Donnerstag, 9.11.2017, 20°° Uhr, Mareike Krügel liest aus: „Sieh mich an“

Der erste Tag vom Ende des Lebens…

Man kann ja nicht einfach sterben, wenn die Dinge noch ungeklärt sind. Das denkt Katharina, seit sie vor Kurzem das Etwas in ihrer Brust entdeckt hat. Niemand weiß davon, und das ist auch gut so. Denn an diesem Wochenende soll ein letztes Mal alles wie immer sein. Und so entrollt sich das Chaos eines ganz normalen Freitags vor ihr. Während sie aber einen abgetrennten Daumen versorgt, ihren brennenden Trockner löscht und sich auf den emotional nicht unbedenklichen Besuch eines Studienfreundes vorbereitet, beginnt ihr Vorsatz zu bröckeln, und sie stellt sich große Fragen: Ist alles so geworden, wie sie wollte? Ihre Musik, ihre Kinder, die Ehe mit dem in letzter Zeit viel zu abwesenden Costas? Als der Tag fast zu Ende ist, beschließt sie, endlich ihr Geheimnis mit jemandem zu teilen, den sie liebt.

Die Heldin in Mareike Krügels rasantem, klugem Roman gehört ganz sicher zu den einnehmendsten Frauengestalten in der deutschen Gegenwartsliteratur.

Mareike Krügel ist 1977 in Kiel geboren, studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Seit 2003 hat sie drei Romane veröffentlicht. Sie lebt bei Schleswig.

Mareike Krügel erhielt zahlreiche Stipendien, u.a. in der Villa Decius in Krakau, und ist Mitglied im PEN Deutschland. Im Jahr 2003 bekam sie den Förderpreis der Stadt Hamburg und wurde 2006 mit dem Friedrich-Hebbel-Preis ausgezeichnet.

Ort: „Traumausstatter“. Süderstr. 9, Meldorf
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 4 Euro, im Vorverkauf 7 bzw. 3,50 Euro
Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104
Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Donnerstag, 2.11.2017, 19.30 Uhr, Heike Meckelmann liest aus: „Küstenschatten“

Im Rahmen des „Mörderischen Kellerabends“ im Gewölbekeller des Dom-Cafés, Südermarkt 4, kommt Heike Meckelmann nach Meldorf.

Eisige Zeiten  Am Strand vom Grünen Brink entdecken Urlauber eine grausam zerstückelte Leiche. Dabei handelt es sich um einen Mann, der erst wenige Tage zuvor auf einer Fähre eine Prostituierte schwer misshandelt hat. Die Polizei versucht verzweifelt die Wahrheit ans Licht zu bringen, doch es fehlt ihr an Spuren. Das auffällige Tattoo am Nacken des Opfers ist der einzige Hinweis. Welche Rolle spielt die verängstigte Frau? Für die Kommissare Westermann und Hartwig beginnt in ihrem zweiten Fall auf der Insel ein blutiges Katz-und-Maus-Spiel.

Heike Meckelmann, 25 Jahre selbstständige Friseurmeisterin, studierte Betriebswirtschaft und absolvierte eine Ausbildung zur Fotografin. Zeitgleich brachte sie als Sängerin unter dem Künstlernamen »Nila Martin« die maritime CD »Piratenland« heraus, deren Texte sie fast ausschließlich selbst verfasste. Seit 2012 arbeitet sie als freie Autorin auf Fehmarn. Ihr erster Roman Küstenschrei wurde zum erfolgreichen Debüt um die Oldenburger Kommissare Dirk Westermann und Thomas Hartwig. Sie schreibt vorwiegend Kurzgeschichten und Kriminalromane, die die Facetten der Insel und ihrer Bewohner gefühlvoll einfangen. Die Autorin bezeichnet sich selbst als Insulanerin, die mit Mann und Sohn auf Fehmarn eine kleine Pension betreibt und nah am Meer und doch mittendrin wie die Romanfigur Charlotte Hagedorn, ihrer kleinen Miss Marple, in ihren Geschichten lebt.

