Judith Kuckart: Dass man durch Belgien muss auf dem Weg zum Glück

Mittwoch, 15.6.2016, ab 20°° Uhr

Judith Kuckart

Judith Kuckart

Klavierklänge, Klavierstunden und ungenutzt herumstehende Klaviere schaffen einen motivischen Basso continuo in Judith Kuckarts neuem Roman mit dem ungewöhnlichen Titel „ Dass man durch Belgien muss auf dem Weg zum Glück“. Die durchaus eigenbrötlerischen Figuren, die in einzelnen Episoden auftreten, aber doch eine Verbindung miteinander haben, sind Suchende. Suchende, denen die Sehnsucht nach Glück eingeschrieben ist. Ob etwa der junge Leonard oder die alten Damen Emilie und Maria, ob der Klavierlehrer Joseph oder die arbeitslose Katharina, alle stehen an einer Schwelle ihres Lebens, verlieren die Orientierung und wagen einen Neuanfang. Judith Kuckarts Figuren erleben Unerhörtes und es gibt in deren Leben eine unerwartete Wendung.

Warum soll man Judith Kuckarts neues Buch lesen ?

Nun, Judith Kuckart pflegt einen Erzählduktus, der rar geworden ist in zeitgenössischer Prosa und den außer ihr nur noch wenige beherrschen: weder ausschweifend-überbordend noch nachlässig-salopp, sondern auf erhellende Weise klar. Ihre Sätze schaffen Räume fürs Denken. Man findet keine Idylle, aber Leseglück.“ – Hannes Krauss in der WAZ

Judith Kuckart ist eine Meisterin darin, flüchtige Momente einzufangen.

Sie erzählt in elf Kapiteln von kurzen Begegnungen, die tiefen Eindruck hinterlassen. Ihr Buch ist klug und raffiniert konstruiert, doch niemals merkt man ihrer Literatur irgendwelche Anstrengungen an.“

Elke Schmitter / Spiegel online

Judith Kuckart, geboren 1959 in Schwelm (Westfalen), lebt als Autorin und Regisseurin in Berlin und Zürich. Sie veröffentlichte bei DuMont den Roman ›Lenas Liebe‹ (2002), der 2012 verfilmt wurde, den Erzählband ›Die Autorenwitwe‹ (2003), die Neuausgabe ihres Romans ›Der Bibliothekar‹ (2004) sowie die Romane ›Kaiserstraße‹ (2006) und ›Die Verdächtige‹ (2008). Ihr Roman ›Wünsche‹ (2013) stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Judith Kuckart wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis (2012).

Ort: „Traumausstatter“, Süderstr. 9, 25704 Meldorf

Eintritt: Euro 8 / ermäßigt 4,00 bzw. Vorverkauf: 7,00/3,50

Veranstalter: Peter Panter Buchladen

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Kurt Knorr liest aus „ Spuren und Zeichen“

Kurt Knorr

Mit 88 Jahren noch einen Band mit Lyrik herausgebracht: Kurt Knorr.

Kurt Knorr liest am Sonnabend, den 4.Juni 2016, um 20°° Uhr auf Einladung des Peter Panter Buchladens aus seinem neuesten Buch „ Spuren und Zeichen“, und zwar im „Traumausstatter“ in Meldorf.
Spuren und Zeichen“ besteht aus überwiegend lyrischen Texten, die er zusammen mit Anneliese und Uwe Peters aus der Schatztruhe seiner Manuskripte geborgen hat.
In Andeutungen, Scharfkantigkeit und ironischen Herausforderungen wollen die Bilder und Begegnungen in dieser Text-und Fotoauswahl zur eigenen Spurensuche anregen, und zwar mitten im Leben.

Mitten im Leben
So ist ’s uns gegeben:
Beglückendes Schweben
in Wärme und Licht!
Doch – mitten im Leben
kann keiner dem Leid
den Zugriff verwehren. –
Dennoch: wir leuchten.
Mitten im Schweren!

