Dienstag, 13.6.17 , 20°° Uhr, Lutz van Dijk liest aus: „Südafrika mit 21“

Lutz van Dijk , der Autor und „Botschafter“ der Menschen in Südafrika , kommt endlich wieder nach Meldorf. Im Gepäck hat er das Buch „Südafrika mit 21“, zu dem er ein kenntnisreiches Nachwort geschrieben hat.

Die Demokratie Südafrikas ist volljährig – und mit ihr die Generation der „frei Geborenen“. Melanie Verwoerd, die im Parlament Nelson Mandelas an der neuen Verfassung mitschrieb, und der Autor Sonwabiso Ngcowa wollten wissen, wie es Südafrika und seinen jungen Menschen heute geht. Sie sind quer durch das Land gereist und haben die Lebensgeschichten von jungen Männern und Frauen gesammelt, die 1994 geboren sind. Wie viel reicher als alle Zahlen und Statistiken ist die Ausbeute dieser Reise! Schonungslos ehrlich erzählen die jungen Menschen von ihrem Leben: Von der attraktiven cross-gender Prostituierten, die unter einer Brücke schläft bis zur erfolgreichen Fashion-Designerin. Von dem jungen Musiker, der schon als Kind allein für viele Geschwister sorgte oder dem Studenten, der in der Enklave Orania ausschließlich unter Weißen aufwuchs. Berührend, verstörend, bisweilen witzig und erstaunlich optimistisch sind ihre Geschichten, und sie bieten einen tiefen Einblick in den Zustand des modernen Südafrika .

Lutz van Dijk

Lutz van Dijk

Lutz van Dijk wird im Gespräch auch auf die aktuelle Jugendbewegung in Südafrika eingehen, der „ Fees-must-fall-Bewegung“, die 2016 von der Vereinigung der Journalisten zum „Thema Nummer eins“ gewählt wurde.

Lutz van Dijk, geboren 1955 in Berlin, ist ein deutsch-niederländischer Schriftsteller. Er war zuerst Sonderschullehrer in Hamburg, später Mitarbeiter des Anne-Frank-Hauses in Amsterdam. Bis 1994 hatte er aufgrund seines Antiapartheid-Engagements Einreiseverbot in Südafrika. 1997 besuchte er Südafrika zum ersten Mal.

Anfang 2001 gründete er zusammen mit der Südafrikanerin Karin Chubb die Hilfsorganisation HOKISA ( Home for Kids in South Africa) im Township Masiphumele. Diese Organisation kümmert sich um von AIDS betroffene Kinder und Jugendliche, die ihre Eltern durch AIDS verloren haben oder selbst infiziert sind. Zwanzig Kinder finden hier in zwei Häusern Betreuung und Schutz..Von 2001bis 2015 war er Kodirektor von HOKISA. Jetzt arbeitet er weiter als Freiwilliger im HOKISA Team.

Ort: Peter Panter Buchladen, Meldorf

Veranstalter: Peter Panter Buchladen & Friedrich-Bödecker-Kreis
Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104

Eintritt: Vorverkauf: Euro 7 / ermäßigt 3,50
Abendkasse: Euro 8 / ermäßigt 4,00

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Sonnabend, 3. Juni 17, 20 Uhr: Die WattLiteraten lesen aus “ Meer und Mehr“

Rechtzeitig zum Beginn der Urlaubssaison präsentieren die WattLiteraten ihr neues Buch „ Meer und Mehr- Geschichten nicht nur von der Nordseeküste“. Ob ein Leuchtturm, das Watt, ein Strandkorb, Fische oder eine Flaschenpost – in 25 Geschichten und Erzählungen hat sich die Dithmarscher Autorengemeinschaft WattLiteraten dazu etwas einfallen lassen: In ihrer Anthologie „MEER & MEHR – Geschichten nicht nur von der Nordseeküste“ überraschen die Autoren Ellen Balsewitsch-Oldach, Dirk-Uwe Becker, Britta Cordts, Marianne Hahn und Sebastian Pawlick mit spannenden Kurzkrimis, berührenden Liebesgeschichten, Mystischem und etwas gepflegtem Horror. Schauplatz ist hauptsächlich, aber nicht ausschließlich die Nordseeküste Schleswig-Holsteins. Schon auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse wurde das „Lesebuch nicht nur für den Strandkorb“ mit Ausschnitten aus den Texten der fünf Autoren erfolgreich vorgestellt.

