Rafik Schami: Sophia oder der Anfang aller Geschichten

Politthriller, Spionageroman, Liebesgeschichte
Heimweh zieht Salman nach vielen Jahren im Exil in seine Heimatstadt Damaskus zurück. Er verlässt sich auf eine Generalamnestie, nicht ahnend, dass sein Cousin Elias, ein hochrangiger Geheimdienstoffizier, ihn in eine Falle gelockt hat: Elias will Lösegeld erpressen und Salman dann in den Folterkellern verschwinden lassen. Salman gelingt es, rechtzeitig unterzutauchen, aber wie soll es weitergehen? Da erinnert sich seine Mutter Sophia an ein Versprechen ihrer Jugendliebe Karim – jetzt wird sich zeigen, ob er zu seinem Wort stehen kann. Liebe, Drama, Spannung, Poesie, Tragödie, auch dieser Roman ist ein echter Schami: hochunterhaltsam und dabei im besten Sinne aufklärerisch.

ISBN 978-3-423-14601-2

dtv Oktober 2017, EURO 12,90

Andreas Altenburg: Wir sind die Freeses. Leg doch ma das Handy wech

Nach dem riesigen Erfolg des ersten Teils von „Wir sind die Freeses.“ erscheint nun endlich das zweite Hörbuch zur täglichen Radio-Comedy von NDR 2.
Oma Rosi, die erfolgreich ein eigenes Taxiunternehmen führt, ihre alleinerziehende Tochter Bianca, der 13-jährige Enkel Svenni, inselbegabt und heimlicher Star im Haus, und Untermieter Heiko sind Deutschlands beliebteste Comedy-Familie. Mit dem Handy am Ohr und dem Herz am rechten Fleck trotzen sie beherzt dem Alltagswahnsinn!

ISBN 978-3-7424-0259-2

3 CDs, Der Audio Verlag Oktober 2017, EURO 19,99

Gabriele Krone-Schmalz: Eiszeit

Zwischen Russland und dem Westen herrscht Eiszeit. Es vergeht kaum ein Tag ohne eine neue Horrornachricht aus dem „Reich des Bösen“. Warum ist das so? Geht es wirklich nur um Menschenrechte und westliche Werte? Wie kommt es eigentlich, dass immer gerade die Staaten ins Visier geraten, die den Westen geostrategisch herausfordern?

In ihrem neuen Buch warnt Gabriele Krone-Schmalz vor einem Rückfall in die einfachen Denkmuster und klaren Feindbilder des Kalten Krieges. Wladimir Putins Ziele seien expansiv, wird behauptet, er bedrohe Polen und das Baltikum. Doch auf welcher Grundlage werden diese Schlussfolgerungen eigentlich gezogen? Könnte es nicht auch sein, dass Russland aus der strategischen Defensive heraus handelt und versucht, bestehende Einflusszonen zu halten? Wer agiert, wer reagiert? Und welche Politik sollten wir daher gegenüber Russland verfolgen: Eindämmung durch Abschreckung oder Wandel durch Annäherung? Eigentlich müsste über diese Fragen offen gestritten werden. Stattdessen werden Abweichler als Russlandversteher diffamiert und ausgegrenzt. Und das obwohl es um die wichtigste Frage überhaupt geht: das friedliche Zusammenleben mit unseren Nachbarn.

ISBN 978-3-406-71412-2

Verlag C. H. Beck Oktober 2017, EURO 16,95

Donnerstag, 9.11.2017, 20°° Uhr, Mareike Krügel liest aus: „Sieh mich an“

Der erste Tag vom Ende des Lebens…

Man kann ja nicht einfach sterben, wenn die Dinge noch ungeklärt sind. Das denkt Katharina, seit sie vor Kurzem das Etwas in ihrer Brust entdeckt hat. Niemand weiß davon, und das ist auch gut so. Denn an diesem Wochenende soll ein letztes Mal alles wie immer sein. Und so entrollt sich das Chaos eines ganz normalen Freitags vor ihr. Während sie aber einen abgetrennten Daumen versorgt, ihren brennenden Trockner löscht und sich auf den emotional nicht unbedenklichen Besuch eines Studienfreundes vorbereitet, beginnt ihr Vorsatz zu bröckeln, und sie stellt sich große Fragen: Ist alles so geworden, wie sie wollte? Ihre Musik, ihre Kinder, die Ehe mit dem in letzter Zeit viel zu abwesenden Costas? Als der Tag fast zu Ende ist, beschließt sie, endlich ihr Geheimnis mit jemandem zu teilen, den sie liebt.

