Freitag, 19. Mai 17, 20 Uhr: Knut Andresen liest aus: „Raaruus“

Knut Andresen

Knut Andresen


Auf Einladung des Peter Panter Buchladens liest Knut Andresen aus seinem unveröffentlichten Versepos „Raaruus“ am Freitag, den 19.5.2017, um 20°° Uhr, im Peter Panter Buchladen. Er wird dabei musikalisch begleitet vom Husumer Gitarristen Martin Sanders. Folk, Jazz und Klassik sind die musikalischen Bezugspunkte, von denen ausgehend Martin Sanders einen ganz eigenen, atmosphärisch dichten Klangraum erschafft. Sein Gitarrenspiel zeichnet sich durch kraftvolle Ruhe aus, wodurch die Musik erdverbunden zu schweben scheint.

Nachdem er bereits mehrfach in seiner Duo-Formation „Zweigang“ in Dithmarschen zu hören war, spielt Martin Sanders an diesem Abend Stücke aus seinem Soloprogramm „acoustic folkjazz lounge“. Knut Andresen bezeichnet sein Versepos als eine Wanderung durch sein Leben. Es geht ihm um eine poetische Auseinandersetzung mit sich und der Welt im philosophischen und politischen Sinn.

„Raaruus“ ist Andresens eigene Wortschöpfung und steht für ein noch nicht festgelegtes Ziel seiner Wanderung. Sein Epos befindet sich weiter im Werden. Seit November 2010 arbeitet er fast täglich an „Raaruus“.

Lesen wird er Passagen aus dem letzten Drittel seines Werkes.

Ort: Peter Panter Buchladen. Zingelstr.12, Meldorf
Eintritt: 8,00 ermäßigt 4,00 Vorverkauf: 7,00 bzw. 3,50 Euro
Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104
Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Veröffentlicht unter Lesung

Sa, 8. April 2017, 20 Uhr: Andreas Heineke liest aus: „ Tod à la Provence“

Auf Einladung des Peter Panter Buchladens stellt Andreas Heineke seinen Kriminalroman „Tod à la Provence“ am Samstag, 8.4.2017, um 20°° Uhr im Bornholdt vor. Es ist eine Premierenlesung, die auch entsprechend gefeiert wird.

Tod_a_la_Provence

Tod à la Provence

Pascal Chevrier hat das Großstadtleben in Paris satt und nimmt die Stelle eines Dorfgendarms im Luberon in der Provence an. Doch statt Rosé und Baguette im Sonnenuntergang steht der Mord an einem amerikanischen Immobilienmogul auf dem Speiseplan. Die Spur führt Pascal in die Trüffelhändler-Szene, die vor nichts haltzumachen scheint – und weit zurück in eine verstörende Vergangenheit…

Das Geschäft mit dem schwarzen Gold – ein charmant-köstlicher Krimi direkt aus den Hügeln der Provence. „Schon immer hatte Pascal die Mechanismen des Trüffelhandels bewundert. Nie wusste man, ob man welche bekam, und nie wusste man, von wem sie kamen. Wo Trüffel gefunden wurden, da legte sich ein Schleier des Schweigens über den Ort. Das war vor hundert Jahren so, und es war heute noch so.“

Den Ort der Handlung hat Andreas Heineke bewußt gewählt. Seit Jahren verbringt er so viel Zeit wie möglich in der Provence. Andreas Heineke hat jahrelang in der Musikbranche und fürs überregionale Fernsehen gearbeitet. Seit 2012 arbeitet er vor allem als Fernsehjournalist beim NDR, „eine schöne, aber zeitraubende Arbeit“. Er drehte zum Beispiel am 23.4.2012, am internationalen Welttag des Buches, einen Film über den Peter Panter Buchladen anlässlich einer Lesung mit Frank Schulz. 2012 erschien sein erstes Sachbuch über das Hamburger Kinderhospiz Sternenbrücke „Ein Regenbogen zu den Sternen“. Sein Roman „Der Sound der Provence“ erschien im gleichen Jahr und 2015 das Buch „Sie haben ihr Baby am Airport vergessen“ in Kooperation mit Maryam Komeyli. 2016 verfasste er zusammen mit Vera Kaesemann „ Liebe kälter als der Tod – Einem Narzissten verfallen“. Andreas Heineke lebt mit seiner Familie in Dithmarschen.

