich von ihrem heute anachronistisch wirkenden Beruf verabschiedet, Bewunderung für ihren unabhängigen, mutigen Berufsweg, ihre Gangart!, und für ihre Kreativität und die Vielfalt und Qualität ihrer Schuhe. In manchen Texten erwachen die Dinge zu eigenem Leben: Den Schuhen gehört das Haus!“ (Barbara Handwerker)

Judith Arlt ist geboren in Liestal, Schweiz. Studierte Slavistik und Germanistik. Lebte und arbeitete lange in Warschau und Berlin, heute in Meldorf am Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer. War 2016 Halligschreiberin auf Hooge. Sie schreibt, spricht, denkt, träumt und veröffentlicht in deutscher und polnischer Sprache.

Boris Guckelsberger studierte Konzertgitarre, Komposition und Musiktheorie. Neben seinen Konzertauftritten arbeitet der Gitarrist mit verschiedenen Verlagen und dem NDR zusammen und ist an der Dithmarscher Musikschule als Gitarrenlehrer sowie in der studienvorbereitenden Ausbildung tätig.  In seinen Konzertprogrammen verbindet er die Leidenschaft und Ausdruckskraft solistischer Flamencomusik mit der Tiefe und Tonschönheit der klassischen Konzertgitarre. Dabei spannt Guckelsberger einen Bogen um verschiedenste Stile von Flamenco, Tango, zeitgenössischer Musik über Romantik und Klassik bis zum Barock.  Sein Wissen um Struktur und Dramaturgie der Musik macht er sich bei der Interpretation der Werke zunutze und vermittelt es unmittelbar und mitreißend an das Publikum.

Sonnabend, 7. März 2020, 20 Uhr

Ort: „Traumausstatter“. Süderstr. 9, Meldorf

Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 5 Euro, im Vorverkauf 9 bzw. 4 Euro

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104

Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Freitag, 21.2.20, 20 Uhr, Judith Kuckart liest aus: „Kein Sturm, nur Wetter“

Die Autorin Judith Kuckart, Berlin, März 2019

Sonntagabend, Flughafen Tegel: Im Café in der Abflughalle kommt sie mit einem Mann ins Gespräch. Robert Sturm ist sechsunddreißig, achtzehn Jahre jünger als sie. Er ist auf dem Weg nach Sibirien. Am Ende ihrer und seiner Arbeitswoche wird er zurückkommen. Darauf wartet sie …
Als sie mit achtzehn 1981 nach Westberlin kam und Medizin studierte, lernte sie Viktor kennen, der doppelt so alt war wie sie. Er war die andere, die politische Generation und eröffnete ihr die Welt. Er selbst jedoch blieb ihr verschlossen. Das Leben mit Viktor war ein Abenteuer, aber eines, dessen
Gefahren sie nicht teilten. Mit sechsunddreißig – inzwischen in Neurobiologie
promoviert – trifft sie zur Jahrtausendwende Johann. Er ist so alt wie sie.
Gemeinsam hangeln sie sich durch ihre Liebe; prekär sind nicht nur ihre
Arbeitsbiografien.
Samstagvormittag, wieder Flughafen Tegel: Sechs Tage lang haben ihr Alltag und ihre Erinnerungen sich verwoben und einander zu erklären versucht.
Warum sind die Männer in ihrem Leben immer sechsunddreißig? Ist sie noch die, an die sie sich erinnert? Oder ist sie, die sich in Sachen Gehirn auskennt, eigentlich das, was sie vergessen hat?