Kurt Knorr nennt seine Arbeitsweise: „Verdichten“. Er geht oft von einem konkreten Bild aus, das ihn anregt, eine Spur aufzunehmen und ihn hinführt zu größeren Zusammenhängen. Dieses Zusammenführen nennt er „Verdichten“, der eigentlichen Herausforderung unserer Wirklichkeit.
Und schmunzelnd fügt er hinzu; „ Vielleicht finden Sie Gefallen daran.“

Kurt Knorr wurde 1928 in Westpreußen geboren. Nach dem Krieg floh seine Familie in den Westen und gelangte auf Umwegen auf Eiderstedt.
1945 holte er in St.Peter-Ording sein Abitur nach und lernte dort auch seine spätere Frau Gude Doose kennen.
In Kiel und Bonn studierte er Theologie, bevor er 18 Jahre als Gemeindepastor in der Nähe von Bergisch-Gladbach tätig war. 1980 zog es ihn und seine Familie nach Meldorf, wo er bis 1992 als Pastor am Meldorfer Dom wirkte. Er war Gründer der Hospiz-Bewegung in Meldorf und ist nach wie vor politisch und sozial engagiert.

Ort: „Traumausstatter“, Süderstr. 9, 25704 Meldorf
Eintritt: Euro 8 / ermäßigt 4
Im Vorverkauf: Euro 7/ ermäßigt 3,50
Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladens
Veranstalter: Peter Panter Buchladen

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Krischan Koch liest aus: „Dreimal Tote Tante“

Krischan Koch Foto: Gunter Glücklich

Krischan Koch lebt dicht am Wasser in Hamburg, wo er als Filmkritiker für den NDR arbeitet, und auf der Nordseeinsel Amrum, wo er die verrückt-bösen Kabarettprogramme für den „Hamburger Spottverein“ erfindet. Dort schreibt er, mit Blick auf die See, auch seine Kriminalromane.

»Moin Moin, wo is denn hier die Leiche?«
»Dat is ne Riesensauerei. Ihr müsst euch Gummisachen mitbringen. Unbedingt.«
Große Aufregung in dem sonst so verschlafenen nordfriesischen Örtchen Fredenbüll: Im Jauchebecken des Schweinezüchters Schlotfeldt tauchen die Leichen zweier vermisster Frauen auf.
Pensionswirtin Renate verschwindet – und findet sich angekettet in einem Kellerverlies wieder. Für Dorfpolizist Thies Detlefsen ist klar: Ein wahnsinniger Frauenmörder geht um! »Kein Wunder«, meint Piet Paulsen, »dat is wie in den Skandinavien-Krimis. Die dänische Grenze is ja nich weit weg. Da kann schon mal wat rüberschwappen…«

Freitag, 27.05.2016 20 Uhr, Traumausstatter, Süderstraße 9, 25704 Meldorf
Eintritt: 8, ermäßigt 4 €, Vorverkauf 7, ermäßigt 3,50 €
Der Lach-Muskelkater ist inklusive!
Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Ein Interview mit Krischan Koch zu seinen Krimis gibt es unter:
http://www.dtv.de/special/krischan_koch_dreimal_tote_tante/interview/2425/
Dreimal Tote Tante

 

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Moritz Kirsch liest Sarah Kirsch am Sonnabend, den 16.4.2016, ab 20 Uhr in der Ditmarsia