Samstag, 8.4.2017, 20°° Uhr im Bornholdt, Zingelstr.14, Meldorf

Eintritt: 8,–, ermäßigt 4,– Euro
Vorverkauf: ab sofort : 04832 – 4104
Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Veröffentlicht unter Lesung

Silke Scheuermann am 4. März 2017, 20 Uhr im Traumausstatter

Silke Scheuermann liest aus: „Wovon wir lebten“

Silke Scheuermann

Silke Scheuermann

Große Erwartungen an das Leben hat Marten nicht. Er stammt aus einem problematischen Elternhaus und wächst in einem Umfeld auf, das von illegalen Geschäften, Schlägereien und Sex beherrscht wird. Beim Drogenentzug trifft er Peter, einen ehemaligen Restaurant- und Clubbesitzer. Peter entdeckt Martens Talent zum Kochen.
Als die beiden gemeinsam das Edellokal Happy Rabbit eröffnen, kommt es zu einem Wiedersehen mit Martens Jugendliebe Stella, die ihre Bilder in der Galerie des Restaurants ausstellen soll. Von einer reichen Tante großgezogen, scheint sie ihm unerreichbar. Jetzt aber drehen sich die Vorzeichen um: Während Stella um Anerkennung für ihre Kunst kämpfen muss, avanciert Marten zum angesagten Fernsehkoch – bis das kriminelle Milieu ihn wieder einzuholen droht.
Eindringlich und authentisch erzählt Silke Scheuermann von fragilen Lebensträumen. Ihr packender Entwicklungsroman führt unerschrocken in menschliche Abgründe. Doch WOVON WIR LEBTEN ist auch eine Liebesgeschichte, in der sich am Ende unerwartete Zusammenhänge aufdecken.
»Wie eingängig, glaubwürdig, spannend und geradezu ›süffig‹ sich dieses Buch liest, immer ganz nah an den Erlebnissen und der Sichtweise des Helden.«
Werner Wichern, LÜÜD
»Ein wunderbarer Roman.«
NDR
»Virtuos wird die kleine und die große Welt beschrieben – mit tragischen Momenten, viel Witz und einem überraschenden Ende.«
Daniela Chmelik, Missy Magazine
»Umstandslos realistisch und trotzdem nicht pessimistisch und düster… Man würde Silke Scheuermann unbedingt einen großen Preis dafür wünschen.«
Ulrike Sárkány, NDR Kultur

Silke Scheuermann

Nach dem Abitur studierte Silke Scheuermann Theater und Literaturwissenschaften. Sie verfasste Lyrik und Prosa , darunter vier Romane, sechs Gedichtbände und ein Kinderbuch. Silke Scheuermann debütierte 2001 mit dem Lyrikband Der Tag an dem die Möwen zweistimmig sangen. 2007 erschien der Roman Die Stunde zwischen Hund und Wolf, für den die Autorin mit dem Förderpreis zum Grimmelshausen-Preis ausgezeichnet wurde. 2007 wurde sie zum Klagenfurter Wettlesen um den Ingeborg-Bachmann-Pries eingeladen. 2009 erhielt sie ein Stipendium der Villa Massimo, 2014 den Höltly Preis für Lyrik für ihr bisheriges lyrisches Werk und dabei vor allem für das Gedichtbuch Skizze vom Gras. 2016 wurde sie mit dem Bertolt-Brecht- und dem Robert-Gernhardt-Preis geehrt.Silke Scheuermann lebte bis 2008 in Frankfurt und ist dann in die Nachbarstadt Offenbach am Main gezogen.
Silke Scheuermann, Wovon wir lebten 528 Seiten. € 24,00 ISBN: 978-3-89561-378-4 Schöffling Verlag
Ort: „Traumausstatter“. Süderstr. 9, Meldorf
Eintritt: 8/ 7 Euro Vorverkauf , ermäßigt 4/3,50 Euro Vorverkauf
ab sofort: 04832 – 4104
Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Veröffentlicht unter Lesung