Die WattLiteraten

Die WattLiteraten

Über die WattLiteraten Es war im April 2016, als sich in der neuen Wohnung von Sebastian Pawlick eine Gruppe Dithmarscher Autoren traf und die „WattLiteraten“ gründete. Hervorgegangen aus einer Gruppe Schreibinteressierter in Meldorf, haben die WattLiteraten sich das Ziel gesetzt, sich gegenseitig dabei zu unterstützen, interessante und hochwertige Texte mit zumeist regionalem Bezug zu verfassen – zurzeit vornehmlich Kurzgeschichten, aber auch der eine oder andere Roman ist schon in Planung.
Die Gruppe trifft sich seitdem einmal im Monat. Dann wird bis in die Nacht hinein intensiv an den Texten gearbeitet, verworfen, ergänzt, gestrichen. Ganz klar, dass hier gelegentlich Herzblut fließt – für den eigenen Text, für die eigene Formulierung. Aber die fünf Autoren der WattLiteraten kennen und mögen sich und nehmen das alles mit der gehörigen Prise Humor und Einsicht. Das „Lektorieren“ der gesamten Gruppe an jedem einzelnen Text dient schließlich der Qualität und Präsentationsfähigkeit für Buchprojekte und Lesungen, so sehen es alle.

In Veröffentlichungen des elbaol verlag hamburg waren alle fünf bereits mit Beiträgen zu den Anthologien „Der Goldschatz zu Meldorf“ und/oder „Küstenliebe vertreten.
Mit der Anthologie „MEER & MEHR“ stellen die WattLiteraten das erste Ergebnis ihrer bisherigen Zusammenarbeit vor.

Eintritt: 8 Euro/ ermäßigt 4 ; im Vorverkauf: 7 Euro/ ermäßigt 3,50
Vorverkauf: ab sofort Tel. 04832 – 4104

Ort: Peter Panter Buchladen
Veranstalter: Peter Panter Buchladen,

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Freitag, 19. Mai 17, 20 Uhr: Knut Andresen liest aus: „Raaruus“

Knut Andresen

Knut Andresen


Auf Einladung des Peter Panter Buchladens liest Knut Andresen aus seinem unveröffentlichten Versepos „Raaruus“ am Freitag, den 19.5.2017, um 20°° Uhr, im Peter Panter Buchladen. Er wird dabei musikalisch begleitet vom Husumer Gitarristen Martin Sanders. Folk, Jazz und Klassik sind die musikalischen Bezugspunkte, von denen ausgehend Martin Sanders einen ganz eigenen, atmosphärisch dichten Klangraum erschafft. Sein Gitarrenspiel zeichnet sich durch kraftvolle Ruhe aus, wodurch die Musik erdverbunden zu schweben scheint.

Nachdem er bereits mehrfach in seiner Duo-Formation „Zweigang“ in Dithmarschen zu hören war, spielt Martin Sanders an diesem Abend Stücke aus seinem Soloprogramm „acoustic folkjazz lounge“. Knut Andresen bezeichnet sein Versepos als eine Wanderung durch sein Leben. Es geht ihm um eine poetische Auseinandersetzung mit sich und der Welt im philosophischen und politischen Sinn.

„Raaruus“ ist Andresens eigene Wortschöpfung und steht für ein noch nicht festgelegtes Ziel seiner Wanderung. Sein Epos befindet sich weiter im Werden. Seit November 2010 arbeitet er fast täglich an „Raaruus“.

Lesen wird er Passagen aus dem letzten Drittel seines Werkes.