Die Heldin in Mareike Krügels rasantem, klugem Roman gehört ganz sicher zu den einnehmendsten Frauengestalten in der deutschen Gegenwartsliteratur.

Mareike Krügel ist 1977 in Kiel geboren, studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Seit 2003 hat sie drei Romane veröffentlicht. Sie lebt bei Schleswig.

Mareike Krügel erhielt zahlreiche Stipendien, u.a. in der Villa Decius in Krakau, und ist Mitglied im PEN Deutschland. Im Jahr 2003 bekam sie den Förderpreis der Stadt Hamburg und wurde 2006 mit dem Friedrich-Hebbel-Preis ausgezeichnet.

Ort: „Traumausstatter“. Süderstr. 9, Meldorf
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 4 Euro, im Vorverkauf 7 bzw. 3,50 Euro
Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104
Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Donnerstag, 2.11.2017, 19.30 Uhr, Heike Meckelmann liest aus: „Küstenschatten“

Im Rahmen des „Mörderischen Kellerabends“ im Gewölbekeller des Dom-Cafés, Südermarkt 4, kommt Heike Meckelmann nach Meldorf.

Eisige Zeiten  Am Strand vom Grünen Brink entdecken Urlauber eine grausam zerstückelte Leiche. Dabei handelt es sich um einen Mann, der erst wenige Tage zuvor auf einer Fähre eine Prostituierte schwer misshandelt hat. Die Polizei versucht verzweifelt die Wahrheit ans Licht zu bringen, doch es fehlt ihr an Spuren. Das auffällige Tattoo am Nacken des Opfers ist der einzige Hinweis. Welche Rolle spielt die verängstigte Frau? Für die Kommissare Westermann und Hartwig beginnt in ihrem zweiten Fall auf der Insel ein blutiges Katz-und-Maus-Spiel.

Heike Meckelmann, 25 Jahre selbstständige Friseurmeisterin, studierte Betriebswirtschaft und absolvierte eine Ausbildung zur Fotografin. Zeitgleich brachte sie als Sängerin unter dem Künstlernamen »Nila Martin« die maritime CD »Piratenland« heraus, deren Texte sie fast ausschließlich selbst verfasste. Seit 2012 arbeitet sie als freie Autorin auf Fehmarn. Ihr erster Roman Küstenschrei wurde zum erfolgreichen Debüt um die Oldenburger Kommissare Dirk Westermann und Thomas Hartwig. Sie schreibt vorwiegend Kurzgeschichten und Kriminalromane, die die Facetten der Insel und ihrer Bewohner gefühlvoll einfangen. Die Autorin bezeichnet sich selbst als Insulanerin, die mit Mann und Sohn auf Fehmarn eine kleine Pension betreibt und nah am Meer und doch mittendrin wie die Romanfigur Charlotte Hagedorn, ihrer kleinen Miss Marple, in ihren Geschichten lebt.

Veranstalter: Peter Panter Buchladen und Volkshochschule Meldorf

Eintritt: 10 Euro

Vorverkauf: VHS, Süderstr. 16, Meldorf, 04832 – 9575-0

Freitag, 3.11.2017, 20 Uhr, Judith Arlt liest aus: „Handschlag der Tide“ und „Hooger Nüsse“

Judith Arlt, geboren in der Schweiz, lebte und arbeitete lange in Warschau und Berlin, seit zehn Jahren in Meldorf.

Das Jahr 2016 verbrachte sie als Halligschreiberin auf Hallig Hooge und schrieb dort an ihrer topologischen Autobiografie „Handschlag der Tide“.

Dies ist ein langangelegtes Prosaprojekt, das sich nur am Schauplatz des Erlebten orientiert und fast ganz ohne handelnde Personen auskommt. Zwei entgegengesetzte Landschaften bilden das Zentrum des Textes: die Glarner Alpen und das Wattenmeer. Der Mensch existiert darin höchstens als ein randständiges, wetterleuchtendes Element.

Der Handschlag der Tide regelt das Leben der Frau im Watt. Auf Was­ser kann sie sich verlassen. Der Tidenstrom pendelt wie eine Stockuhr durch ihre Pfahlbauhütte. Unverwüstlich. Höflich mit Handkuss. Stur im Auf und Ab. Der Sonnenaufgang hingegen ist launisch und Seenebel sind hinterlistig.