Robert Habeck liest aus: „ Wer wagt, beginnt“

<h2>am Mittwoch, 15.3.2017, um 19.30 Uhr, im ehemaligen Naturbauhaus, Österstr.57, Meldorf</h2>

Robert Habeck 15.3. in Meldorf

Robert Habeck 15.3. in Meldorf

Politik ist ein schmutziges Geschäft. Und schrecklich langweilig. Das weiß doch jeder. Der Schriftsteller und Grünen-Politiker Robert Habeck hält dagegen: Man muss sich den Politiker als glücklichen Menschen vorstellen – wenn er seine politische Vision nicht aus den Augen verliert.

Die sogenannte Politik- und Parteienverdrossenheit begleitet uns seit vielen Jahren. Der erfolgreiche Schriftsteller und engagierte Familienmensch Robert Habeck erzählt, warum er sich als politischer Quereinsteiger dennoch seit gut zehn Jahren bei den Grünen engagiert, als stellvertretender Ministerpräsident von Schleswig-Holstein inzwischen mit großer Leidenschaft das Land mitgestaltet – und warum er grüner Spitzenkandidat für die Bundestagswahl 2017 werden wollte. Persönlich und mit großer Ehrlichkeit schildert Habeck, was ihn politisch antreibt, wie ihn das Leben in öffentlichen Ämtern verändert hat, wie er mit Niederlagen umgeht und warum er darum kämpft, auch in Zeiten schneller politischer Antworten eine Kultur des Zweifels zuzulassen.

Ein Buch wie eine frische Brise durch die Hinterzimmer der Politik – und ein leidenschaftliches Plädoyer für politisches Engagement. Denn, so Habeck: Nichts ist durch Weggucken je besser geworden. Vielmehr müssen wir gemeinsam wieder Antworten finden auf die ganz großen Fragen: Welche Gesellschaft wollen wir sein? In welcher Zukunft wollen wir leben?

Robert Habeck, geboren 1969 in Lübeck, Studium der Philosophie und Philologie in Freiburg und Hamburg. 2000 Promotion zum Doktor der Philosophie. Seit 1999 arbeitet er mit seiner Frau Andrea Paluch als Schriftsteller. Sie veröffentlichten gemeinsam zahlreiche Romane und Kinderbücher (u. a. »Hauke Haiens Tod« und »Der Schrei der Hyänen«). Seit 2002 ist Robert Habeck Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen. 2004 wurde er Landesvorsitzender in Schleswig-Holstein, nach der Wahl 2009 Fraktionsvorsitzender im Landtag. Nach der vorgezogenen Landtagswahl 2012 wurde Robert Habeck stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume. Mit seiner Frau Andrea Paluch und vier gemeinsamen Söhnen lebt er in Flensburg.