Ort: Peter Panter Buchladen. Zingelstr.12, Meldorf
Eintritt: 8,00 ermäßigt 4,00 Vorverkauf: 7,00 bzw. 3,50 Euro
Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104
Veranstalter: Peter Panter Buchladen

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Sa, 8. April 2017, 20 Uhr: Andreas Heineke liest aus: „ Tod à la Provence“

Auf Einladung des Peter Panter Buchladens stellt Andreas Heineke seinen Kriminalroman „Tod à la Provence“ am Samstag, 8.4.2017, um 20°° Uhr im Bornholdt vor. Es ist eine Premierenlesung, die auch entsprechend gefeiert wird.

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Tod à la Provence

Pascal Chevrier hat das Großstadtleben in Paris satt und nimmt die Stelle eines Dorfgendarms im Luberon in der Provence an. Doch statt Rosé und Baguette im Sonnenuntergang steht der Mord an einem amerikanischen Immobilienmogul auf dem Speiseplan. Die Spur führt Pascal in die Trüffelhändler-Szene, die vor nichts haltzumachen scheint – und weit zurück in eine verstörende Vergangenheit…

Das Geschäft mit dem schwarzen Gold – ein charmant-köstlicher Krimi direkt aus den Hügeln der Provence. „Schon immer hatte Pascal die Mechanismen des Trüffelhandels bewundert. Nie wusste man, ob man welche bekam, und nie wusste man, von wem sie kamen. Wo Trüffel gefunden wurden, da legte sich ein Schleier des Schweigens über den Ort. Das war vor hundert Jahren so, und es war heute noch so.“

Den Ort der Handlung hat Andreas Heineke bewußt gewählt. Seit Jahren verbringt er so viel Zeit wie möglich in der Provence. Andreas Heineke hat jahrelang in der Musikbranche und fürs überregionale Fernsehen gearbeitet. Seit 2012 arbeitet er vor allem als Fernsehjournalist beim NDR, „eine schöne, aber zeitraubende Arbeit“. Er drehte zum Beispiel am 23.4.2012, am internationalen Welttag des Buches, einen Film über den Peter Panter Buchladen anlässlich einer Lesung mit Frank Schulz. 2012 erschien sein erstes Sachbuch über das Hamburger Kinderhospiz Sternenbrücke „Ein Regenbogen zu den Sternen“. Sein Roman „Der Sound der Provence“ erschien im gleichen Jahr und 2015 das Buch „Sie haben ihr Baby am Airport vergessen“ in Kooperation mit Maryam Komeyli. 2016 verfasste er zusammen mit Vera Kaesemann „ Liebe kälter als der Tod – Einem Narzissten verfallen“. Andreas Heineke lebt mit seiner Familie in Dithmarschen.

Samstag, 8.4.2017, 20°° Uhr im Bornholdt, Zingelstr.14, Meldorf

Eintritt: 8,–, ermäßigt 4,– Euro
Vorverkauf: ab sofort : 04832 – 4104
Veranstalter: Peter Panter Buchladen

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Silke Scheuermann am 4. März 2017, 20 Uhr im Traumausstatter

Silke Scheuermann liest aus: „Wovon wir lebten“

Silke Scheuermann

Silke Scheuermann

Große Erwartungen an das Leben hat Marten nicht. Er stammt aus einem problematischen Elternhaus und wächst in einem Umfeld auf, das von illegalen Geschäften, Schlägereien und Sex beherrscht wird. Beim Drogenentzug trifft er Peter, einen ehemaligen Restaurant- und Clubbesitzer. Peter entdeckt Martens Talent zum Kochen.
Als die beiden gemeinsam das Edellokal Happy Rabbit eröffnen, kommt es zu einem Wiedersehen mit Martens Jugendliebe Stella, die ihre Bilder in der Galerie des Restaurants ausstellen soll. Von einer reichen Tante großgezogen, scheint sie ihm unerreichbar. Jetzt aber drehen sich die Vorzeichen um: Während Stella um Anerkennung für ihre Kunst kämpfen muss, avanciert Marten zum angesagten Fernsehkoch – bis das kriminelle Milieu ihn wieder einzuholen droht.
Eindringlich und authentisch erzählt Silke Scheuermann von fragilen Lebensträumen. Ihr packender Entwicklungsroman führt unerschrocken in menschliche Abgründe. Doch WOVON WIR LEBTEN ist auch eine Liebesgeschichte, in der sich am Ende unerwartete Zusammenhänge aufdecken.
»Wie eingängig, glaubwürdig, spannend und geradezu ›süffig‹ sich dieses Buch liest, immer ganz nah an den Erlebnissen und der Sichtweise des Helden.«
Werner Wichern, LÜÜD
»Ein wunderbarer Roman.«
NDR
»Virtuos wird die kleine und die große Welt beschrieben – mit tragischen Momenten, viel Witz und einem überraschenden Ende.«
Daniela Chmelik, Missy Magazine
»Umstandslos realistisch und trotzdem nicht pessimistisch und düster… Man würde Silke Scheuermann unbedingt einen großen Preis dafür wünschen.«
Ulrike Sárkány, NDR Kultur

