Donnerstag, 3.5.2018, 19 Uhr, „Ankommen in Dithmarschen“ Eine Lesung der eritreischen Zuwanderer Aman, Berhane, Huruy, Mhretab, Resom und Saleh

Am Donnerstag, den 3. Mai 2018, um 19:00 Uhr stellen junge Zuwanderer aus Eritrea, die mittlerweile in und um Meldorf leben, ihr neues Buch „ Ankommen in Dithmarschen“ im Peter Panter Buchladen vor.

Sie lesen eigene Erzählungen und Interviews in deutscher Sprache.

Im Jahr 2016 hat sich die Gruppe im Rahmen des Projekts „Freiwillige Inklusiv“ der Diakonie gefunden und sich in Begleitung von Ehrenamtlichen in Dithmarschen orientiert. Sie machten erste Schritte auf dem Weg in die Teilhabe an der deutschen Gesellschaft. Sprachlich wurden sie von Habtom Ghirmay aus Kiel unterstützt.

Neben gemeinsamen Aktivitäten, die die Gruppe zusammenschweißten, berichteten sie gern über ihre Erlebnisse auf dem Weg von Eritrea und ihr Ankommen in Dithmarschen, die in ihrem Buch veröffentlicht werden. Über die persönlichen Geschichten und einzelnen Schicksale gewinnt man einen Einblick in die enormen Herausforderungen und Leistungen der Geflüchteten.

Es sind beispielhafte Einzelschicksale und persönliche Geschichten, die berühren. Was waren ihre Fluchtgründe? Warum verlassen junge Männer ihre Familien, ihr Land in eine ungewisse Zukunft? Was ist auf dem Weg hierher geschehen? Wie geht es ihnen nach dem Ankommen in einer ländlichen Region Schleswig-Holsteins? Was hilft bei der Integration? Wie gelingt Teilhabe? Welche Perspektiven sind möglich?

Ihre Geschichten lassen erahnen, welche Anstrengungen sie für ihre Integration in ein völlig fremdes Land erbringen müssen. Es bedarf großer Geduld und viel Raum für interkulturelle Begegnungen, um die Fremdheit der Begegnung zwischen den Einheimischen und den Neuzuwanderern zu verringern. Für die jungen Eritreer, die sich hier ein neues Leben aufbauen, ist es wichtig, die Werte und Regeln im neuen Land zu verstehen und dennoch dabei nicht die eigene kulturelle Identität zu verlieren.

Begleitet wurden sie bei vielen Aktivitäten von der syrischen Fotografin und Filmerin Sara Alkoud, die selbst eigene Fluchterfahrungen hat und sich in Deutschland neu orientiert. In der Dokumentation findet man viele schöne Fotos, die bei gemeinsamen Erlebnissen entstanden sind und das Ankommen der Gruppe illustrieren.

Ort: Peter Panter Buchladen, Zingelstr. 12, 25704 Meldorf

Eintritt: € 5,00

Veranstalter: Peter Panter Buchladen und Diakonisches Werk Schleswig-Holstein

Freitag, 18.5.2018, 20 Uhr, Lars Amenda liest aus: „Gregers Nissen – Fahrradpionier und Reiseschriftsteller“

Am Freitag, den 18. Mai.2018 liest Lars Amenda aus seinem neuen Buch „ Gregers Nissen – Fahrradpionier und Reiseschriftsteller“ , das er zusammen mit Oliver Leibbrand geschrieben hat.

Gregers Nissen (1867-1942) gehört zu den fast vergessenen Fahrradpionieren. Schon in den 1890er-Jahren und noch lange danach setzte er sich für das Radfahren als Breitensport ein. Er schätzte den gesundheitlichen Nutzen und die Verbundenheit mit der Natur beim Wanderfahren. Woher aber kam die Fahrradbegeisterung des gebürtigen Nordfriesen? Verfolgte er auch politische Ziele? Auf der Grundlage von zahlreichen Quellen beschäftigen sich die Autoren sowohl mit Nissens Jugend als auch mit seinem Wirken im Radsport und seiner Position in der Weimarer Republik und NS-Zeit. Nissen war diesbezüglich einer der wichtigsten Pioniere in Deutschland, hat Fahrradkarten mit initiiert, Reiseführer geschrieben, für offene Grenzen für Radreisende gekämpft, für gute Radwege in Stadt und Land plädiert und war international sehr gut vernetzt. Anfang des 20. Jahrhunderts hat er mehrfach Delegationen aus Kopenhagen durch Hamburg geführt, um ihnen die vorbildliche Fahrradinfrastruktur zu zeigen . Rad gefahren ist er auch noch ohne Ende.