Ort: Ehemaliges Naturbauhaus, Österstr. 57, 25704 Meldorf

Beginn: 19.30 Uhr

Eintritt: 5, ermäßigt 2,50 Euro

Vorverkauf: ab sofort im Peter Panter Buchladen

Veranstalter: Peter Panter Buchladen und die Grünen/Dithmarschen

Veröffentlicht unter Lesung

Freitag, 17. Februar 2017, 20 Uhr: Spiel auf Zeit

Cover Spiel auf Zeit

Cover Spiel auf Zeit

Die Politik der Bundesrepublik gilt in der öffentlichen Wahrnehmung weltweit als Modell einer gelungenen Entschädigung für die Opfer von Kriegsverbrechen und Verfolgung. Tatsächlich hat die Mehrheit der mehr als 20 Millionen NS-Verfolgten nie eine Entschädigung erhalten. Das Buch »Spiel auf Zeit« belegt an zahlreichen biografischen Beispielen, dass die sogenannte Wiedergutmachung mehr einem Mythos als einem Modell gleicht. »Spiel auf Zeit« präsentiert diese »offenen Rechnungen« der deutschen Geschichte. Das Buch zeichnet sich dadurch aus, eine transnationale Dimension in die Debatte einzuführen und die Perspektiven der Verfolgten in den Mittelpunkt zu stellen.
„Spiel auf Zeit“ wurde auf die Hotlist der zehn besten Bücher aus unabhängigen deutschsprachigen Verlagen 2016 gewählt.
Die Journalistin Nina Schulz und die Fotografin Elisabeth Mena Urbitsch arbeiten seit 2005 als Team zusammen. Schwerpunkt ihrer Arbeit sind Reportagen zu erinnerungspolitischen Themen. Ihre Reportage »Spiel auf Zeit« zu Überlebenden des Nationalsozialismus und deren Kampf um ihre Ghettorenten wurde 2010 mit dem Alternativen Medienpreis ausgezeichnet. 2015 bekamen sie diesen Preis ein zweites Mal für ihre Reportage »Hasenbrote« aus der Reihe »Offene Rechnungen«, in der sie die andauernden Auseinandersetzungen von NS-Verfolgten um Anerkennung und Entschädigung darstellen. Nina Schulz und Elisabeth Mena Urbitsch leben in Hamburg.
Nina Schulz / Elisabeth Mena Urbitsch: „ Spiel auf Zeit“. NS-Verfolgte und ihre Kämpfe um Anerkennung und Entschädigung, Buchvorstellung mit Lesung und Lichtbildvortrag

am Freitag, dem 17.2.2017, ab 20°° Uhr
im Traumausstatter, Süderstr. 9, 25704 Meldorf
Veranstalter: Peter Panter Buchladen
Eintritt: 8/ 7 Euro Vorverkauf , ermäßigt 4/3,50 Euro Vorverkauf
ab sofort: 04832 – 4104

http://peterpanter.de

Veröffentlicht unter Lesung

Mittwoch, 12.10.2016 20 Uhr: Ruth Weiss, Wege im harten Gras

Lesung und Autorengespräch – Moderation: Lutz Kliche

im Traumausstatter, Süderstr. 9, 25704 Meldorf

 

Ruth Weiß

Ruth Weiß

Ständig auf der Reise. Manchmal mit einer Absicht, einem Ziel und oft, allzu oft auf der Flucht vor Menschen und Verhältnissen, irgendwo zwischen Europa und Afrika. Das eine nannten die Ämter „Aufenthalt“, das andere „Heimat“. Die Frage war nur: Wo war ich zu Hause?“

Ruth Weiss wurde 1924 als Kind jüdischer Eltern in Fürth bei Nürnberg geboren. 1936 floh die Familie vor der Verfolgung nach Südafrika. Ruth Weiss arbeitete lange Jahre international als anerkannte Wirtschaftsjournalistin. Sie war früh gegen die Apartheid aktiv, mit vielen politischen Führern der Unabhängigkeits- und Befreiungsbewegungen ist sie persönlich befreundet.

1966 kam sie wegen ihres antirassistischen Engagements auf die »Schwarze Liste« und musste Südafrika verlassen. Sie arbeitete für die Financial Times, The Guardian, die BBC und die Deutsche Welle in Zimbabwe, Großbritannien und Deutschland. Sie lebte lange auf der Isle of Wight und kehrte 2012 endgültig nach Deutschland zurück.

Ruth Weiss widmete sich seit den 90er Jahren dem Schreiben von Kinder- und Sachbüchern auf Englisch und Deutsch. Seit ihrem Ruhestand schreibt sie auch historische Romane. Ihre bekanntesten Bücher sind der Roman »Meine Schwester Sara« und der autobiographische Bericht »Wege im harten Gras«.
2015 wurde ihr für ihr Lebenswerk das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Ruth Weiss wird begleitet von dem Literaturvermittler und Übersetzer Lutz Kliche.Veranstalter: Peter Panter Buchladen & Matarenda Global Friends in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein.
Eintritt: € 8,–, ermäßigt 4,–, im Vorverkauf € 7,–, ermäßigt 3,50.