Veranstalter: Peter Panter Buchladen und Volkshochschule Meldorf

Eintritt: 10 Euro

Vorverkauf: VHS, Süderstr. 16, Meldorf, 04832 – 9575-0

Freitag, 3.11.2017, 20 Uhr, Judith Arlt liest aus: „Handschlag der Tide“ und „Hooger Nüsse“

Judith Arlt, geboren in der Schweiz, lebte und arbeitete lange in Warschau und Berlin, seit zehn Jahren in Meldorf.

Das Jahr 2016 verbrachte sie als Halligschreiberin auf Hallig Hooge und schrieb dort an ihrer topologischen Autobiografie „Handschlag der Tide“.

Dies ist ein langangelegtes Prosaprojekt, das sich nur am Schauplatz des Erlebten orientiert und fast ganz ohne handelnde Personen auskommt. Zwei entgegengesetzte Landschaften bilden das Zentrum des Textes: die Glarner Alpen und das Wattenmeer. Der Mensch existiert darin höchstens als ein randständiges, wetterleuchtendes Element.

Der Handschlag der Tide regelt das Leben der Frau im Watt. Auf Was­ser kann sie sich verlassen. Der Tidenstrom pendelt wie eine Stockuhr durch ihre Pfahlbauhütte. Unverwüstlich. Höflich mit Handkuss. Stur im Auf und Ab. Der Sonnenaufgang hingegen ist launisch und Seenebel sind hinterlistig.

Oonagh hört den Stillstand der Gezeit und presst Faschinen zwischen die brusthohen Pfähle. Sie befestigt sie mit Spanndraht. Die Alltagswellen beruhigen sich an den Lahnungen und verrennen sich nicht in die Hallig­kante. Das Springhochwasser ist ein Durchzügler wie der Steinwälzer. Sobald die Flut gesättigt ist, löst die Ebbe sie ab. Anders der Mond. Die Halligfrau wacht über störungsanfällige Koloniebrüter. Bei Seichtwasser­tide seihen die Löffler das flache Wasser mit pendelnden Kopfbewe­gungen. Oft verschwindet das Licht unvermutet aus dem Tag. Nie aber fehlt der Scheitelpegel, oder zu Ostern die gefräßigen Ringelgänse. Auch Goldregenpfeifer und Grünschenkel erscheinen pünktlich zum Appell auf der Salzwiese.“ (© Judith Arlt 2017)

Ort: „Traumausstatter“. Süderstr. 9, Meldorf
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 4 Euro, im Vorverkauf 7 bzw. 3,50 Euro
Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104
Veranstalter: Peter Panter Buchladen und Unternehmen Leselust – Förderverein der Stadtbücherei Meldorf e.V.

Donnerstag, 23.11.2017, 19.30 Uhr, Detlef Grumbach liest aus: „Demo. Für. Alle“

Detlef Grumbach studierte Germanistik und arbeitete als Buchhändler. Nach der Gründung des Männerschwarm Verlags arbeitet er dort. Er hat zahlreiche Bücher herausgegeben und Beiträge verfasst. Außerdem arbeitet er als freier Journalist und Literaturkritiker.

Ist die «Bewegung» in eine Falle gelaufen, als sie Toleranz für eine «Liebe wie jede andere auch» forderte? Werden nur solche Homosexuelle geduldet, die so leben wie die Heteros, in festen Partnerschaften, nach deren Mustern? Und wie brüchig ist diese Duldung? «Demos für alle», «besorgte Eltern» und die beschämenden Reaktionen auf den tödlichen Anschlag von Orlando/USA haben diese längst gärenden Fragen ins Bewusstsein gerückt. Auch die Frage nach den Perspektiven: Was müssen wir tun, dass sexuelle Vielfalt endlich respektiert wird – egal ob in Partnerschaften oder promisk, lesbisch, schwul, bi oder trans*?

Eintritt: 3,00 €

Ort: Bornholdt, Zingelstr. 14, 25704 Meldorf

Eine Veranstaltung von „Westküste denkt queer“ und Peter Panter Buchladen

Samstag, 7.10.2017, 20.°° Uhr, Fünfter Meldorfer Poetry Slam

Da die Begeisterung des Publikums bei den ersten vier Meldorfer Poetry Slams so groß war, sind der Moderator Hannes Maaß und die SlammerInnen für eine neue Runde in Meldorf bereit.

Poetry Slams sind moderne Dichterwettkämpfe, wie es sie ganz ähnlich schon im alten Griechenland und im Mittelalter gab. Auf den Poetry Slam-Bühnen sieht man gelebte Literatur, Texte, die von den Dichtern selbst geschrieben und oft sogar auswendig performt werden.