Dr.Lars Amenda und Oliver Leibbrand,M.A. sind Historiker und selbst im Radsport aktiv.

Als Vorsitzende des Altonaer Bicyle Clubs von 1869/80 stehen sie jenem Verein vor, den auch Gregers Nissen leitete.

Ort: „ Traumausstatter“, Süderstr.9, 25704 Meldorf

Vorverkauf: Euro 7,00/3,50 ermäßigt, Abendkasse: Euro 8,00/4,00

Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Freitag, 23.3.2018, 20.°° Uhr, Sechster Meldorfer Poetry Slam

Da die Begeisterung des Publikums bei den ersten fünf Meldorfer Poetry Slams so groß war, sind der Moderator Stefan Schwarck und die SlammerInnen für eine neue Runde in Meldorf bereit.

Poetry Slams sind moderne Dichterwettkämpfe, wie es sie ganz ähnlich schon im alten Griechenland und im Mittelalter gab. Auf den Poetry Slam-Bühnen sieht man gelebte Literatur, Texte, die von den Dichtern selbst geschrieben und oft sogar auswendig performt werden.

Das Publikum entscheidet dann per Applaus über den besten Dichter des Abends. Poetry Slam ist Spiel mit der Sprache. Ob Lyrik, Rap, Freestyle, Poesie oder Geschichten, alles ist Slam Poetry, wenn es gesprochen und vorgetragen wird.

Poetry Slam bietet Slampoeten und Autoren eine Plattform um mit- und gegeneinander um die Gunst des Publikums zu kämpfen. Teilnehmen kann jeder, in sechs Minuten pro Runde fast alles erlaubt. Nur selbstgeschrieben müssen die Texte sein.

Lust, selber auf der Bühne zu stehen? Anmeldung und Infos unter info@assembleart.com

Location: Theater im Forum, Promenade 22, Gemeinschaftsschule , Weiderbaum 4, 25704 Meldorf

Moderation: Stefan Schwarck
Mit: t.b.a.

Freitag, den 23.03.2018
Einlass: 19:15
Beginn: 20:00
Eintritt: € 12 / ermäßigt 5

Vorverkauf ab sofort im Peter Panter Buchladen 04832 – 4104, buchladen@peter-panter.de

Veranstalter: Peter Panter Buchladen & Gemeinschaftsschule Meldorf

Freitag, 9.3.2018, 20.°° Uhr, Susanne Mayer liest aus: „Männer“

Männer! Das ist ein Ausruf des ungläubigen Staunens, des kopfschüttelnden Unglaubens, gelegentlich der Bewunderung. Hat da ein Politiker wirklich seinen Penis als Snapshot gepostet? Sind Männer besonders zärtlich, also mit Hunden? Wie fühlt sich der Weihnachtsmann unter seiner Burka? Wann schlafen sie, die harten Kerle, wie oft weinte Barack Obama?

Der Mann gilt als Mitglied des starken Geschlechts, dabei werden seine erstaunlichen, oft zarten Seiten nicht selten übersehen. In Susanne Mayer hat der Mann ein Gegenüber, deren Blick liebevoll und forschend auf ihm liegt und ihm und uns Seiten enthüllt, von denen er oft selber gar nichts geahnt hat. In kurzen, oft schreiend komischen Kapiteln analysiert Susanne Mayer eine Welt, in der Männer die Herren geben sollen, die ihnen im Alltag aber selten etwas schenkt. Eine scharfsinnige Bestandsaufnahme von etwas, das zu oft als Geschlechterkampf beschrieben wird.

Susanne Mayer Foto: Lara Huck

Susanne Mayer
Foto: Lara Huck

Die Hälfte der Menschheit. Männer gibt es jede Menge. In Deutschland 40 Millionen. Sie treten auf in den Zufallssortierungen Papas oder Chefs, Nachbarn, Kollegen, DJs und CEOs, Taxifahrer, Barmixer, Lehrer. Friseure, Gärtner, Beamte. Politiker oder Lover. Männer sind unter Hoodys versteckt oder schleppen silberne Köfferchen in den ICE, schieben Kinderwagen im Slalom durch eine dichte Menschenmenge, einhändig, oder pressen am Gate ihr Smartphone ans Ohr, bis der Schweiß tropft und das Boarding-Licht flackert und das Bodenpersonal die Krise kriegt.“