Sarah Kirsch

Sarah Kirsch

Wir freuen uns, dass Moritz Kirsch aus dem Spätwerk seiner Mutter Sarah Kirsch lesen wird.
Am 16.4.2016 hätte Sarah Kirsch ihren 81.Geburtstag gefeiert. Wir feiern diesen Geburtstag mit einer Lesung von Moritz Kirsch!
Er wir einige Passagen aus dem posthum veröffentlichten Reisebuch Ænglisch“ lesen und Gedichte aus den drei letzten Büchern, die alle größtenteils in Tielenhemme/Dithmarschen entstanden sind.
Im August 2000 brach Sarah Kirsch mit ihrem Sohn zu einer Reise nach Cornwall und Devon auf, das Tagebuch immer parat – auf dem dänischen Schiff bei freundlichem Wetter über die Nordsee reisend, bei Quartiersuche in Penzance, »früher Heimat der Sardinen, dann Eldorado der Maler«, auf Spaziergängen, wo sie vom Wechselspiel der Farben über der See fasziniert ist: »silberweißes Spitzengrau wie für Herrn Turner, später das Meer schwarzer Lack«. Zu Fuß geht es auf die Insel St. Michael’s Mount, durch das Rosamunde-Pilcher-Land mit »verzauberte kleene Häuserken und gloriose Gärten« jagt der Zug über Salzwiesen bis nach Torquay.
„Elfengleich küsst Kirsch den Lesern die Augen wach und lässt sie durch die Oberfläche hindurch schauen“, kommentiert Michaela Schmitz vom Deutschlandfunk.
Sarah Kirsch hat gerne in Dithmarschen gelebt, besonders in Tielenhemme, ihrem Rückzugsort am Rande der Welt. „Gottlob ist diese Gegend so menschenscheu“, schrieb sie einmal, schließlich hat sie genau das gesucht.
Hunderte von Gedichten hat sie über diese Landschaft geschrieben.Dithmarschen verwandelt sie in eine Gegend der rauen Schönheit.Ganz sicher keine Natur, die einen erschlägt. Sarah Kirsch ist es gelungen, aus Dithmarschen einen poetischen Ort zu erschaffen.
Sarah Kirsch gilt als eine der bedeutendsten deutschen Lyrikerinnen. Sie wurde 1935 in Limlingerode im Norden Thüringens als Ingrid Bernstein geboren und wuchs in Halberstadt auf.
Nach Abschluss ihres Biologiestudiums in Halle studierte sie Literatur am Johannes R. Becher Institut in Leipzig.
Ihre ersten Gedichte veröffentlichte sie gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Lyriker Rainer Kirsch, mit dem sie von 1960 bis 1968 verheiratet war. Nach der Scheidung zog Kirsch nach Ost-Berlin, 1969 kam ihr Sohn Moritz zur Welt kam (Vater: Karl Mickel).
Schon 1960 nahm sie das Vornamen-Pseudonym Sarah an, um damit gegen die Verfolgung und Massenvernichtung der Juden in der Nazizeit zu protestieren. Wegen ihres Protestes gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann wurde sie 1976 aus der SED und dem Schriftstellerverband der DDR ausgeschlossen und von der Staatssicherheit observiert. Ein Jahr danach folgte ihre Ausbürgerung, sie zog mit ihrem Sohn Moritz nach West-Berlin, wo sie als Journalistin, Hörfunkmitarbeiterin und Übersetzerin arbeitete. Später lebte sie als freie Schriftstellerin und Malerin in Schleswig-Holstein bis zu ihrem Tod im Jahr 2003 .
Moritz Kirsch, 1969 in Ostberlin geboren, mit der Mutter 1977 übergesiedelt nach Westberlin und 1983 nach Tielenhemme in Sschleswig-Holstein gezogen, hat nach dem Magisterstudium der Nordistik, Friesistik und Neueren Deutschen Literaturwissenschaft an der CAU Kiel als Übersetzer , Herausgeber und freiberuflicher Lektor gearbeitet und lebt seit 2007 wieder in Tielenhemme. Er schreibt zur Zeit an einem Roman. Der wird größtenteils auf dem Mond spielen. Ich hoffe, dass ich mit dem Schluss weiterkomme. Es ist ein Jugend-Science-Fiction-Krimi; er spielt im Jahr 2050. Ich muss sehen, dass ich vorher fertig werde.
Ort: „Ditmarsia“, Süderstr. 16, Meldorf
Eintritt: € 8,- / ermäßigt € 4,- , im Vorverkauf € 7,- bzw. € 3,50
Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen
Veranstalter: Peter Panter Buchladen