Das Publikum entscheidet dann per Applaus über den besten Dichter des Abends. Poetry Slam ist Spiel mit der Sprache. Ob Lyrik, Rap, Freestyle, Poesie oder Geschichten, alles ist Slam Poetry, wenn es gesprochen und vorgetragen wird.

Poetry Slam bietet Slampoeten und Autoren eine Plattform um mit- und gegeneinander um die Gunst des Publikums zu kämpfen. Teilnehmen kann jeder, in sechs Minuten pro Runde fast alles erlaubt. Nur selbstgeschrieben müssen die Texte sein.

Lust, selber auf der Bühne zu stehen? Anmeldung und Infos unter info@assembleart.com

Location: Theater im Forum, Gemeinschaftsschule , Promenade 22, 25704 Meldorf
Moderation: Hannes Maaß
Mit: t.b.a.

Eintritt: € 12 / ermäßigt 5

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen

Veranstalter: Peter Panter Buchladen & Gemeinschaftsschule Meldorf

Freitag, 29.9.2017, 20°° Uhr, Magdalena Kemper: „Als Kind wünschte ich mir goldene Locken“

Über 30 Jahre hinweg hat die rbb-Redakteurin Magdalena Kemper Zeitzeugen befragt. Sie alle haben eine Gemeinsamkeit: Sie haben den Nationalsozialismus überlebt, im Exil oder im Untergrund. Sie berichten von der Angst, vom Verlust geliebter Menschen, von der eigenen Art der Vergangenheitsbewältigung – aber auch von Neuanfängen, unverhofftem Glück und der Liebe. Entstanden ist so ein berührendes und vielstimmiges Porträt deutsch-jüdischer Geschichte im 20. und 21. Jahrhundert. Diese Sammlung einzigartiger Tondokumente von Gisèle Freund, Inge Deutschkron, Margot Friedländer, Hilde Domin, Gerhard Klein u. v. a. ist nun erstmals im Hörbuch zu hören. Mit Musik von Antonio Vivaldi, Louis Armstrong und Karsten Troyke sowie einem umfangreichen Booklet mit Fotos und Hintergrundinformationen. Die Edition enthält Gespräche mit Gerhard Baader, Inge Deutschkron, Hilde Domin, Gisèle Freund, Margot Friedländer, Salomea Genin, Eva Kemlein, Gerhard Klein, Susanne von Paczensky, Erna Proskauer, Anni Wolff.

»Bei allen schweren Momenten, von denen die Rede sein muss, gelingt es Magdalena Kemper zugleich, viele fast zärtliche Erinnerungen bei ihren Gesprächspartnern zu wecken. Über privates Glück, menschliche Irrungen und den Versuch, Fuß zu fassen in einem Leben, das mit großen Grausamkeiten nicht gespart hat.«
lesenlaufenlauschen.derwesten.de, Volker Stephan, 19.08.2014

Magdalena Kemper, geboren 1947 in Berlin, studierte Germanistik und arbeitet seit 1972 als Journalistin und Redakteurin beim Sender Freies Berlin, später beim rbb. u.a. moderierte sie die Sendung »Das Gespräch«, für die sie über 150 Menschen interviewte. 2012 erhielt sie die Hedwig-Dohm-Urkunde für ihre herausragende journalistische Leistung und ihr frauenpolitisches Engagement.

Ort: Peter Panter Buchladen
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 4 Euro, im Vorverkauf 7 bzw. 3,50 Euro
Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104
Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Sonnabend, 9.9.17, 20 Uhr, Nur keine Musen: 20 Jahre AvivA Verlag – Britta Jürgs liest und erzählt

Mit der Undercover – Journalistin Nellie Bly nach New York und in 72 Tagen um die Welt, mit Lili Grün ins Berlin und Wien der zwanziger Jahre, mit Victoria Wolff ins Blaue:


Ob Tänzerin, Malerin oder Widerstandskämpferin: Seit 20 Jahren erweitert der AvivA Verlag den Kanon um weibliche Stimmen und Perspektiven. Neben dem Schwerpunkt auf neu- und wiederentdeckten Werken von Autorinnen der zwanziger und dreißiger Jahre ergänzen Ausflüge in andere Epochen und Lebenswelten sowie Biografien und Porträts außergewöhnlicher Frauen aus Geschichte und Gegenwart das Verlagsprogramm.