Bibliographische Angaben:

Ruth Weiss
Wege im harten Gras
Erinnerungen an Deutschland, Südafrika und England
Mit einem Nachwort von Nadine Gordimer
ISBN 978-3-86841-162-1
306 Seiten, 18 €
Verlag Edition AV

Veröffentlicht unter Lesung

Mittwoch, 28.9., 20 Uhr, Traumausstatter: Hanna Poddig liest aus: „Radikal mutig“

Hanna Poddig radikal mutig

Hanna Poddig radikal mutig

„Die größte Schranke auf dem Weg zu einer schöneren Welt ist die Schranke in unseren Köpfen“. Die Worte einer 30-Jährigen, die sich allerdings nicht mit dem Reden zufrieden geben will, sondern die handelt. Hanna Poddig lebt ihr Leben in einer Radikal-Opposition des Alltäglichen. „Radikal mutig“.

„Es geht um das Infragestellen von Normalabläufen. Also alles, was irgendwie als normal und es muss so sein angesehen wird, möchte ich in Frage stellen können, und wenn ich dann zu dem Schluss komme, so wie es jetzt ist, gefällt es mir nicht, dann versuche ich es anders zu machen.“

In ihrem Buch erzählt sie „Aktionsanekdoten, die zwar autobiografisch sind, aber keine Autobiografie“, im Klartext heißt das: sie beschreibt in einer differenzierten, durchaus amüsanten Sprache, was sie erlebt hat beim Besetzen eines Genfeldes oder beim Sit-In vorm AKW Krümmel, wie sie in einer Aktionärsversammlung Tacheles geredet, wegen eines Aufklebers einen aberwitzigen Prozess an den Hals bekommen hat. Hanna Poddig nennt ihr Buch auch „Meine Anleitung zum Anderssein“. Denkprozesse will sie in Gang setzen, weil sie es unerträglich findet, Dinge, die nicht in Ordnung sind, schweigend hinzunehmen. Sie will zeigen, welche Schritte man unternehmen kann, um zu protestieren.

Dass ihre Aktionen etwas Plakatives haben, weiß sie. „Komplizierte Strukturen sind schwer vermittelbar. Da leuchtet es schon eher ein, Gen-Mais niederzutrampeln. Wenn ein Impuls erst einmal gezündet hat, beschäftigen sich die Menschen mit den Dingen und verstehen auch die Zusammenhänge.“

Hanna Poddig ist geboren, ein Jahr bevor der Reaktor von Tschernobyl in die Luft flog, aufgewachsen im kleinen Dorf Werneck bei Schweinfurt und in der Nähe von Hamburg. „Meine Mutter war bei den Grünen, mein Vater hat sich gegen Autobahnbau engagiert, aber immer nur nebenbei. Mir reicht das nicht“.
Seit Anfang 2010 lebt sie in einem anarchistischen Wohnprojekt zwischen Dresden und Leipzig.

Die Lesung findet im Rahmen der „Anarchistischen Woche Meldorf“ und der „Fair Trade Woche“ statt.

Ergänzend gibt es am Do., den 29.9. im Meldorfer Kino den Film „Projekt A“ zu sehen. Dieser Dokumentarfilm taucht ein in die vielschichtige Welt der Anarchisten und bricht mit den gängigen Klischees über Steinewerfer und Chaoten. Er eröffnet viel mehr den Blick auf eine Bewegung, die das Unmögliche fordert, an den Grundfesten unserer Gesellschaft rüttelt und gerade deshalb das Augenmerk auf zentrale ungelöste Fragen unserer Zeit lenkt. Der Film handelt von einer politischen Bewegung, ihrer Theorie und den Menschen, die sich für deren Verwirklichung einsetzen.

Vervollständigt wird die „Anarchistische Woche Meldorf“ durch eine Veranstaltung über das Mietshäuser-Syndikat: „Fair wohnen“ am Montag, den 26.9. ab 19 Uhr im Traumausstatter.

Mittwoch, 28.9., 20 Uhr, Traumausstatter, Süderstr. 8, 25704 Meldorf
Eintritt: € 8,–, ermäßigt 4,–, im Vorverkauf € 7,–, ermäßigt 3,50

Veröffentlicht unter Lesung

23.9. 20 Uhr „Tellingstedt und der Weg dorthin“

Tellingstedt und der Weg dorthin

Tellingstedt und der Weg dorthin

Lesung und Buchvorstellung: „Tellingstedt und der Weg dorthin“, Texte
und Materialien zu Arno Schmidts „Die Schule der Atheisten“.