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12. April, 20 Uhr: Birgit Vanderbeke liest aus: „Ich freue mich, dass ich geboren bin“

Birgit Vanderbeke

Birgit Vanderbeke

Abhauen, das haben alle aus der Familie gemacht. Die einen sind aus dem Osten, die anderen aus dem Westen Europas abgehauen. Getroffen haben sie sich zufällig irgendwo in Ostdeutschland, und zu guter Letzt sind sie auch von dort wieder geflohen. Nach diversen Flüchtlingslagern landen sie in einer Dreizimmerwohnung in Westdeutschland, im Land der Verheißung, von dem alle geträumt haben. Für das Kind ist es ein übler Ort, eine drastische, gewalttätige Gegenwart. Und weil es weder genützt hat, abzuhauen, noch, sich wie das siebte Geißlein im Uhrkasten zu verstecken, sucht die Fantasie der Tochter sich eine Verbündete: sich selbst als Erwachsene. Und plötzlich ist da eine Person, mit der sie über alles reden kann.

Kraftvoll, zornig erzählt Birgit Vanderbeke die Geschichte ihrer Familie und die Flucht eines Mädchens aus Ostdeutschland zu sich selbst.
„Ich freue mich, dass ich geboren bin“ wurde gleich nach Erscheinen in die „SWR Bestenliste“ aufgenommen. Eine Jury aus 25 renommierten Literaturkritikern wählt jeden Monat zehn Bücher auf die „SWR Bestenliste“, denen sie möglichst viele Leserinnen und Leser wünscht.
Die Frankfurter Neue Presse schreibt über Birgit Vanderbekes neues Buch:
»Ein Roman, der von der Sehnsucht nach Liebe und der Einsamkeit und der radikalen Hilflosigkeit eines Kindes erzählt (…) indem er eine prächtige, schön getünchte Fassade beschreibt. Und sie im gleichen Atemzug zum Einsturz bringt.«
Birgit Vanderbeke, geboren 1956 im brandenburgischen Dahme, lebt im Süden Frankreichs. Ihr umfangreiches Werk wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis und dem Kranichsteiner Literaturpreis. 2007 erhielt sie die Brüder-Grimm-Professur an der Kasseler Universität.
Ort: „Traumausstatter“, Süderstr. 9, Meldorf
Eintritt: € 8,- / ermäßigt € 4,- , im Vorverkauf € 7,- bzw. € 3,50
Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen
Veranstalter: Peter Panter Buchladen

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16. März, 20 Uhr Liebe kälter als Tod

Am Mittwoch, den 16.3.2016  um 20°° Uhr, stellen Vera Kaesemann und Andreas Heineke ihr neues Buch „ Liebe kälter als Tod“ vor.

Liebe - kaelter als der Tod von Vera Kaesemann

Liebe – kaelter als der Tod von Vera Kaesemann

Maximilian ist intelligent, charismatisch und erfolgreich. Doch der vermeintliche Traummann wird für Sarah schnell zum Albtraum. Denn Maximilan ist Narzisst. Aus Liebe versucht Sarah alles, ihm zu helfen – bis zur Selbstaufgabe.

Die Therapeutin Vera Kaesemann und der Autor Andreas Heineke gewähren uns anhand dieses Falles Einblicke in das gefährliche und kaum thematisierte Krankheitsbild der narzisstischen Persönlichkeitsstörung – eines Menschen, der unfähig ist zu lieben.