Silke Scheuermann

Nach dem Abitur studierte Silke Scheuermann Theater und Literaturwissenschaften. Sie verfasste Lyrik und Prosa , darunter vier Romane, sechs Gedichtbände und ein Kinderbuch. Silke Scheuermann debütierte 2001 mit dem Lyrikband Der Tag an dem die Möwen zweistimmig sangen. 2007 erschien der Roman Die Stunde zwischen Hund und Wolf, für den die Autorin mit dem Förderpreis zum Grimmelshausen-Preis ausgezeichnet wurde. 2007 wurde sie zum Klagenfurter Wettlesen um den Ingeborg-Bachmann-Pries eingeladen. 2009 erhielt sie ein Stipendium der Villa Massimo, 2014 den Höltly Preis für Lyrik für ihr bisheriges lyrisches Werk und dabei vor allem für das Gedichtbuch Skizze vom Gras. 2016 wurde sie mit dem Bertolt-Brecht- und dem Robert-Gernhardt-Preis geehrt.Silke Scheuermann lebte bis 2008 in Frankfurt und ist dann in die Nachbarstadt Offenbach am Main gezogen.
Silke Scheuermann, Wovon wir lebten 528 Seiten. € 24,00 ISBN: 978-3-89561-378-4 Schöffling Verlag
Ort: „Traumausstatter“. Süderstr. 9, Meldorf
Eintritt: 8/ 7 Euro Vorverkauf , ermäßigt 4/3,50 Euro Vorverkauf
ab sofort: 04832 – 4104
Veranstalter: Peter Panter Buchladen

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Robert Habeck liest aus: „ Wer wagt, beginnt“

<h2>am Mittwoch, 15.3.2017, um 19.30 Uhr, im ehemaligen Naturbauhaus, Österstr.57, Meldorf</h2>

Robert Habeck 15.3. in Meldorf

Robert Habeck 15.3. in Meldorf

Politik ist ein schmutziges Geschäft. Und schrecklich langweilig. Das weiß doch jeder. Der Schriftsteller und Grünen-Politiker Robert Habeck hält dagegen: Man muss sich den Politiker als glücklichen Menschen vorstellen – wenn er seine politische Vision nicht aus den Augen verliert.

Die sogenannte Politik- und Parteienverdrossenheit begleitet uns seit vielen Jahren. Der erfolgreiche Schriftsteller und engagierte Familienmensch Robert Habeck erzählt, warum er sich als politischer Quereinsteiger dennoch seit gut zehn Jahren bei den Grünen engagiert, als stellvertretender Ministerpräsident von Schleswig-Holstein inzwischen mit großer Leidenschaft das Land mitgestaltet – und warum er grüner Spitzenkandidat für die Bundestagswahl 2017 werden wollte. Persönlich und mit großer Ehrlichkeit schildert Habeck, was ihn politisch antreibt, wie ihn das Leben in öffentlichen Ämtern verändert hat, wie er mit Niederlagen umgeht und warum er darum kämpft, auch in Zeiten schneller politischer Antworten eine Kultur des Zweifels zuzulassen.

Ein Buch wie eine frische Brise durch die Hinterzimmer der Politik – und ein leidenschaftliches Plädoyer für politisches Engagement. Denn, so Habeck: Nichts ist durch Weggucken je besser geworden. Vielmehr müssen wir gemeinsam wieder Antworten finden auf die ganz großen Fragen: Welche Gesellschaft wollen wir sein? In welcher Zukunft wollen wir leben?