Mit einer Jubiläumstour in 20 Buchhandlungen quer durch Deutschland begeht der AvivA Verlag seinen 20-jährigen Geburtstag.

Verlegerin Britta Jürgs stellt Highlights aus dem AvivA-Programm vor, liest aus ihren Lieblingsbüchern und erzählt von der Leidenschaft des Büchermachens in einem kleinen unabhängigen Verlag.

 

Britta Jürgs wurde 2011 als »BücherFrau des Jahres« ausgezeichnet und ist seit 2015 Vorsitzende der Kurt Wolff Stiftung.

 

 

Ort: Peter Panter Buchladen

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104

Eintritt: Vorverkauf: Euro 7 / ermäßigt 3,50
Abendkasse: Euro 8 / ermäßigt 4 ,00

Sonntag, 4.12, 19 Uhr: Alberto Acosta und Grupo Sal

Ditmarsia, Süderstr. 16, 25704 Meldorf: Der Einlass ist ab 18°° Uhr.

Acosta Plakat

Acosta Plakat

Ist es mehr als ein schöner Traum, dass Mensch und Natur in einem solidarischen Miteinander abseits von Wachstumszwängen leben? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Ökonom und ehemalige Energieminister Ecuadors Alberto Acosta. Im Rahmen einer Konzert-Lesung präsentiert die lateinamerikanische Musikgruppe Grupo Sal gemeinsam mit Acosta ein Programm, das einen informativen, aber auch künstlerischen Zugang zu der international an Bedeutung gewinnenden Thematik ermöglicht.

Die Lebensanschauung der indigenen Anden-und Amazonasvölker zielt auf ein Leben im Einklang mit der Natur und allen Geschöpfen. Es bedeutet eine neue Ethik der Entwicklung, fordert ein soziales und solidarisches Wirtschaften und eine Abkehr von Wirtschaftswachstum als zentralem Entwicklungskriterium.

„Nach Wien, München, Kassel und Saarbrücken ist Meldorf einziger Veranstaltungsort nördlich der Elbe und Schlusspunkt einer beachtungswerten Rundreise“, sagt Dr. Dietrich Stein.

Wie funktioniert „Buen Vivir“? Welche Perspektiven sind damit verbunden? Gibt es Möglichkeiten, dieses Konzept indigenen Ursprungs auch in unsere westliche Lebenswelt einzubinden? Alberto Acosta trägt seine Ideen und Visionen zu diesem Thema vor und berichtet über seine Erfahrungen bei der politischen Umsetzung. Im Dialog mit dem Journalisten Thomas Pampuch werden Aussagen aus seinem Vortrag vertieft und auch das Publikum ist dazu aufgefordert, Fragen zu stellen und sich an der Diskussion zu beteiligen. Grupo Sal begleitet und ergänzt die Ausführungen durch eine Fülle von Beispielen der lateinamerikanischen Musik, um die neuen Töne aus Lateinamerika musikalisch erfahrbar zu machen.

Karten für die Veranstaltung sind für 12,- Euro zu erhalten im Vorverkauf in Meldorf im Peter Panter Buchladen, Zingelstraße 12 (Tel. 04832/4104) und in Heide im Weltladen e.V., Markt 28 und – soweit dann noch vorhanden – an der Abendkasse. Zur Vorbereitung und Nachbereitung empfiehlt sich Alberto Acostas Buch Buen Vivir – Vom Recht auf ein gutes Leben, München 2015,  für 16,95 Euro

Eintritt: € 12,–, ermäßigt 10,–

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20.9. bis 25.9. Kunst im Hofgarten: Frank Speth

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Skulpturen von Frank Speth

….und es geht weiter mit der Kunst: Im Rahmen der Dithmarscher
Kohltage wird vom Dienstag, den 20.09. bis Sonntag, den 25.09.2016 der
Quickborner Bildhauer und Künstler Frank Speth seine Gartenskulpturen
aus Stein und großformatigen Köpfe aus Terrakotta im Peter Panter
Buchladen ausstellen. Im Hinterhof, Laden und vor der Tür laden seine
Werke während der Öffnungszeiten von 9.00-18.00 Uhr und am Samstag von
9.00 -13.00 zur Betrachtung ein. Am verkaufsoffenen Sonntag von 12.00
bis 17.00 wird Frank Speth anwesend sein und im Hinterhof am Stein arbeiten.