Vera Kaesemann sagt: “ Seit zwanzig Jahren arbeite ich nun schon als Klassische Homöopathin und Psychosomatikerin in meiner Praxis in Hamburg. In letzter Zeit erlebe ich, dass sich Geschichten wie die von Sarah mehren. Hat der Narzissmus in der Gesellschaft also zugenommen? Die Antwort ist Ja. Die Geschichte über den Narzissten Maximilian und seine co-abhängige Freundin Sarah steht auch stellvertretend für so viele mir bekannte Paare, deren Problematik in Zukunft vermutlich wie eine Welle über uns hereinschwappt und die psychotherapeutischen Praxen mit Frauen füllen wird, die solchen Narzissten aufgesessen sind.“

Vera Kaesemann ist Heilpraktikerin und leitet in Hamburg eine Praxis mit den Schwerpunkten Klassische Homöopathie, Psychosomatik und Kinderheilkunde. Zusammen mit dem Arzt und Psychotherapeuten Ruediger Dahlke erschien 2009 ihr erstes Buch „Krankheit als Sprache der Kinderseele“

Andreas Heineke hat jahrelang in der Musikbranche und fürs überregionale Fernsehen gearbeitet. Seit 2012 ist er vor allem als Fernsehjournalist beim NDR tätig, „eine schöne, aber zeitraubende Arbeit“.  So drehte er am 23.4.2012 einen Film über unseren Buchladen – anlässlich einer Lesung mit Frank Schulz. Im selben Jahr erschien sein erstes Sachbuch. Nach vielen Besuchen und Interviews im Kinderhospiz Sternenbrücke veröffentlichte er gemeinsam mit dessen Gründerin Ute Nerge das Buch „Ein Regenbogen zu den Sternen“. Sein Roman „Der Sound der Provence“ erschien ebenfalls 2012 und im Jahr 2015 das Buch  „Sie haben ihr Baby am Airport vergessen“ in Zusammenarbeit mit Maryam Komeyli. Andreas Heineke lebt mit seiner Familie in Dithmarschen.

Ort: „Traumausstatter“, Süderstraße 9, Meldorf

Eintritt € 8,–, ermäßigt € 4,–, im Vorverkauf € 7,– bzw. 3,50

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen

Veranstalter: Peter Panter Buchladen

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Zweiter Meldorfer Poetry Slam

Foto: Sven Bachmae, Zuerich

Foto: Sven Bachmae, Zuerich

Vor einem halben Jahr fand der erste Meldorfer Poetry Slam statt. Da die Begeisterung des Publikums so groß war, sind der Moderator Björn Högsdal und die SlammerInnen für eine neue Runde in Meldorf bereit.

Poetry Slams sind moderne Dichterwettkämpfe, wie es sie ganz ähnlich schon im alten Griechenland und im Mittelalter gab. Auf den Poetry Slam-Bühnen sieht man gelebte Literatur, Texte, die von den Dichtern selbst geschrieben und oft sogar auswendig performt werden. Das Publikum entscheidet dann per Applaus über den besten Dichter des Abends. Poetry Slam ist Spiel mit der Sprache. Ob Lyrik, Rap, Freestyle, Poesie oder Geschichten, alles ist Slam Poetry, wenn es gesprochen und vorgetragen wird.
Poetry Slam bietet Slampoeten und Autoren eine Plattform um mit- und gegeneinander um die Gunst des Publikums zu kämpfen. Teilnehmen kann jeder, in sechs Minuten pro Runde fast alles erlaubt. Nur selbstgeschrieben müssen die Texte sein.

Lust, selber auf der Bühne zu stehen? Anmeldung und Infos unter info@assembleart.com

Location: Landwirtschaftsmuseum, Jungfernstieg 4 b, 25704 Meldorf
Moderation: Björn Högsdal
Mit: Victoria Helene Bergemann, Arne Poeck, Fabian Navarro, Lena Iwersen, Dennis Boysen, Helge Albrecht, Mona Harry und Lennart Hamann

Freitag, den 11.3.2016
Einlass: 19:15
Beginn: 20:00
Eintritt: € 12 / ermäßigt 6

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen

Veranstalter: Peter Panter Buchladen & Zingel Kultur e.V.