Robert Habeck, geboren 1969 in Lübeck, Studium der Philosophie und Philologie in Freiburg und Hamburg. 2000 Promotion zum Doktor der Philosophie. Seit 1999 arbeitet er mit seiner Frau Andrea Paluch als Schriftsteller. Sie veröffentlichten gemeinsam zahlreiche Romane und Kinderbücher (u. a. »Hauke Haiens Tod« und »Der Schrei der Hyänen«). Seit 2002 ist Robert Habeck Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen. 2004 wurde er Landesvorsitzender in Schleswig-Holstein, nach der Wahl 2009 Fraktionsvorsitzender im Landtag. Nach der vorgezogenen Landtagswahl 2012 wurde Robert Habeck stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume. Mit seiner Frau Andrea Paluch und vier gemeinsamen Söhnen lebt er in Flensburg.

Ort: Ehemaliges Naturbauhaus, Österstr. 57, 25704 Meldorf

Beginn: 19.30 Uhr

Eintritt: 5, ermäßigt 2,50 Euro

Vorverkauf: ab sofort im Peter Panter Buchladen

Veranstalter: Peter Panter Buchladen und die Grünen/Dithmarschen

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Freitag, 17. Februar 2017, 20 Uhr: Spiel auf Zeit

Cover Spiel auf Zeit

Cover Spiel auf Zeit

Die Politik der Bundesrepublik gilt in der öffentlichen Wahrnehmung weltweit als Modell einer gelungenen Entschädigung für die Opfer von Kriegsverbrechen und Verfolgung. Tatsächlich hat die Mehrheit der mehr als 20 Millionen NS-Verfolgten nie eine Entschädigung erhalten. Das Buch »Spiel auf Zeit« belegt an zahlreichen biografischen Beispielen, dass die sogenannte Wiedergutmachung mehr einem Mythos als einem Modell gleicht. »Spiel auf Zeit« präsentiert diese »offenen Rechnungen« der deutschen Geschichte. Das Buch zeichnet sich dadurch aus, eine transnationale Dimension in die Debatte einzuführen und die Perspektiven der Verfolgten in den Mittelpunkt zu stellen.
„Spiel auf Zeit“ wurde auf die Hotlist der zehn besten Bücher aus unabhängigen deutschsprachigen Verlagen 2016 gewählt.
Die Journalistin Nina Schulz und die Fotografin Elisabeth Mena Urbitsch arbeiten seit 2005 als Team zusammen. Schwerpunkt ihrer Arbeit sind Reportagen zu erinnerungspolitischen Themen. Ihre Reportage »Spiel auf Zeit« zu Überlebenden des Nationalsozialismus und deren Kampf um ihre Ghettorenten wurde 2010 mit dem Alternativen Medienpreis ausgezeichnet. 2015 bekamen sie diesen Preis ein zweites Mal für ihre Reportage »Hasenbrote« aus der Reihe »Offene Rechnungen«, in der sie die andauernden Auseinandersetzungen von NS-Verfolgten um Anerkennung und Entschädigung darstellen. Nina Schulz und Elisabeth Mena Urbitsch leben in Hamburg.
Nina Schulz / Elisabeth Mena Urbitsch: „ Spiel auf Zeit“. NS-Verfolgte und ihre Kämpfe um Anerkennung und Entschädigung, Buchvorstellung mit Lesung und Lichtbildvortrag

am Freitag, dem 17.2.2017, ab 20°° Uhr
im Traumausstatter, Süderstr. 9, 25704 Meldorf
Veranstalter: Peter Panter Buchladen
Eintritt: 8/ 7 Euro Vorverkauf , ermäßigt 4/3,50 Euro Vorverkauf
ab sofort: 04832 – 4104

http://peterpanter.de

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Mittwoch, 12.10.2016 20 Uhr: Ruth Weiss, Wege im harten Gras

Lesung und Autorengespräch – Moderation: Lutz Kliche

im Traumausstatter, Süderstr. 9, 25704 Meldorf

 