Auf seiner Internetseite (KunstSam.de) ist im Rahmen der
Künstlerbiographie zu lesen: „Ich mache Kunst, weil ich eigentlich nicht
anders kann – es drängt mich einfach, etwas Neues und Schönes in diese
Welt zu stellen.“
Dies sieht man auch, wenn man die Skulpturen aus Granit oder Sandstein,
auf Eichenstelen stehend, betrachtet. Der Anblick der Gegensatzes
zwischen den groben und geschliffenen Flächen des Steines  zeige sich
dann in seiner ganzen Schönheit. Über seine Leidenschaft für Ton sagt
Frank Speth: “ Ich habe mir die Milde der Arbeit an diesem Material für
den Abend aufgehoben“. Herausgekommen sind Gesichter und Profile, die
zum Entdecken einladen.

„Totes Holz guckt selten froh“

Der Holzbildhauer Hermann Knepper kommt auf Einladung des Peter Panter Buchladens nach Meldorf. Er wird seine Skulpturen in der Zeit vom 14. bis zum 17.September 2016 im Innenhof des Buchladens ausstellen, dort arbeiten und auch gerne im Gespräch sein.

Hermann Knepper

Hermann Knepper

Hermann Knepper bringt eine große Anzahl von Objekten mit, die alle aus Eichenholz und Metall gefertigt sind.
Den Werkstoff Eiche lernte er beim Fachwerkhausbau kennen. Für seine figürlichen Objekte verwendet Hermann Knepper Balken und Pfosten von unterschiedlichem Alter und Herkunft. Der Querschnitt des Materials bestimmt jeweils die äußere Form. Die großen Objekte, die zwischen 1,5 und 2,5 Meter lang und hoch sind, nennt er „Zischinger“, die kleinen, etwa einen halben Meter großen, „Voll-Pfosten“.
„Zischinger“ sind gehörnte Gesellen. Unten mit einer massiven Metallspitze versehen, stecken sie fest im Boden. Sie trotzen Wind und Wetter und verändern mit der Zeit ihr Aussehen, so wie wir Menschen. Sie altern.
Das chemisch unbehandelte Eichenholz entwickelt besonders dann eine über die Jahreszeiten wechselnde Patina, wenn es draußen steht und der Witterung ausgesetzt ist.
Die kleinen Objekte, die „Voll-Pfosten“, sind manchmal aus jahrhundertealten Fachwerkbalken und tragen das Alter in sich. Die Holzoberflächen sind „schrundig“, rissig und bilden einen starken Kontrast zu den bearbeiteten Flächen, in denen intaktes, festes Holz sichtbar wird.
Letztendlich schauen alle Skulpturen unfroh drein, denn „Totes Holz guckt selten froh“ (Hermann Knepper).
Wer die „Zischinger“ oder „Voll-Pfosten“ kennenlernen will, kommt einfach gucken!
Wer es nicht mehr abwarten kann, guckt schon mal vor : www.zischinger.de

Zur Person:
Hermann Josef Knepper ist 1957 in Waltrop am Dortmund-Ems-Kanal geboren.
Das, was er bisher im Leben gemacht hat, war meistens etwas mit den Händen.
Er verbrachte im Juli ein paar Wochen in Dithmarschen, um sich auf seine Ausstellung vorzubereiten. Er kommt zu einer überraschenden Beobachtung.
„Dat, wat(t) bei Euch in Dithmarschen der Deich, is bei uns im Pott der Kanaldamm. Ob Ihr es glaubt oder nicht, sie sehen sich sogar ähnlich und haben eines gemeinsam.
Selten gibt’s Strand. Is aber auch schön.“

Ausstellung, Werkstatt und Gespräche finden statt:

täglich von Mittwoch, den 14.9., bis einschließlich Sonnabend, den 17.9.2016
von jeweils 10 – 18.30 Uhr
Ort und Veranstalter: Peter Panter Buchladen, Zingelstr. 12,25704 Meldorf
Eintritt: frei

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