 

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24.11.: Ralf Rothmann liest aus „Im Frühling sterben“

Buchcover: Ralf Rothmann, Im Frühling sterben

Buchcover: Ralf Rothmann, Im Frühling sterben

Auf Einladung des Peter Panter Buchladens liest Ralf Rothmann am Dienstag, den 24.11.2015, in der Ditmarsia, Meldorf, aus seinem neuen Roman „Im Frühling sterben“.

„Im Frühling sterben“ ist die Geschichte von Walter Urban und Friedrich – „Fiete“ – Caroli, zwei siebzehnjährigen Melkern aus Norddeutschland, die im Februar 1945 zwangsrekrutiert werden. Während man den einen als Fahrer in der Versorgungseinheit der Waffen-SS einsetzt, muss der andere, Fiete, an die Front. Er desertiert, wird gefasst und zum Tod verurteilt, und Walter, dessen zynischer Vorgesetzter nicht mit sich reden lässt, steht plötzlich mit dem Karabiner im Anschlag vor seinem besten Freund…

In eindringlichen Bildern erzählt Ralf Rothmann vom letzten Kriegsfrühjahr in Ungarn, in dem die deutschen Offiziere ihren Männern Handgranaten in die Hacken werfen, damit sie noch angreifen, und die Soldaten in der Etappe verzweifelte Orgien im Angesicht des Todes feiern. Und wir erleben die ersten Wochen eines Friedens, in dem einer wie Walter nie mehr heimisch wird.

„Das Schweigen, das tiefe Verschweigen, besonders wenn es Tote meint, ist letztlich ein Vakuum, das das Leben irgendwann von selbst mit Wahrheit füllt.“

„Im Frühling sterben“ ist ein Antikriegsroman, der den Vergleich mit den Vorbildern des Genres wie „Im Westen nichts Neues“ (Erich Maria Remarque) nicht zu scheuen braucht – und das, obwohl er nur eine kleine Geschichte an den Ausläufern der großen Katastrophe erzählt. (Der Spiegel 18.6.15)

Ralf Rothmann wurde 1953 in Schleswig geboren und wuchs im Ruhrgebiet auf. Nach der Volksschule (und einem kurzen Besuch der Handelsschule) machte er eine Maurerlehre, arbeitete mehrere Jahre auf dem Bau und danach in verschiedenen Berufen (unter anderem als Drucker, Krankenpfleger und Koch). Seit 1976 lebt Ralf Rothmann in Berlin und veröffentlichte Romane, Erzählungen und Gedichte, für die er mit mehreren Preisen, u.a. Märkischer Kulturpreis (1986), Förderpreis des Bundesverbandes der Industrie (1989), 19. Stadtschreiber von Bergen-Enkheim (1992), Literaturpreis für das Ruhrgebiet (1996), Hermann-Lenz-Preis (2001), Kranichsteiner Literaturpreis (2002), Evangelischer Buchpreis (2003), Wilhelm Raabe Literaturpreis (2004), Heinrich-Böll-Preis (2005), Max-Frisch-Preis (2006) und dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung (2008) ausgezeichnet wurde. 2010 erhielt er den Walter-Hasenclever-Literaturpreis der Stadt Aachen und 2013 den Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg.

Karten sind im Vorverkauf (7 /3,50 Euro) im Peter Panter Buchladen und an der Abendkasse (8/4 Euro) erhältlich. Peter Panter Buchladen Telefon : 04832 – 4104

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13. Nov. 2015: Ein Abend mit Kurt Tucholsky

Knapp und Hanz

Heribert Knapp aus Paderborn, ist inzwischen vielen als geistreicher Rezitator von Goethe, Heine, Droste-Hülshoff, Tucholsky, Kästner und Lasker-Schüler bekannt. Seit nun inzwischen zehn Jahren gestaltet er außerdem an den „Geseker freiTagen“ ebenso kenntnisreich wie launig seine kulturhistorischen Vorträge über Kultur- und Kunstepochen.
Thomas Hanz ist einer der vielseitigsten und interessantesten Gitarristen Deutschlands. Seine Projekte reichen vom Familienkonzert bis hin zum Duo mit Kirchenorgel. Konzertreisen unternimmt er durch ganz Europa, hat zahlreiche CDs eingespielt, war Preisträger bei internationalen Wettbewerben und seit 1998 ist er künstlerischer Leiter des internationalen Gitarrenfestivals Ruhr.