Susanne Mayer, geboren 1952, ist Kulturreporterin und Literaturkritikerin der Wochenzeitung Die Zeit. Sie studierte an den Universitäten Bonn, Freiburg, Oxford und Ann Arbor und promovierte 1985 an der Universität Freiburg im Fach Anglistik. Ab 1983 war sie zunächst Volontärin, dann Redakteurin der Stuttgarter Zeitung. 1986 wechselte sie zur Hamburger Wochenzeitung Die Zeit, bei der sie im Literaturressort tätig ist. Zu ihren Themen-Schwerpunkten gehört auch die Familienpolitik. Sie hat zwei Söhne und lebt in Hamburg. 2005 erschien ihr erfolgreiches Buch „Deutschland armes Kinderland. Wie die Egogesellschaft unsere Zukunft verspielt – Plädoyer für eine neue Familienkultur“. Im Feuilleton der Zeit erscheint ihre Kolumne „Männer!“


Für ihre Arbeiten wurde sie 1985 mit dem Theodor-Wolff-Preis sowie 1990 und erneut 1994 mit dem Emma-Journalistinnen-Preis ausgezeichnet.

Ort: „Traumausstatter“, Süderstr. 9, Meldorf

Eintritt: Vorverkauf: € 7/3,50 ermäßigt, Abendkasse €8/4,00

Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Freitag, 2.3.2018, 20.°° Uhr, Jasper Nicolaisen liest aus: „Ein schönes Kleid“

Die Welt um Jannis und Levi herum scheint halbwegs in Ordnung zu sein. Beziehung, Wohnung, Arbeit – die wichtigsten Kernbereiche des Zusammenlebens sind mehr oder weniger gesichert. Wenn da nicht was wäre, was den beiden Männern fehlt.
Sie hätten gern ein Kind.
So beschließen sie nach einigem Überlegen, einen Pflegesohn aufzunehmen, und machen sich auf zu einem Abenteuer, das sich mal skurril, mal bürokratisch, mal lustig-absurd, mal herzzerreißend – genderqueer gestaltet.
Vom ersten Termin beim Jugendamt, dem Kennenlernen des Pflegesohns Valentin und dessen leiblicher Mutter Jessica bis hin zur Eingewöhnung in den Kindergarten – wir begleiten den Ich-Erzähler Jannis und dessen Mann Levi während der vielen Etappen auf dem Wege zum queeren Familienglück.

Jasper Nicolaisen ist Übersetzer, Autor und arbeitet mit Kindern und deren Eltern. Er mag Boxen, Spiele mit Elfen und Zwergen und Cowboylieder. Mit einem Mann und einem Kind lebt er in Berlin.

Ort: „Traumausstatter“, Süderstr. 9, Meldorf
Veranstalter: „Westküste denkt queer“

 

Deniz Yücel: Wir sind ja nicht zum Spaß hier

„Dieser Ort“, schreibt Deniz Yücel im Februar 2017 aus dem Polizeigewahrsam in Istanbul, „hat keine Erinnerung. Alle, die ich hier kennengelernt habe – kurdische Aktivisten, Makler, Katasterbeamte, festgenommene Richter und Polizisten, Gangster – alle haben mir gesagt: ‚Du musst das aufschreiben, Deniz Abi.‘ Ich habe gesagt: ‚Logisch, mach ich. Ist schließlich mein Job. Wir sind ja nicht zum Spaß hier.'“

Seinem Job als Journalist kann er seither nicht nachgehen. Denn er sitzt in der Türkei in Untersuchungshaft – davon neun Monate in einer Einzelzelle. Alle Anstrengungen seiner Anwälte, seiner Freunde und Kollegen in Deutschland wie in der Türkei, internationaler Journalistenorganisationen und der Bundesregierung seine Freilassung zu erwirken, sind bisher gescheitert. Nicht einmal eine Anklageschrift liegt bislang vor (Stand Dezember 2017). Doch seine Stimme lässt sich nicht wegsperren.

In mühsamer Kommunikation über seine Anwälte und kuratiert von der Journalistin Doris Akrap hat er eine Auswahl aus seinen Texten aus den vergangenen 13 Jahren zu einem ebenso klugen wie unterhaltsamen und in jeder Hinsicht abwechslungsreichen Buch zusammengestellt – Reportagen, Satiren, Polemiken, Kommentare, Glossen und andere „Gebrauchstexte aus dem Handgemenge“. Außerdem gibt es zwei Stücke, die er im Hochsicherheitsgefängnis Silivri Nr. 9 hierfür verfasst hat, sowie einen Beitrag seiner Frau, der Fernsehproduzentin und Lyrikerin Dilek Mayatürk Yücel.