Judith Kuckart liest in Meldorf aus ihrem neuen Roman „ Kein Sturm, nur Wetter“,
über den die Presse lobend schreibt:
Dieser Roman setzt dem gängigen Bild eines erfolgreichen Frauenlebens – Liebe, Kinder und Karriere – die viel gelassenere Variante einer Existenz entgegen,  in der nicht reale Errungenschaften im Vordergrund stehen, sondern eine reiche Fantasie.«
Ulrike Sàrkàny, LESART

»In intensiven Bildern zeigt Judith Kuckart, wie das, was wir vergessen haben, uns zu dem macht, was wir sind. […] Ihre Gedanken sind oft düster, doch ihre Sprache leuchtet.«
Manfred Papst, NEUE ZÜRCHER ZEITUNG

»Es gibt wenige, die sich an Sinnfragen so zielsicher heranzuschreiben wissen wie Judith Kuckart.« DIE ZEIT

Judith Kuckart, geboren 1959 in Schwelm (Westfalen), lebt als Autorin und Regisseurin in Berlin und Zürich. Sie veröffentlichte bei DuMont den Roman ›Lenas Liebe‹ (2002), der 2012 verfilmt wurde, den Erzählband ›Die Autorenwitwe‹ (2003), die Neuausgabe ihres Romans ›Der Bibliothekar‹ (2004) sowie die Romane ›Kaiserstraße‹ (2006), ›Die Verdächtige‹ (2008), ›Wünsche‹ (2013), ›Dass man durch Belgien muss auf dem Weg zum Glück‹ (2015) und ›Kein Sturm, nur Wetter‹ (2019). Judith Kuckart wurde mit zahl-
reichen Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnet.

Freitag, 21. Februar 2020, 20 Uhr

Ort: „Traumausstatter“. Süderstr. 9, Meldorf

Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 5 Euro, im Vorverkauf 9 bzw. 4 Euro

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104

Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Sonntag, 16.2.20, 11 Uhr, Feridun Zaimoglu liest aus: „Die Geschichte der Frau“

Der Schriftsteller Feridun Zaimoglu zu Gast in der WDR Sendung «WestArt live» am 27.03.2017 in Köln (Nordrhein-Westfalen). Foto: Horst Galuschka/dpa | Verwendung weltweit

Der Förderverein für Kunst und Kultur Eiderstedt (FKE) hat in seiner Reihe Sonntagsmatineen unter dem Motto „Kunst und …“ den Schriftsteller Feridun Zaimoglu eingeladen. Er spricht anhand seines Buches „Die Geschichte der Frau“ über das Schreiben als männlicher Autor aus weiblicher Sicht und liest aus seinem Werk.

Ein literarisches Abenteuer, ein großer Gesang, ein feministisches Manifest: Feridun Zaimoglus neuer Roman ist ein unverfrorenes Bekenntnis zur Notwendigkeit einer neuen Menschheitserzählung – aus der Sicht der Frau.

Ort: Altes Rathaus, Enge Str. 5, 25836 Garding

Eintritt 7,00 Euro.

Veranstalter: Förderverein für Kunst und Kultur Eiderstedt e.V., den Büchertisch betreut Peter Panter.

Dienstag, 12.11.19, 29 Uhr, Jan Christophersen liest aus: „Ein anständiger Mensch“

Was bedeutet Anstand in der Liebe? Und wer hilft uns, wenn wir schuldlos schuldig werden?

Steen Friis ist studierter Philosoph und öffentlicher Intellektueller: Als Autor mehrerer Bestseller zu Fragen des Anstands wird er von der Presse zitiert, sobald die richtige Haltung zum aktuellen Weltgeschehen zur Debatte steht. In dieser Rolle fühlt Steen sich wohl – bis die Ereignisse weniger Tage all seine Werte infrage stellen. Mit seiner Frau und einem befreundeten Paar verbringt er ein Wochenende in seinem dänischen Inseldomizil. Man plaudert und geht gemeinsam in die Pilze, und ganz beiläufig erinnert seine Frau ihn an ein altes Versprechen: sich gegenseitig auch in der Liebe die größtmögliche Freiheit zu lassen. Noch bevor Steen sich über die ganze Tragweite dieses Gesprächs bewusst wird, geschieht ein Unglück, an dem er sich allein schuldig wähnt und das nicht nur sein Ego, sondern sein gesamtes Weltbild zu erschüttern droht.