Arno Schmidt (1914-1979) machte Tellingstedt in Dithmarschen zum Ort der
Weltliteratur, indem er dort seine Novellenkomödie „Die Schule der
Atheisten“ ansiedelte. Ein Zukunftsroman, 1972 erschienen, der im Jahre
2014 spielt. Die Zukunft hatte also die Gegenwart eingeholt.

Warum Schmidt die Geestgemeinde im nördlichen Dithmarschen als zentralen
Handlungsort wählte, kann letztlich wohl nicht geklärt werden, er war
zweimal in Tellingstedt, 1963 und 1969. Das erste Mal vermutlich eher
zufällig, das zweite Mal gezielt. Vom ersten Besuch in
Schleswig-Holstein berichtet er selbst in seinen Tagebuchnotizen, die
zweite Recherche-Reise wird in den Tagebuchaufzeichnungen seiner Frau
Alice dokumentiert. Erstmals werden in diesem Band auch die Fotos
veröffentlicht, die Schmidt 1969 aus Tellingstedt mitbrachte – 18 an der
Zahl.

Anlass genug für das Kompendium, das jetzt erschien: Es versammelt in
höchst lebendiger Form alles, was zu Schmidt gesagt, geschrieben und
veranstaltet wurde. Eine wahre Wundertüte…

Die beiden Herausgeber, Heiko Thomsen und Ulrich Klappstein, werden das
Buch vorstellen.

Außerdem lesen: Anne-Marga Sprick aus Bargenstedt (plattdeutsch), Heiner
Egge, Patrick Goeser (Buchhändler, Musiker und Nachtwächter aus
Rendsburg mit Geesthorn) und Sted Telling.
Jens Rusch zeigt Radierungen zum Thema.

Eintritt: € 8,–, ermäßigt 4,–, im Vorverkauf € 7,–, ermäßigt 3,50

Veröffentlicht unter Lesung

„…wenn meine Seele Nordseewasser trinkt“

Horst Fryderyk Arendt liest am Donnerstag, den 15.9.2016 um 20°° Uhr im Peter Panter Buchladen

Cover „...wenn meine Seele Nordseewasser trinkt“

Cover „…wenn meine Seele Nordseewasser trinkt“

Horst Fryderyk Arendt hat sich ganz auf die Faszination des Wattenmeeres eingelassen. Er ist an der Nordsee aufgewachsen und besucht sie, so oft wie möglich. In seinem Buch „…wenn meine Seele Nordseewasser trinkt“ verbindet der Autor und Fotograf stimmungsvolle lyrische Texte und feinsinnige Fotos miteinander. Er zeigt auf diese Weise, wie seine Betrachtungen und Empfindungen gefühlvoll ineinanderfließen. In seinem Buch verbeugt er sich vor der Kraft des Meeres und lässt Leserin und Leser teilhaben an dem Zauber dieser einmaligen Landschaft. Horst Fryderyk Arendt ermöglicht uns ein wunderbares Erleben von Märchenhaftem und Außergewöhnlichem. Er liest aus seinem neuen Buch am Freitag, dem 16.9.2016, um 20°° Uhr im Peter Panter Buchladen und wird musikalisch auf der Flöte begleitet von seiner Enkelin Rosa Arendt.

Horst Arendt

Horst Arendt

Zur Person:
Horst Fryderyk Arendt, 1940 geboren, ist in Husum aufgewachsen. Nach einer Maschinenbau-Ausbildung auf der Husumer Schiffswerft, studierte er an der Universität Flensburg Maschinenbau/ Schiffbautechnik. Als leitender Ingenieur fuhr er viele Jahre zur See. Heute lebt er mit seiner Frau in Kronshagen. Seine Liebe zur Natur zeigt sich auf besorndere Weise. Im Sommer und Winter wandert er durchs Watt zu den Halligen und erfährt wöchentlich die Landschaft Schleswig-Holsteins mit dem Fahrrad. Er hört gerne klassische Musik und ist literarisch inspiriert von Hermann Hesse.