Ruth Weiß

Ruth Weiß

Ständig auf der Reise. Manchmal mit einer Absicht, einem Ziel und oft, allzu oft auf der Flucht vor Menschen und Verhältnissen, irgendwo zwischen Europa und Afrika. Das eine nannten die Ämter „Aufenthalt“, das andere „Heimat“. Die Frage war nur: Wo war ich zu Hause?“

Ruth Weiss wurde 1924 als Kind jüdischer Eltern in Fürth bei Nürnberg geboren. 1936 floh die Familie vor der Verfolgung nach Südafrika. Ruth Weiss arbeitete lange Jahre international als anerkannte Wirtschaftsjournalistin. Sie war früh gegen die Apartheid aktiv, mit vielen politischen Führern der Unabhängigkeits- und Befreiungsbewegungen ist sie persönlich befreundet.

1966 kam sie wegen ihres antirassistischen Engagements auf die »Schwarze Liste« und musste Südafrika verlassen. Sie arbeitete für die Financial Times, The Guardian, die BBC und die Deutsche Welle in Zimbabwe, Großbritannien und Deutschland. Sie lebte lange auf der Isle of Wight und kehrte 2012 endgültig nach Deutschland zurück.

Ruth Weiss widmete sich seit den 90er Jahren dem Schreiben von Kinder- und Sachbüchern auf Englisch und Deutsch. Seit ihrem Ruhestand schreibt sie auch historische Romane. Ihre bekanntesten Bücher sind der Roman »Meine Schwester Sara« und der autobiographische Bericht »Wege im harten Gras«.
2015 wurde ihr für ihr Lebenswerk das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Ruth Weiss wird begleitet von dem Literaturvermittler und Übersetzer Lutz Kliche.Veranstalter: Peter Panter Buchladen & Matarenda Global Friends in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein.
Eintritt: € 8,–, ermäßigt 4,–, im Vorverkauf € 7,–, ermäßigt 3,50.

Bibliographische Angaben:

Ruth Weiss
Wege im harten Gras
Erinnerungen an Deutschland, Südafrika und England
Mit einem Nachwort von Nadine Gordimer
ISBN 978-3-86841-162-1
306 Seiten, 18 €
Verlag Edition AV

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Mittwoch, 28.9., 20 Uhr, Traumausstatter: Hanna Poddig liest aus: „Radikal mutig“

Hanna Poddig radikal mutig

Hanna Poddig radikal mutig

„Die größte Schranke auf dem Weg zu einer schöneren Welt ist die Schranke in unseren Köpfen“. Die Worte einer 30-Jährigen, die sich allerdings nicht mit dem Reden zufrieden geben will, sondern die handelt. Hanna Poddig lebt ihr Leben in einer Radikal-Opposition des Alltäglichen. „Radikal mutig“.

„Es geht um das Infragestellen von Normalabläufen. Also alles, was irgendwie als normal und es muss so sein angesehen wird, möchte ich in Frage stellen können, und wenn ich dann zu dem Schluss komme, so wie es jetzt ist, gefällt es mir nicht, dann versuche ich es anders zu machen.“

In ihrem Buch erzählt sie „Aktionsanekdoten, die zwar autobiografisch sind, aber keine Autobiografie“, im Klartext heißt das: sie beschreibt in einer differenzierten, durchaus amüsanten Sprache, was sie erlebt hat beim Besetzen eines Genfeldes oder beim Sit-In vorm AKW Krümmel, wie sie in einer Aktionärsversammlung Tacheles geredet, wegen eines Aufklebers einen aberwitzigen Prozess an den Hals bekommen hat. Hanna Poddig nennt ihr Buch auch „Meine Anleitung zum Anderssein“. Denkprozesse will sie in Gang setzen, weil sie es unerträglich findet, Dinge, die nicht in Ordnung sind, schweigend hinzunehmen. Sie will zeigen, welche Schritte man unternehmen kann, um zu protestieren.