Ob es um Journalismus geht – „Scheißefinden und Besserwissen“ -, um unsere Mitbürger mit Migrationshintergrund – „Mathe für Ausländer“ -, um ganz Allgemeines wie „Biokoks und Surenbingo“ oder, natürlich, um die Türkei – „Der Chef, der Putsch und der Park“: Bei Yücel geht bissige Gesellschaftskritik mit einer klaren Analyse der harten Fakten einher.

„Aber wir sind ja nicht zum Spaß hier“: Mit diesem Buch sprechen wir unserem Autor und Freund unsere Solidarität aus und fordern die sofortige Freilassung Deniz Yücels und aller in der Türkei inhaftierten Journalistinnen und Journalisten.

ISBN 978-3-96054-073-1

Edition Nautilus Februar 2018, EURO 16,00

Donnerstag, 8.2.2018, 19.30 Uhr, Die „Küstenautoren“ lesen aus: „Mörderisches Schleswig-Holstein“

Im Rahmen des „Mörderischen Kellerabends“ im Gewölbekeller des Dom-Cafés sind die „Küstenautoren“ zu Gast.

Die deutsche Küste bietet wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaften. Egal ob Nord- oder Ostsee, lädt sie zum erholsamen Verbleib ein, nicht zuletzt in Schleswig-Holstein. Doch die Idylle trügt, zumindest, wenn man den Küstenautoren trauen mag. „Mörderisches Schleswig-Holstein“ ist ein Urlaubsbegleiter der etwas anderen Art. Er verbindet die schöne Natur und die kleinen Dörfer des Nordens mit brutalen Morden, dunklen Familiengeheimnissen, Betrug und Verrat. Frei erdacht und schaurig spannend führen die Geschichten der Küstenautoren in die Welt der Untoten von Sylt, in die Abgründe der Habgier, aber gleichzeitig auch in viele sehenswerte Ortschaften, die man auf einer Reise ans Meer nicht verpassen sollte.

Im Frühjahr 2014 gründeten Frauke Sattler, Kerstin Schreiber und Petra Winter die Autorengruppe „Küstenautoren“. Später kamen Lars Krumbach und Frank Volkelt dazu. Sie veröffentlichten verschiedene Anthologien und gehen regelmäßig auf Lesetour.

Ort: Domcafé, Südermarkt 4, Meldorf

Eintritt: Vorverkauf: € 10,00, Anmeldung bei der VHS, Telefon 04832 – 95750

Veranstalter: Volkshochschule Meldorf und Peter Panter Buchladen

 

Rafik Schami: Sophia oder der Anfang aller Geschichten

Politthriller, Spionageroman, Liebesgeschichte
Heimweh zieht Salman nach vielen Jahren im Exil in seine Heimatstadt Damaskus zurück. Er verlässt sich auf eine Generalamnestie, nicht ahnend, dass sein Cousin Elias, ein hochrangiger Geheimdienstoffizier, ihn in eine Falle gelockt hat: Elias will Lösegeld erpressen und Salman dann in den Folterkellern verschwinden lassen. Salman gelingt es, rechtzeitig unterzutauchen, aber wie soll es weitergehen? Da erinnert sich seine Mutter Sophia an ein Versprechen ihrer Jugendliebe Karim – jetzt wird sich zeigen, ob er zu seinem Wort stehen kann. Liebe, Drama, Spannung, Poesie, Tragödie, auch dieser Roman ist ein echter Schami: hochunterhaltsam und dabei im besten Sinne aufklärerisch.

ISBN 978-3-423-14601-2

dtv Oktober 2017, EURO 12,90

Andreas Altenburg: Wir sind die Freeses. Leg doch ma das Handy wech

Nach dem riesigen Erfolg des ersten Teils von „Wir sind die Freeses.“ erscheint nun endlich das zweite Hörbuch zur täglichen Radio-Comedy von NDR 2.
Oma Rosi, die erfolgreich ein eigenes Taxiunternehmen führt, ihre alleinerziehende Tochter Bianca, der 13-jährige Enkel Svenni, inselbegabt und heimlicher Star im Haus, und Untermieter Heiko sind Deutschlands beliebteste Comedy-Familie. Mit dem Handy am Ohr und dem Herz am rechten Fleck trotzen sie beherzt dem Alltagswahnsinn!

ISBN 978-3-7424-0259-2

3 CDs, Der Audio Verlag Oktober 2017, EURO 19,99