Oonagh hört den Stillstand der Gezeit und presst Faschinen zwischen die brusthohen Pfähle. Sie befestigt sie mit Spanndraht. Die Alltagswellen beruhigen sich an den Lahnungen und verrennen sich nicht in die Hallig­kante. Das Springhochwasser ist ein Durchzügler wie der Steinwälzer. Sobald die Flut gesättigt ist, löst die Ebbe sie ab. Anders der Mond. Die Halligfrau wacht über störungsanfällige Koloniebrüter. Bei Seichtwasser­tide seihen die Löffler das flache Wasser mit pendelnden Kopfbewe­gungen. Oft verschwindet das Licht unvermutet aus dem Tag. Nie aber fehlt der Scheitelpegel, oder zu Ostern die gefräßigen Ringelgänse. Auch Goldregenpfeifer und Grünschenkel erscheinen pünktlich zum Appell auf der Salzwiese.“ (© Judith Arlt 2017)

Ort: „Traumausstatter“. Süderstr. 9, Meldorf
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 4 Euro, im Vorverkauf 7 bzw. 3,50 Euro
Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104
Veranstalter: Peter Panter Buchladen und Unternehmen Leselust – Förderverein der Stadtbücherei Meldorf e.V.

Donnerstag, 23.11.2017, 19.30 Uhr, Detlef Grumbach liest aus: „Demo. Für. Alle“

Detlef Grumbach studierte Germanistik und arbeitete als Buchhändler. Nach der Gründung des Männerschwarm Verlags arbeitet er dort. Er hat zahlreiche Bücher herausgegeben und Beiträge verfasst. Außerdem arbeitet er als freier Journalist und Literaturkritiker.

Ist die «Bewegung» in eine Falle gelaufen, als sie Toleranz für eine «Liebe wie jede andere auch» forderte? Werden nur solche Homosexuelle geduldet, die so leben wie die Heteros, in festen Partnerschaften, nach deren Mustern? Und wie brüchig ist diese Duldung? «Demos für alle», «besorgte Eltern» und die beschämenden Reaktionen auf den tödlichen Anschlag von Orlando/USA haben diese längst gärenden Fragen ins Bewusstsein gerückt. Auch die Frage nach den Perspektiven: Was müssen wir tun, dass sexuelle Vielfalt endlich respektiert wird – egal ob in Partnerschaften oder promisk, lesbisch, schwul, bi oder trans*?

Eintritt: 3,00 €

Ort: Bornholdt, Zingelstr. 14, 25704 Meldorf

Eine Veranstaltung von „Westküste denkt queer“ und Peter Panter Buchladen

Rainbow Rowell: Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow

Simon Snow ist der mächtigste Zauberer, den die Welt der Magie je hervorgebracht hat. Wäre da nur nicht die Tatsache, dass Simon völlig unfähig ist, seine magischen Kräfte zu steuern. Aber dafür ist ja Watford da, das Zaubererinternat. Für Simons Zimmergenossen Baz – Vampir aus angesehener Familie und Simon in freundlichem Hass zugetan – ist er, der Auserwählte, eine wahre Fehlbesetzung. Am liebsten würde Baz den Magie sprühenden Simon mit seinen spitzen Zähnen ein für alle Mal erledigen. Doch dazu kommt es nicht, vorerst zumindest. Denn die verfeindeten Jungs tun sich zusammen, um gemeinsam mit ihrer blitzgescheiten Schulkameradin Penelope den Mord an Baz‘ Mutter aufzuklären. Für Simon beginnt eine Achterbahn der Gefühle. Und die Welt der Zauberer steht fortan nicht nur in Liebesdingen kopf.

ISBN 978-3-423-64032-9

dtv August 2017, EURO 19,95

Lucia Berlin: Was ich sonst noch verpasst habe. Storys

Niemals aufgeben: ein Buch voller zweiter Chancen

Alleinerziehende Mütter, Alkoholikerinnen auf Entzug, Haushaltshilfen, Krankenschwestern und Sekretärinnen – Lucia Berlin erzählt von unterprivilegierten Frauen, die um ein besseres Leben kämpfen. In Waschsalons, Cafés und Restaurants, Krankenhäusern und Arztpraxen zeigen sich die kleinen Wunder des Lebens oder entwickeln sich herzzerreißende Tragödien, denen die Autorin mal mit abgründigem Humor, dann wieder voller Melancholie, aber stets mit ergreifender Empathie auf den Grund geht.

Unsentimental und unaufgeregt erkundet Lucia Berlin die Warteräume des Lebens und richtet ihren Blick nicht nur auf die schmutzigen Winkel, sondern auch auf die Sonnenstrahlen mitten im prosaischen Alltag.

ISBN 978-3-423-14586-2
dtv August 2017, EURO 12,90