Dass ihre Aktionen etwas Plakatives haben, weiß sie. „Komplizierte Strukturen sind schwer vermittelbar. Da leuchtet es schon eher ein, Gen-Mais niederzutrampeln. Wenn ein Impuls erst einmal gezündet hat, beschäftigen sich die Menschen mit den Dingen und verstehen auch die Zusammenhänge.“

Hanna Poddig ist geboren, ein Jahr bevor der Reaktor von Tschernobyl in die Luft flog, aufgewachsen im kleinen Dorf Werneck bei Schweinfurt und in der Nähe von Hamburg. „Meine Mutter war bei den Grünen, mein Vater hat sich gegen Autobahnbau engagiert, aber immer nur nebenbei. Mir reicht das nicht“.
Seit Anfang 2010 lebt sie in einem anarchistischen Wohnprojekt zwischen Dresden und Leipzig.

Die Lesung findet im Rahmen der „Anarchistischen Woche Meldorf“ und der „Fair Trade Woche“ statt.

Ergänzend gibt es am Do., den 29.9. im Meldorfer Kino den Film „Projekt A“ zu sehen. Dieser Dokumentarfilm taucht ein in die vielschichtige Welt der Anarchisten und bricht mit den gängigen Klischees über Steinewerfer und Chaoten. Er eröffnet viel mehr den Blick auf eine Bewegung, die das Unmögliche fordert, an den Grundfesten unserer Gesellschaft rüttelt und gerade deshalb das Augenmerk auf zentrale ungelöste Fragen unserer Zeit lenkt. Der Film handelt von einer politischen Bewegung, ihrer Theorie und den Menschen, die sich für deren Verwirklichung einsetzen.

Vervollständigt wird die „Anarchistische Woche Meldorf“ durch eine Veranstaltung über das Mietshäuser-Syndikat: „Fair wohnen“ am Montag, den 26.9. ab 19 Uhr im Traumausstatter.

Mittwoch, 28.9., 20 Uhr, Traumausstatter, Süderstr. 8, 25704 Meldorf
Eintritt: € 8,–, ermäßigt 4,–, im Vorverkauf € 7,–, ermäßigt 3,50

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23.9. 20 Uhr „Tellingstedt und der Weg dorthin“

Tellingstedt und der Weg dorthin

Tellingstedt und der Weg dorthin

Lesung und Buchvorstellung: „Tellingstedt und der Weg dorthin“, Texte
und Materialien zu Arno Schmidts „Die Schule der Atheisten“.

Arno Schmidt (1914-1979) machte Tellingstedt in Dithmarschen zum Ort der
Weltliteratur, indem er dort seine Novellenkomödie „Die Schule der
Atheisten“ ansiedelte. Ein Zukunftsroman, 1972 erschienen, der im Jahre
2014 spielt. Die Zukunft hatte also die Gegenwart eingeholt.

Warum Schmidt die Geestgemeinde im nördlichen Dithmarschen als zentralen
Handlungsort wählte, kann letztlich wohl nicht geklärt werden, er war
zweimal in Tellingstedt, 1963 und 1969. Das erste Mal vermutlich eher
zufällig, das zweite Mal gezielt. Vom ersten Besuch in
Schleswig-Holstein berichtet er selbst in seinen Tagebuchnotizen, die
zweite Recherche-Reise wird in den Tagebuchaufzeichnungen seiner Frau
Alice dokumentiert. Erstmals werden in diesem Band auch die Fotos
veröffentlicht, die Schmidt 1969 aus Tellingstedt mitbrachte – 18 an der
Zahl.

Anlass genug für das Kompendium, das jetzt erschien: Es versammelt in
höchst lebendiger Form alles, was zu Schmidt gesagt, geschrieben und
veranstaltet wurde. Eine wahre Wundertüte…

Die beiden Herausgeber, Heiko Thomsen und Ulrich Klappstein, werden das
Buch vorstellen.

Außerdem lesen: Anne-Marga Sprick aus Bargenstedt (plattdeutsch), Heiner
Egge, Patrick Goeser (Buchhändler, Musiker und Nachtwächter aus
Rendsburg mit Geesthorn) und Sted Telling.
Jens Rusch zeigt Radierungen zum Thema.

Eintritt: € 8,–, ermäßigt 4,–, im Vorverkauf € 7,–, ermäßigt 3,50

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