Heribert Knapp, Rezitation | Thomas Hanz, Gitarre

Zu einem literarisch-musikalischen „Abend mit Kurt Tucholsky“ lädt der Peter Panter Buchladen ins Schleswig-Holsteinische Landwirtschaftsmuseum am 13. November um 20 Uhr ein.
Für dieses Programm hat der Rezitator Heribert Knapp aus dem umfangreichen Werk Tucholskys einige der populärsten Texte und Gedichte ausgewählt. Dabei sind bekannte Lieder wie „Ideal und Wirklichkeit“ oder die philosophischen Betrachtungen über „Das Loch“.
Kurt Tucholsky zählt zu den bedeutendsten Publizisten der Weimarer Republik. Als Autor der Wochenzeitung „Die Weltbühne“ erwies er sich als Gesellschaftskritiker in der Tradition von Heinrich Heine. Er war zugleich Satiriker, Kabarettautor, Liedtexter, Lyriker und Romanautor. Er verstand sich selbst als linker Demokrat, Antimilitarist und warnte früh vor dem drohenden Nationalsozialismus.
Musikalisch kommentiert und ergänzt werden die Texte von Thomas Hanz. Eigens für das Programm hat der Gitarrist Stücke komponiert und eine Auswahl aus Jazz- (Django Reinhardt), Tango- (Astor Piazzolla) und Musik aus Tucholskys Zeit (Kurt Weill) zusammengestellt.

Ort der Veranstaltung:
Schleswig-Holsteinische Landwirtschaftsmuseum, Jungfernstieg 4, Meldorf.

Eintritt:
€ 10,–, ermäßigt 7,–

Vorverkauf:
ab sofort : 04832 -4104

Veranstalter:
Peter Panter Buchladen

Geschichten aus siebenhundertneunundvierzig und einem Wort

Lesung zum 750-jährigen Jubiläum der Stadt Meldorf

749 und ein Wort - Veranstaltungsplakat

749 und ein Wort – Veranstaltungsplakat

Wie kann man 750 Jahre Meldorf würdigen und feiern? Man bräuchte eigentlich 750 Jahre dafür. Wir verstehen „Siebenhundertneunundvierzig und ein Wort“ als den literarischen Beitrag zum Stadtjubiläum.
Die Meldorfer Bürgermeisterin Anke Cornelius-Heide hatte die wunderbare Idee, bekannte Schriftsteller und Schriftstellerinnen zu bitten, die 750 Jahre in siebenhundertfünfzig Worten darzustellen.
So wurden namhafte dithmarscher Autorinnen eingeladen, exklusiv für das Stadtjubiläum Geschichten aus siebenhundertneunundvierzig und einem Wort für oder über Meldorf zu schreiben.
Entstanden sind neben Geschichten auch Essays und ein Sonett.

Diese werden am 9.10.2015 ab 20°° Uhr in der Ditmarsia Meldorf von ihren Autorinnen vorgestellt.
Es lesen u.a. Heiner Egge, Judith Arlt, Kirsten Hansen, Manfred Schlüter und Werner Wichern. Sie werden ihre Zuhörerinnen wie im Märchen verzaubern. Zu hören gibt es dann unter anderem eine Meldorfwoche, einen Besuch von Martin Luserke und einen Schreiber auf der Suche nach dem ersten von 750 Wörtern und was es mit einer Meldorfer Edelkastanie auf sich hat.

Diese Literaturnacht wird durch Musik von Boris Guckelsberger in zusätzliche Schwingungen versetzt.

Veranstalter des Abends sind: die Meldorfer Stadtbücherei, das Unternehmen Leselust, Meldorfer Literaturfreunde und der Peter Panter Buchladen.