„Ein anständiger Mensch verspricht eine jener Neuerscheinungen des sich anbahnenden Bücherherbstes zu sein, die größer sind und herausragen.“ Lübecker Nachrichten

Jan Christophersen, 1974 in Flensburg geboren, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er erhielt mehrere Stipendien, u.a. ein Aufenthaltsstipendium im Künstlerdorf Schöppingen und im Kloster Cismar sowie ein Stipendium der Akademie der Künste zu Berlin. Er ist verheiratet mit der Autorin Mareike Krügel und lebt mit ihr und den Kindern in der Nähe von Schleswig. Sein erster Roman Schneetage wurde 2009 mit dem Debütpreis des Buddenbrookhauses ausgezeichnet.

Ort: Peter Panter Buchladen, Zingelstr, 12, Meldorf

Eintritt: Vorverkauf: € 9,–, ermäßigt € 4,50

Abendkasse: € 10,–, ermäßigt € 5,–

Kartenvorbestellung: 04832 – 4104

Donnerstag, 24.10.19, 20 Uhr, Susanne Mayer liest aus: „Die Dinge unseres Lebens“

Susanne Mayer Foto: Lara Huck

Susanne Mayer
Foto: Lara Huck

Wie viele Dinge sich im Laufe des Lebens und der Generationen ansammeln – das erste Kuscheltier, Liebes- und Abschiedsbriefe, Mamas Pelz, Papas Fotos aus dem Krieg, die Kollektion der Lippenstifte, ein alter Gartenhut, gilbe Dokumente, das gute Kristall. Bleibt alles übrig, wenn wir gehen. Vorbeugendes Aufräumen? Sich „sterbefein machen“, wie die Bayern sagen? Schafft kaum einer und warum auch?
Susanne Mayer verweigert sich dem Zeitgeist, das alles als Gerümpel zu entsorgen. Die gefeierte Autorin wendet sich den Dingen zu und schreibt, leicht und elegant, von dem, was sich in ihnen verdichtet. Es entsteht ein Familienporträt, das anrührend ist und tief verstörend, zum Lachen verführt und nichts weniger ist als eine poetische Geschichte der Bundesrepublik.

„Es war so etwas wie der Sommer meines Lebens. Nicht in dem Sinne, dass es der schönste gewesen wäre, der glücklichste oder auch nur der aufregendste. Es war ein Sommer, in dem sich die Jahre des vorangegangenen Lebens unerwartet zusammenballten, verdichteten zu einer Essenz von dem, was war und noch davor gewesen war. Ich verbrachte in diesem Sommer, der einer der ersten Sommer des neuen Jahrtausends war, viele Wochenenden in dem Haus meiner Mutter, in dem wir aufwuchsen, es war ein schönes Haus am Rande einer mittelgroßen Stadt mit Blick .“

Susanne Mayer, geboren 1952, ist Kulturreporterin und Literaturkritikerin der Wochenzeitung Die Zeit. Sie studierte an den Universitäten Bonn, Freiburg, Oxford und Ann Arbor und promovierte 1985 an der Universität Freiburg im Fach Anglistik. Ab 1983 war sie zunächst Volontärin, dann Redakteurin der Stuttgarter Zeitung. 1986 wechselte sie zur Hamburger Wochenzeitung Die Zeit, bei der sie im Literaturressort tätig ist. Zu ihren Themen-Schwerpunkten gehört auch die Familienpolitik. Sie hat zwei Söhne und lebt in Hamburg. 2005 erschien ihr erfolgreiches Buch „Deutschland armes Kinderland. Wie die Egogesellschaft unsere Zukunft verspielt – Plädoyer für eine neue Familienkultur“. Im Feuilleton der Zeit erscheint ihre Kolumne „Männer!“

Für ihre Arbeiten wurde sie 1985 mit dem Theodor-Wolff-Preis sowie 1990 und erneut 1994 mit dem Emma-Journalistinnen-Preis ausgezeichnet.