Ort: Peter Panter Buchladen
Eintritt: € 8,- / ermäßigt € 4,- Im Vorverkauf: € 7,- / ermäßigt € 3,50
Vorverkauf: ab sofort 04832 – 4104
Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Veröffentlicht unter Lesung

Die Kunst, stilvoll älter zu werden. Erfahrungen aus der Vintage-Zone

Sonnabend, den 9.7.2016, 20°° Uhr; Susanne Mayer liest aus: “ Die Kunst, stilvoll älter zu werden. Erfahrungen aus der Vintage-Zone“

Susanne Mayer Foto: Lara Huck

Susanne Mayer
Foto: Lara Huck

Irgendwann ist es so weit: Zeit für das Älterwerden. Wie sich das anfühlt, erzählt die Journalistin Susanne Mayer anhand eines Selbstversuchs. Sie erkundet, klug und mit leichter Feder, wie es zu schaffen wäre, gut gelaunt durch diese späten Jahre zu kommen. Was es braucht? Haltung und Stil!

Vintage-Jahre! Das ist ein Stoßseufzer der Erleichterung und hat im Ausgang eine Note – der Verblüffung. Vintage? Wie: von gestern? Dieser Schock ist Ausgangspunkt des Buches. Susanne Mayer begibt sich auf Spurensuche danach, was Altern heute bedeutet. Sie erzählt von der ersten Altersbashing-Erfahrung – hat dieser Typ an der Kreuzung »Alte Fotze« gekreischt? -, von Erlebnissen in der Familie – »Du in deinem Alter, Mama?« – oder am Arbeitsplatz: Hat der Kollege impliziert, den Job mache ein Jüngerer besser? Nämlich er?

Neben persönlichen Erfahrungen und Begegnungen mit beeindruckenden Menschen geht es in dem Buch auch immer um gesellschaftliche Entwicklungen. Höchst amüsant seziert Susanne Mayer die Phantasie von der Optimierung der dritten Lebensphase, schreibt über neue und alte Kämpfe an der Feminismusfront, aber auch über die schweren Verluste, wenn geliebte Menschen gehen oder die Erfahrungen von Fremdheit in einer sich zunehmend beschleunigenden Welt. Doch für Resignation und Verbitterung im Alter ist das Leben viel zu kurz und viel zu wertvoll. Vintage verlangt vielmehr Gelassenheit, gegenüber den ehemals heißumkämpften politischen Zielen, den verlorenen Hoffnungen und Lieben und sicher auch dem ein oder anderen alten Vorsatz – ohne sich selber untreu zu werden.

Mit Scharfsinn und Witz porträtiert Susanne Mayer einen Lebensabschnitt und seine Bewohner.

Susanne Mayer, geboren 1952, ist Kulturreporterin und Literaturkritikerin der Wochenzeitung Die Zeit. Sie studierte an den Universitäten Bonn, Freiburg, Oxford und Ann Arbor und promovierte 1985 an der Universität Freiburg im Fach Anglistik. Ab 1983 war sie zunächst Volontärin, dann Redakteurin der Stuttgarter Zeitung. 1986 wechselte sie zur Hamburger Wochenzeitung Die Zeit, bei der sie im Literaturressort tätig ist. Zu ihren Themen-Schwerpunkten gehört auch die Familienpolitik. Sie hat zwei Söhne und lebt in Hamburg. 2005 erschien ihr erfolgreiches Buch „Deutschland armes Kinderland. Wie die Egogesellschaft unsere Zukunft verspielt – Plädoyer für eine neue Familienkultur“. Im Feuilleton der Zeit erscheint ihre Kolumne „Männer!“

Für ihre Arbeiten wurde sie 1985 mit dem Theodor-Wolff-Preis sowie 1990 und erneut 1994 mit dem Emma-Journalistinnen-Preis ausgezeichnet.

Ort: „Traumausstatter“, Süderstr. 9, Meldorf
Eintritt: € 8,- / ermäßigt € 4,- , im Vorverkauf € 7,- bzw. € 3,50
Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen
Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Veröffentlicht unter Lesung