Ort: „Traumausstatter“, Süderstr. 9, Meldorf
Eintritt: Vorverkauf: € 9,00 / 5,00 ermäßigt, Abendkasse € 10,00 / 5,00
Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Donnerstag, 26.9.18, 19.30 Uhr, Britta Bendixen liest aus: „Das Geheimnis der Anhalterin“

In Flensburg wird die schrecklich zugerichtete Leiche eines verwitweten Pensionärs gefunden. Die Kommissare Andresen und Weichert ermitteln und kommen einer jungen Frau auf die Spur, die sich in der Nähe des Tatorts aufgehalten hat. Wie sich herausstellt, wurde sie als Anhalterin mitgenommen.
Kristina Wilbert und ihre Freunde sind auf dem Weg zu einer Hochzeitsfeier in Berlin, als sie auf die junge Frau treffen und sich um sie kümmern. Kurz nach der Ankunft in der Hauptstadt ist Kristina plötzlich verschwunden.

Als Zugabe wird Frau Bendixen an diesem mörderischen Kellerabend aus ihrer Sammlung einiger Kurzkrimis „Mitten ins Herz“ lesen. Ihre Flensburger Kommissare Andresen & Weichert ermitteln in drei neuen Fällen.

Vorstellung der Autorin:
Britta Bendixen wuchs in Fensburg auf und machte dort eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten. 2012 begann sie, sich intensiv mit dem Handwerk des Schreibens zu beschäftigen und selbst Geschichten zu erfinden.
Ihr erster Regionalkrimi „Höllisch heiß“ wurde 2014 vom Boyens Buchverlag veröffentlich. 2017 folgte „Der Kuss des Panthers“. Seit 2014 ist sie Mitglied des Flensburger Autorentreffs. Britta Bendixen lebt mit ihrem Mann, den beiden Töchtern und zwei Katzen in Handewitt bei Flensburg.

Karten sind im Vorverkauf in begrenzter Anzahl in der VHS Meldorf-Geschäftsstelle und im Peter Panter Buchladen erhältlich.
Vorverkauf: 9,00 €, Abendkasse: 10,00 €

Ort: Domcafé (Gewölbekeller), Südermarkt 4, Meldorf

Veranstalter: Volkshochschule Meldorf und Peter Panter Buchladen

Freitag, 20.9.19, 20 Uhr, Birgit Vanderbeke spricht über: Fermentieren. Von chemischen, ökologischen, kulinarischen, politischen und sozialen Gärprozessen

Birgit Vanderbeke, geboren 1956 im brandenburgischen Dahme, lebt im Süden Frankreichs. Für „Das Muschelessen“ wurde sie mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Daneben erhielt sie u.a. den Kranichsteiner und den Solothurner Literaturpreis sowie den Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster. Zuletzt erschien von ihr „Alle, die vor uns da waren“, das sie Anfang 2019 auch in Meldorf vorstellte.


Birgit Vanderbeke lebt und kocht und isst seit Jahrzehnten in Südfrankreich (Okzitanien) – und schreibt auch darüber.

Fast ebenso lange kennt sie Meldorf und die hiesige Kohl- und Sauerkraut-Tradition, über die sie ebenfalls schon geschrieben hat.

Birgit Vanderbeke wird von chemischen, ökologischen, kulinarischen, politischen und sozialen Gärprozessen sprechen, wie sie diese in Frankreich und Deutschland wahrnimmt und erlebt.

 

Anhand des Fermentierens wird deutlich, welche Auswirkungen die Art der Lebensmittelzubereitung auf unser Leben hat. Beim Fermentieren entsteht Unabhängigkeit, da man ohne zu kochen – also komplett stromfrei – und ohne irgendwelche Zusatzkosten Lebensmittel konservieren kann, ohne dass diese an Nährwert verlieren, im Gegenteil, sie gewinnen durch diese Methode noch erheblich.

Und wenn man etwas auf gesunde und wohlschmeckende Weise konservieren kann, ohne dass es etwas kostet, macht das natürlich unabhängig vom Kaufen–Müssen: Einmal eingemacht bietet der Keller: Kimchi oder diverses Sauerkraut (sehr hübsch ist eine Mischung aus Weiß- und Rotkohl – die „Choucroute Rosée“), Sellerie, Karotten oder Rettich. Das heißt, man ist auf der Stelle nicht mehr der „ideale“ Konsument, zumal man sehr schnell merkt, wie unangenehm einkaufen ist.

Mit den fermentierten Fruchtkefir-Limonaden ist es eher noch drastischer, weil im Haushalt die Plastikflaschen entfallen, also geht auch die Müllmenge gewaltig herunter.

Birgit Vanderbeke berichtet auch von der französischen Null-Abfall-Bewegung, in der tatsächlich fermentiert wird, was das Zeug hält. Auch Zahnpasta, Rasiercreme und Waschpulver wird selber hergestellt. Die Franzosen sind da wieder lustvoller und subversiver dabei als die Deutschen, deren grüne Tradition eher protestantisch ist, also weniger vergnügt, weil es doch immer ein bisschen wehtun muss.

Wieviel Lebensfreude es dagegen macht, seine eigene (zuckerfreie und noch dazu gesunde) Limonade zu brauen und koreanisches Sauerkraut einzulegen, kann man am 21.9. im Workshop erleben.

Ort: „Traumausstatter“. Süderstr. 9, Meldorf

Eintritt: Vortrag: € 10,–, ermäßigt 5,–, im Vorverkauf: € 9,–, ermäßigt 4,–, Workshop: € 5,–.

Veranstalter: Peter Panter Buchladen mit Unterstützung der Stadt Meldorf und der Quinzaine Franco-allemande d‘Occitanie.

Montag, 12.8.19, 19 Uhr, Nina Lykke liest aus „Aufruhr in mittleren Jahren“

Ingrid und Jan sind rund fünfzig und seit fünfundzwanzig Jahren verheiratet. Sie leben in einem Vorort von Oslo, sie ist Lehrerin, er Ministerialbeamter, vor kurzem wurde er befördert. Es geht ihnen gut, aber ihr Leben gerät aus dem Ruder.
Ingrid erträgt die Motivationsgespräche des Rektors, wäscht zuhause die Unterhosen ihrer fast erwachsenen Jungs und fühlt sich für alles verantwortlich. Seit einer Weile überkommen sie Mordgelüste.
Jan schlittert derweil in eine Affäre mit der jüngeren Arbeitskollegin Hanne.

Mit grandioser Beobachtung, Verve und bösem Witz erzählt Nina Lykke von Versuchungen, von täglicher Überforderung und von einem Familienzerfall im Schleudertempo.

Wenn man Antennen für das Satirische und die Sorgen des wohlhabenden Mittelstands hat, dann ist „Aufruhr in mittleren Jahren“ mit seiner glasscherbenklaren Sprache ein geradezu entspannendes Buch. Nina Lykke stellte ihm ein Zitat des schwedischen Ministerpräsidenten Tage Erlander von 1956 voran: „Es gibt eine Unzufriedenheit, die ich die Unzufriedenheit der hohen Erwartungen nennen möchte.“

Matthias Hannemann, FAZ

Man kann Aufruhr in mittleren Jahren als Mixtur von Wohlbekanntem mit einem dem neuen Zeitgeist von Entschleunigung, „Flow“ und Achtsamkeit geschuldeten Seitenblick lesen. Lykke lässt ihren Figuren viel Raum und den Lesern Zeit, ihre unterschiedlichen Gemütszustände und Handlungsmotivationen nachzuvollziehen.

Liane Schüller, Literaturkritik.de

Nina Lykke wurde 1965 geboren. Ihr Debüt Orgien, og andre fortellinger (2010) war für den norwegischen Jugendkritikerpreis nominiert. Ihren Durchbruch hatte Lykke mit ihrem Roman Aufruhr in mittleren Jahren (2016), der in Norwegen eines der am meisten besprochenen Bücher des Jahres war, den norwegischen Jugendkritikerpreis gewann und in Norwegens größtem Bücherklub zum Buch des Monats gekürt wurde.

Ort: Altes Rathaus, Enge Str. 5, Garding

Eintritt: € 7,–.

Veranstalter: Förderverein für Kunst und Kultur Eiderstedt e.V. in Kooperation mit dem Literaturhaus Schleswig-Holstein, Büchertisch: Peter Panter Buchladen

Der Literatursommer Norwegen 2019 wird gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Schleswig-Holstein, vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein und von Norwegian Literature Abroad (Frankfurter Buchmesse 2019 Norway Guest of Honour).